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Automatisierungs-Möglichkeiten
Warum Automatisieren?
Der eigentliche Schneidprozess kann je nach Verfahren sehr schnell ablaufen. Die Kostenkalkulation und die Schneidtabellen bringen es ans Licht. Damit sich eine Anlage wirtschaftlich rechnen läßt, benötigt sie eine bestimmte Auslastung. Das eigentliche Schneiden - und nur für das erhält man Geld - geht relativ schnell von statten. Doch die Rüstzeiten - für die der Kunde in der Regel nicht bezahlt - können sehr intensiv sein. Je dicker das Material, desto ungünstiger das Auslastungsverhältnis von produktiver Zeit zur Rüstzeit.
Beispiel: Eine Plasmaanlage kann bei voller Auslastung und geschickter Automatisierung und Logistik Schneidintervalle von 85% erreichen - ohne Automatisierung hingegen nur 60%, je nach Blechdicke.
Dieser Ansatz macht deutlich, warum sich Automatisieren lohnt, Einsparungen von 25% und mehr sind möglich.
Dünnblech:
Stellt kein großes Problem dar. 1, 2 oder 3mm Großformatstafeln lassen sich leicht per Kran, Vakuum-Lifter, Magneten oder Stapler auflegen. Die ausgeschnittenen Teile können schnell und einfach von Hand entnommen werden. Automatisiert wird bei Laser-Anlagen jedoch fast immer durch auto. Wechseltische und Paletten-Lagersysteme, so dass mannlos über Nacht gearbeitet werden kann. Da derartige Automatisierungen schnell 100.000 Euro und mehr betragen können, würde dies den Anschaffungspreis einer Plasma- oder Brennanlage schnell verdoppeln und kommt daher wirtschaftlich betrachtet nur selten in Frage.
Bei Plasma und Brennanlagen liegt eine einfache und effektive Automatisierungsform einfach darin, dass man den Bearbeitungstisch gleich für die doppelte Länge oder Breite auslegt und so, während ein Blech bearbeitet wird, das andere bereits abgeräumt werden kann. Der Stahlbau für den doppelt langen Tisch kostet je nach Größe möglicherweise 10 oder 25 Tausend Euro mehr, bietet aber die richtige Lösung für die Erhöhung der Auslastung und liefert gleichzeitig die doppelte Bearbeitungslänge, was manchmal als Nebeneffekt dazu führt, dass Betriebe dann auf 6 oder 8 oder gar 12m lange Bleche umsteigen, weil die Verschachtelungswerte bei größeren Blechen besser sind und damit weniger Schrott anfällt.
Nicht vergessen:
Bei allen Arten der Automatiserung an die Sicherheitstechnik mit denken! Bedienerschutz hat Vorrang!
Automatisieren ist bei Dickblechen PFLICHT!
Sobald dicke Bleche geschnitten werden sollen, ist im Regelfall Automatisieren Pflicht, wenn man vernünftige Auslastungen und damit günstige Stundensätze erzielen will. Die günstigste Art bei Dickblech-Automatisierungen ist noch immer die Brenntisch-Verlängerung. Zwei oder Drei-Tisch-Betrieb stellt kein Problem dar, sofern der Platz vorhanden ist und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Eine andere Art der Automatisierung ist der Kratzförderer im Brenntisch, der den Austrag von Schlackeresten und Kleinteilen erledigt. Ein Kratzförderer muss gewartet und überwacht werden. Auch hier sind verschiedene Systeme am Markt erhältlich, es gibt wartungsarme Rüttelsysteme, welche die Schlacke oder Gutteile, die herunter gefallen sind, durch Schwingungen an den Kopf des Brenntisches befördern und Kettenaustragsförderer. Der Austragsförderer bringt herabgefallene Kleinteile ans Licht, bevor sie durch herabfallende Schlacke verklebt werden, entfernt Schrott und Schlackereste und sorgt so für einen nahezu nahtlosen 100%-Betrieb, Reinigungszeiten werden auf ein Minimum reduziert.
Beim Schneiden von dickerem Blech verkleben die Teile mit dem Gitterrost oder sitzen so fest in ihren Nestern, dass sie mit Handbrenner frei geschnitten werden müssen, was manuell erfolgt und daher Zeit beim Abräumen kostet und lässt sich zur Zeit noch nicht automatisieren.


