Aktuelles
Stahlhändler bietet Blechanarbeitung mit höherer Qualität
Lissmac: Letzter Schliff für Qualitätsbleche
Mehr Komfort und Sicherheit durch zuverlässige Blechkantenverrundung
Innovative Maschinengestaltung ermöglicht maßgeschneiderte Schnittkantenbearbeitung
Lissmac: Blechexpo 2011 (Pressemitteilung)
Erleben Sie Innovative Blechbearbeitung und hochpräzises Produkthandling. Lissmac Halle 3, Stand 3411 vom 06. bis...
Belastungstests belegen Wirksamkeit der Lissmac-Stahlbearbeitungstechnologien
(Pressemeldung) ein neues modulares Maschinenkonzept mit dem Namen ATLAS.
Schneidforum: Wie schneidet man Grauguss?
Am Beispiel GG20 (EN-GJL-200 neue Bezeichnung) mit 60mm Dicke wird beschrieben, wie man am besten Grauguss schneiden...
LISSMAC: auf der EuroBLECH 2010
(Pressemeldung) LISSMAC präsentierte neue Generation von Blechbearbeitungsmaschinen auf der EuroBLECH
Innovative Lissmac-Technik erhöht Sicherheit und Produktivität in der Blechbearbeitung
Hochproduktive Schneidteilebearbeitung durch Verkettung einer Schlackenentfernungs- maschine mit einer Lissmac-Schleif-...
Termine
Termine
| Mai - 2012 | ||||||
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 02 | 03 |
04 | 05 | 06 | |
| 07 | 08 | 09 | 10 |
11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
Entgraten - das leidige Thema
Entgraten - das leidige Thema
Teile, die mit Plasma oder Autogen erzeugt wurden, besitzen sehr häufig einen Grat oder Schlackebart, der entfernt werden muss. Natürlich kann man den Schnitt so optimieren, dass der Grat sehr klein wird, aber je nach Metallsorte lässt er sich kaum zu 100% vermeiden. Was beim Laser in der Regel nicht nötig ist, lässt sich jedoch bei Plasma und Autogen nicht generell abstellen - entgraten. Grundsätzlich gilt, je mehr Silizium im Metall enthalten ist, desto größer wird der Grat. Positiv ausgedrückt: Im Gegensatz zum Laser können wir bei Plasma "Wald- und Wiesen- 0815-Stahl" verarbeiten!
Je nach Größe des Betriebs sind manchmal ganze Personengruppen mit der Entgratung von geschnittenen Teilen beschäftigt. Im Laufe der Zeit haben sich etliche Entgratungsmöglichkeiten und einige Regeln eingestellt. Je nach Material und Bartgröße, springt der Bart auch einfach ab, wenn das Teil abgekühlt ist und beim Abräumen vom Brenntisch in den Container oder auf den Boden oder die Palette geworfen wird. Auch dieses Verfahren finden wir häufig in der Industrie.
Wenn aber diese beiden einfachen Möglichkeiten nicht ausreichen, bleibt keine andere Wahl als maschinelle Mittel einzusetzen. Große Teile werden in der Regel mit einem Winkelschleifer manuell entgratet, während Kleinteile häufig in eine Rommel geworfen werden. Eine Rommel kann man sich einfach ausgedrückt als einen "Betonmischer" mit verschließbarer Klappe vorstellen. Die Kleinteile werden dort unter Hinzugabe von Kies 20 bis 40 Minuten lang gedreht, bis dass der Grat an allen Seiten abgeschlagen ist. Nachteil: Die Oberflächen der Teile verkratzen stark und die Kanten werden abgerundet - was manche Endkunden reklamieren. Außerdem ist dieses Verfahren nur für Kleinteile möglich und hat den Nachteil eines hohen Lärmpegels, der allerdings durch entsprechende Schallisolierung minimiert werden kann. Die manuelle Entgratung ist zeitaufwendig, weil die Teile gedreht werden müssen, was bei Stückgewichten von mehreren Hundert Kilo durchaus zeitaufwendig und nicht ungefährlich ist.
