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| Mai - 2012 | ||||||
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Rückblick DEUTSCHER BRENNSCHNEIDTAG® 2008 Dillenburg
Die 7.te Veranstaltung dieser Reihe übertraf alle Erwartungen - schon Wochen vor dem Anmeldeschluß waren alle 70 Plätze vergeben. Die Besucher kamen aus ganz Deutschland, von der Nord- und Ostsee, sogar unsere Österreichischen Nachbarn waren mit einem Besucher aus Wien vertreten.
Die Erwartungshaltung der Besucher war sehr hoch. Entsprechend routiniert liefen auch alle Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit der IHK Wetzlar/Dillenburg/Siegen Hand in Hand professionell ab.
Dr. Horst, Verantwortlicher IHK-Mitarbeiter für Technologie- und Innovationsberatung eröffnete als Hausherr das Seminar.
Gerhard Hoffmann, Chef des Schneidforums, stellte den Besuchern eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Dabei ließ er Autogenanlagen mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor 2 bzw. auch 3 Brenner gegen jeweils einen modernen Plasmabrenner antreten. Die dabei zugrunde gelegten Energieverbäuche stiegen aufgrund erhöhter Preise aber auch aufgrund leistungsfähigerer Plasmastromquellen dabei in den letzten 4 Jahren derart stark an, dass dieser Posten einen großen Teil des Gesamtstundensatzes einnimmt. Um genauere Werte zu erhalten, berücksichtigte seine Berechnung die tatsächlichen Verbräuche bei Minderlasten. Desweiteren rechnete Hoffmann vor, dass die Einsparung des Plasmas zwar bis rund 30mm Materialdicke gegenüber 2 bzw. 3 Autogenbrenner nicht allzu groß sei, jedoch der Vorteil in einer wesentlich höheren Produktivität läge und dies für den Einsatz von Plasma spräche, zumal die Plasmas die Aufgabe der Autogenbrenner rund 30 bis 50% schneller erledigen können.
Peter Arntz von Thermal Dynamics präsentierte das WMS-Plasmaschneidverfahren, dass mit Wasser als Sekundärgar arbeitet und dabei deutlich weniger Gas verbraucht und Schnittkanten in Edelstahl bis 30mm und in Aluminium bis 25mm gratfrei, sauber und mit schweißbarer Kante schneiden kann. Dieser Beitrag wurde im Anschluß vom Plenum stark beteiligt diskutiert, da hierbei auch Bereiche des Lasers betroffen waren. Schnitte in dieser Qualität blieben bisher allein dem Laser vorbehalten.
Auf Wunsche einiger Mitglieder baute Gerhard Hoffmann im letzten Seminar-Teil wieder einen Managment-Beitrag ein, der den ganzheitlichen Beratungsauftrag des Schneidforums unterstreicht. Er stellte die Intervision vor, die sei ein kollegiales Instrument für Falldarstellung in einem Team. Es dient der Teambildung, Kreativität und dem Wohlbefinden der Mitarbeiter - was naturgemäß auch Einfluss auf die Motivation und Leistungsbereitschaft hat. Hoffmann vertritt den Standpunkt, warum sollte sich die Branche Stahl- und Metallbearbeitung, die mit modernsten Maschinen arbeitet, nicht auch moderne Management-Methoden aneignen? Dementsprechend fanden im Anschluss rege Diskussionen zu diesem Thema statt. Ziel der Intervision sei es, einen Rahmen zu schaffen, in dem es keine Verlierer bzw. Verletzte während eines Meetings mehr geben muss, gleichzeitig Offenheit und Vertrauen wachsen.
Den Abschluss gestaltete Herr Matthias Dix, der die Besucher zusammen mit 6 weiteren Mitarbeitern durch die Walzstrasse der ThyssenKrupp Nirosta führte.
Dank:
Das Schneidforum dankt Herrn Dr. Horst, IHK sowie Herrn M. Dix , ThyssenKrupp Nirosta, Herr P. Arentz, Termadyne, sowie allen Helfern, Reportern, etc. die zum Erfolg beigetragen haben.
Besonderer Dank allen Mitgliedern und Teilnehmern, die sich aktiv mit eingebracht haben.
Auswertung des Feedbacks (es liegen derzeit noch nicht alle Rückmeldungen vor):
Die Erwartungen der Besucher wurden von 75% komplett erfüllt. Bei den restlichen 25% zum Teil erfüllt.
90% würden wieder an einem Brennschneidtag teilnehmen.
Die Benotungen der Referenten lagen durchweg auf hohem Niveau.
Kritik und Vorschläge:
Seminar war zu kurz, mehr Zeit für Kommunikation gewünscht.
Es wurden wertvolle Wünsche für weitere Themen genannt, die wir zum Teil aufgreifen und bereits im nächsten Brennschneidtag erfüllen möchten.
Einige Teilnehmer wünschten sich weitergehende Informationen, die aber zum Teil bereits in vorherigen Veranstaltungen gebracht wurden und natürlich nicht wiederholt werden können. Hierzu der Hinweis auf die Schneidtechnik Seminare, die decken den Wunsch nach Informationen zu speziellen Schneidtechniken, Tipps für geringere Schnittkosten, konkrete Einkaufshilfen etc. ab.
Themen für den Deutschen Brennschneidtag am 27.02.08
Dieser Brennschneidtag findet in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern Dillenburg/Wetzlar und Siegen in den Räumlichkeiten der IHK Dillenburg statt.
Begrüssung durch Herrn Dr. Gernot Horst, IHK Dillenburg/Wetzlar
Workshop 1: Referent Gerhard Hoffmann, Schneidforum
Thermische Schneidverfahren im Vergleich unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, sowie NEUER Kostenrechnung unter praktischen Gesichtspunkten: Wo wird Geld verschleudert? Lassen Sie sich inspirieren und holen Sie sich die gute Ideen .
Workshop 2: Referent: Peter Arntz, Thermal Dynamics
· NEU: WMS-Plasma-Verfahren:
(WMS = sekundär Wasser-Prozess) statt Verwendung technischer Gase
Funktionsprinzip
Darstellung der Vor– und Nachteile
WMS im Kostenvergleich zu konventioneller Plasmatechnik,
Kostensenkung und Qualitätsgewinn durch WMS-Plasma beim Schneiden von Stahl und besonders Edelstahl.
EXKURSION Firmenbesichtigung der ThyssenKrupp AG, Dillenburg
Gastgeber: Matthias Dix
Zum Abschluss der Veranstaltung werden wir der freundlichen Einladung der ThyssenKrupp AG folgen und das Nirosta-Werk in Dillenburg besichtigen.
Termin und Ort:
Mittwoch 27.02.08 bei der IHK Dillenburg
Uhrzeit: von 12:30Uhr bis ca. 18Uhr inkl. Mittags-Imbiß












