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Teil1: Was kostet 1 Meter Plasma-Schnitt? Teile wirtschaftlich schneiden
Lohnschneider und Schneidabteilungen, die für den Eigenbedarf Bleche und Konturteile zuschneiden können sich steigende...

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Donnerstag, 10. Mai 2012
00:00 - 12. Deutscher Brennschneidtag 10.Mai 2012
Treffen Sie das "who-is-who" der Stahlschneid-Branche. Sichern Sie sich jetzt eine Freikarte zur Mes...

Anwender des Monats: Stahlhandel Schaller GmbH, Homburg

Anwender des Monats: Stahlhandel Schaller GmbH

„Ihr Partner in Sachen Stahl zwischen Tradition und Moderne“

 

 

 

 

 

Das 1961 von Herrn Alfons Schaller als Eisen- und Röhrenhandel in Homburg gegründete Unternehmen kann mit heute 43 Mitarbeitern auf eine lange Tradition und Geschichte zurück greifen. Als ehemaliger Mitbegründer der SHG in Saarlouis, eröffnete Herr Schaller damals die zweite Betonstahlbiegerei im Saarland am Standort Homburg. Sieben Jahre nach der Gründung des „Alfons Schaller Eisen- und Röhrenhandel“ stieß der heutige Geschäftsführer, Herr Helmut Pütz dazu, der seine Ausbildung bei Klöckner Mannheim genoß. Während sich das junge Unternehmen in den Anfängen auf den Handel von Betonstahl und Baustahlmatten beschränkte, konzentrierte man sich im Laufe der Jahre immer mehr auf den Ausbau des eigenen Biegehofs bis hin zu Verlegearbeiten mit einem eigenen Eisenflechtertrupp. In Spitzenzeiten zählte das Unternehmen ca. 120 Mitarbeiter alleine in der Biegerei.

Aufgrund der Entwicklungen der Branche auf dem Bausektor wurde der Bereich Betonstahlbiegerei jedoch bis heute kontinuierlich verschlankt. Wie das Projekt der Schlossberghöhlen zeigt, bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass dieser Geschäftsbereich für die Firma Schaller uninteressant wäre.

Baustahlmatten für das Projekt: Schlossberghöhlen und Bewährungsplan




Mit Errichtung der ersten Lager- und Produktionshalle 1983 war der Grundstein für das zweite Standbein der Firma gelegt, dem Handel mit Grobblechen. Seit Fertigstellung des Bauvorhabens 1984 wurde der Bereich Flachprodukte stetig weiter ausgeweitet. Dieser umfasst heute folgendes Sortiment:

 

  • Allgemeine Baustähle (S235 und S355)
  • Druckbehälterstähle (P265GH, 13 CrMo4-5, 10CrMo9-10)
  • Einsatzstähle (16MnCr5, 20MnCr5)
  • Vergütungsstähle (C15, C45, 42CrMo4)
  • Feinkornstähle (S690QL)
  • Verschleißfeste Stähle (Hardox, Dillidur, X120Mn12, …)

 


„Zu unseren Kunden gehören Maschinen-, Anlagen- und Apparatebauer, Schlossereien, Drehereien, Nutzfahrzeughersteller, Steinbrüche, Schiffswerften und die Bauindustrie im Bereich der Biegerei“, so Geschäftsführer H. Pütz.

Anfang der 90er Jahre entschied sich die Unternehmensleitung den klassischen Stahlhandel um Anarbeitungsleistungen zu erweitern. Hierzu wurde in eine autogene Brennschneidanlage investiert. Im gleichen Atemzug wurden die Krankapazitäten um einen weiteren Brückenkran mit Magnetanlage ergänzt, um das Handling der Bleche im Bereich des Brennbetriebes zu optimieren.

Mit Fertigstellung einer neuen Lager- und Produktionshalle 2008 und der Erweiterung des Maschinenparks um ein Plasmabrennschneidzentrum baute der Stahlhändler an der Saar seine Wettbewerbsvorteile weiter aus.

Die Entscheidung fiel dabei auf eine Feinstrahlplasmaquelle des Typs HPR 260, mit dem alle elektrisch leitenden Werkstoffe von 1 mm bis ca. 40 mm Dicke bearbeitet werden können. Ergänzt wurde die Anlage um einen Wassertisch mit einer Bearbeitungsfläche von 3000 mm auf 15000 mm, bei dem die durch das Plasma erzeugten Stäube und Gase mit Hilfe des Wassers filtriert werden.