Grat-Einteilung
Grat-Einteilung
Hier der Versuch einer groben Klassifizierung von Grat-Stärken:
- Grat ist abhängig vom Material und seiner chemischen Zusammensetzung.
- Grat ist abhängig von der Materialdicke - bei Dünnblech ist die Gratbildung geringer, als bei dickerem Blech.
- Grat ist abhängig vom Schneidprozeß und den gewählten Schneidparametern - wird bei Plasma zu schnell oder zu langsam geschnitten, bildet sich ein stärkerer Grat.
- Feinstrahl/HyDefinition-Plasma erzeugt weniger Grat als konventionelles Plasma.
- Autogen erzeugt mehr Grat als Plasma.
- Je nach Teile-Geometrie bildet sich mehr oder weniger Grat. Große Teile mit lediglich Außenkonturen sind gratärmer, als Kleinteile mit Innenausschnitten/Löchern.
- Es gibt Feinstrahl/HyDefinition/UltraCut-Plasmaverfahren, die gratarm Stahl bis zu 50/60mm schneiden können.
- Feinstrahl/HyDefinition/UltraCut-Plasma kann Aluminium sehr gratarm schneiden. Neuste Plasmaanlagen schneiden sogar Edelstahl mit Argon/Wasserstoff bzw. Formiergas extrem gratarm, jedoch starke Konturabhängigkeit- bei Innenausschnitten/Löchern bildet sich Grat.
Woher stammt der Grat?
Woher stammt der Grat?
Grat hat viele Ursachen. Zunächst die Hauptursache, die für alle Schneidarten gilt:
- Falsche Schneidparamter. Egal womit geschnitten wird, stimmt die Geschwindigkeit nicht, der Abstand, der Strom oder die Leistung etc. dann ist der Schnitt nicht gut!
- Damit verbunden: Die Anwender-Erfahrung. Je mehr Erfahrung der Bediener besitzt, desto besser kann er seine Anlage justieren.
Als nächstes die Schneidquellen, wobei die optimale, richtigen Parameter vorausgesetzt werden:
- Laser und Wasserstrahl sind die Werkzeuge der Wahl, wenn es darum geht, keinen bzw. minimalen Grat zu erzeugen.
- Autogen ist ohne Grat kaum vorstellbar.
- Plasma:
- Normalplasma Anlagen wie Hypertherm HT2000, HT4000 oder Kjellbergs FineFokus 800,1600 oder Thermadynes AutoCUT-Serie sowie die alten Normalplasmabrenner, die auch noch heute in vielen Betrieben ihre Dienste gut verrichten produzieren viel Grat. Geben Sie dabei nicht dem Bediener die Schuld, es liegt am Brennverfahren.
- Feinstrahlplasma-Anlagen wie Hypertherm HPR-Serie, Kjellbergs HiFokus-Serie oder Thermadynes UltraCut-Serie oder Kaliburns Serie reduzieren den Grat auf ein Minimum bzw. erlauben sogar gratfreies schneiden, wenn: Die Anlage in ihrem optimalen Betriebsbereich betrieben wird. D.h. wenn eine max. Schnittdicke bis 40mm angegeben ist, dann gehen Sie davon aus, dass bereits ab 30mm Grat auftritt. Wann immer an der Grenze geschnitten wird, ist höherer Grat beobachtbar.
Das Material und seine Temperatur besitzt einen großen Einfluss auf die Gratbildung. Der Siliziumgehalt des Stahl, sowie manche Legierungsbestandteile beinflussen die Gratbildung. Im worst-case Fall können Sie alles richtig gemacht haben und erhalten dennoch Grat. Ebenso umgekehrt möglich: Nichts ist wirklich optimal und Sie erhalten dennoch gratfreie Schnitte.