"Neben dem Kostenvorteil ggü. der herkömmlichen Trockenabsaugung sind wir in der Lage, Verzug und Schnittkantenaufhärtung bei Brennteilen durch das Schneiden im und unter Wasser zu steuern und so die Qualität der Zuschnitte zu verbessern. Dies kommt dem Brennschneidbetrieb insbesondere bei Verschleißgüten wie Hardox oder Dillidur zu Gute, bei denen der Aufweichung in der Wärmeeinflusszone durch das Brennen im bzw. unter Wasser entschieden entgegengewirkt werden kann. So etwas kann an der Saar kein anderer Händler“, konstatiert der Firmenchef.

 

Messer Plasma-Schneidanlage mit Hypertherm HPR260 und Wasser-Brenntisch

 

Momentan besteht der Bereich Brennerei aus vier autogenen Brennschneidanlagen mit insgesamt 22 Brennern, mit denen Bleche bis zu 360 mm Dicke gebrannt werden, wobei die Dickenbereiche auf die einzelnen Maschinen verteilt sind. Zwei der vier Anlagen arbeiten mit foto-optischer Abtastung; dies erlaubt es dem Unternehmen einerseits sog. „Schnellschüsse“ zu realisieren, andererseits ist es möglich, Kundenwünsche zu erfüllen, für die u.U. keine Zeichnung zur Verfügung steht, sondern nur eine Pappkonstruktion vorliegt, deren Konturen einfach nachgezeichnet werden oder direkt von dem Foto-Auge abgetatstet werden. Am Ende steht das fertige Brennteil.

„Dadurch sichern wir uns die Flexibilität, die unsere Kunden an uns schätzen“ erklärt der Junior Hendrik Pütz.



Unterstützt wird diese Flexibilität durch den eigenen Fuhrpark, wodurch sich der Händler seine Unabhängigkeit ggü. Spediteuren bewahrt, mit denen es davon abgesehen seit Jahren enge Partnerschaften gibt.

Um dem Wunsch ihrer Kunden nach gestrahltem Material zu entsprechen, ist seit einigen Monaten eine Rollengangstrahlanlage mit einer max. Durchlaufbreite von 3000 mm und einer max. zulässigen Durchlaufhöhe von 200 mm im Einsatz, mit der Bleche, Brennteile und teilweise auch Konstruktionen im eigenen Haus gestrahlt werden können.



Geschäftsführer H. Pütz ist überzeugt: „Der Erfolg der Stahlhandel Schaller GmbH wäre jedoch nicht ohne unsere Mitarbeiter möglich gewesen“!

Die geringe Fluktuation im Unternehmen spricht hierfür Bände. So hat der ehemalige Prokurist der Firma nach 44 Dienstjahren sein Amt erst vor kurzem niedergelegt und 3 Jahre länger gearbeitet, als er eigentlich hätte müssen. Das Betriebsklima ist von daher ein wichtiger Schlüssel für das Potenzial einer Firma – je motivierter das Team, desto besser seine Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Aber auch in anderen Bereichen sind die Human Ressources ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die modernsten Maschinen nutzen nur wenig, wenn die Mannschaft sich uneins ist, hohe Reibungsverluste an der Tagungsordnung stehen und die Kommunikation versagt. So plant der Junior derzeit die Entwicklung eines neuen, zeitgemäßen Leitbildes für die Stahlhandel Schaller GmbH – doch er weiß, es geht nur, wenn die Mannschaft dahinter steht und mitmacht. Es nutzt wenig, etwas von oben herab zu entscheiden, wenn die Basis nicht dahinter steht. Dieses Denken hatte schon der Vater und nun auch der Sohn – das Unternehmen fährt einfach gut damit, seine Mannschaft zu integrieren.

Heute blickt die Stahlhandel Schaller GmbH, die sich damals wie heute einem ständigen Wandel ausgesetzt sieht, auf eine 48-jährige Erfolgsgeschichte zurück, die sich auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen wird! Das Unternehmen hat hierzu bereits konkrete Vorstellungen, sein Portfolio sowohl im Bereich Anarbeitung, als auch im Bereich Sortimentsgestaltung auszubauen.

Wir können also gespannt sein!



Das Schneidforum wünscht dem Unternehmen Schaller viel Erfolg für die Zukunft.

Stahlhandel Schaller

Stahlhandel Schaller GmbH
Bexbacherstraße 79, 66424 Homburg

Tel +49 (0) 6841 / 7001 - 0
Fax +49 (0) 6841 / 7001 - 16

eMail:  info[at]stahlhandel-schaller.de 
Internet:  www.stahlhandel-schaller.de

Geschäftsführer: Pütz Helmut Handelsregister 3 HR B 3284 Amtsgericht Homburg / Saar


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