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Donnerstag, 03. Mai 2012
Donnerstag, 10. Mai 2012
00:00 - 12. Deutscher Brennschneidtag 10.Mai 2012
Treffen Sie das "who-is-who" der Stahlschneid-Branche. Sichern Sie sich jetzt eine Freikarte zur Mes...
Welche Arten von Markier-Systemen werden im Zuschnittbereich eingesetzt?
Folgende Markierarten sind häufig anzutreffen:
Im Grobblech-Bereich:
- Plasmamarkieren
- Tintenstrahlmarkieren
- Nadelmarkierungen
- Stempel
- Barcode-Aufkleber
- Pulvermarkieren (eher selten)
Im Dünnblech-Bereich:
- Lasermarkieren
- Tintenstrahlmarkierungen
- Barcode-Aufkleber
- Stiftmarkierungen
Erklärungen, Diskussion:
- Beim Plasma- oder Lasermarkieren wird die Leistung des Schneidstrahls derart herab gesetzt, dass er das Material nicht mehr trennt, sondern die Oberfläche ankratzt und somit eine Gravur erzeugt. Beim Laser erfolgt dies sehr schnell, beim Plasma hingegen wird eine große träge Portalachse relativ langsam bewegt - sollen überwiegend kleine Zahlen und Buchstaben erzeugt werden, so stellt dies für die Maschine eine große mechanische Belastung dar. Der Schneidprozess wird unterbrochen. Ausserdem sind bei Plasmaanlagen vollautomatisierte Gaskonsolen erforderlich, weil sonst jede Gasverstellung einen Stopp der Anlage und eine Neujustage der Einstellwerte bedeuten würde und dies in der Regel unerwünscht ist. Bei den modernen Plasmaanlagen bieten viele Hersteller die Markier-Funktion mit den gleichen Verschleißteilen an, so dass ein Wechsel der Teile nicht erforderlich ist, was den Nutzen und das Einsatz erhöht.
Ansonsten ist das Plasma- und Lasermarkieren ein sehr robustes, unanfälliges Verfahren ohne nennenswerte Mehrkosten.
Nachteil: Die Oberfläche wird bleibend beschädigt, je nach Verwendung und Dicke des Blechs kann dies Probleme mit der Festigkeit oder Schweißbarkeit bedeuten und unerwünscht sein. Je nach Kundenanforderungen scheiden daher gravierende, oberflächenbeschädigende Verfahren aus. Beim Lasergravieren kann die Eindringtiefe des Strahls noch feiner eingestellt werden, als beim Plasma. Ausserdem erfolgt die Gravur weitaus schneller, so dass der Einfluss auf das Material geringer ist, als beim Plasmamarkieren.
Vorteil: Die Markierung bleibt auch nach einer Oberflächenbehandlung z.B. Strahlen, Grundieren etc. lesbar, wenn die Tiefe groß genug gewählt wurde. - Oberflächenschonende Verfahren: Tintenstrahl, Markierstift, Barcode-Aufkleber schonen die Oberfläche des Materials, sind aber hingegen problematisch, wenn es um die Haltbarkeit geht. Nachfolgende Prozesse, Sandstrahlen, Lackieren etc. entfernen die Markierung oder lassen sie unleserlich werden. Je nach Verfahren unter Umständen wenig komfortabel. Wird hingegen der Tintenstrahl auf einer Portal-Schneidanlage eingesetzt und eignet er sich für die rauhe Umgebung (Eintrocknen der Düsen, Verstopfung, Temperaturen, Staub etc.) dann erhalten wir ebenfalls ein sehr schnelles Verfahren. Doch es bleibt abhängig von der Oberfläche, auf staubigen, feuchten, öligen, rostigen Untergründen leidet die Lesbarkeit und die Haltbarkeit, teilweise ist die Funktion dann sogar gestört.
Nachteile: Bei Tintenstrahlsystemen ist ein Mindestmass an Wartung erforderlich. - Pulvermarkieren: Ist ein sehr altes bekanntes Verfahren auf Basis eines Autogenbrenners, bei dem ein Markierpulver in den Brennstrahl eingebracht wird.
Vorteil: Keine kerbende Oberflächenbeschädigung wie bei einer Gravur. Preiswertes Verfahren.
Nachteil: Langsames Verfahren, eignet sich eher bei geringem Markieraufwand. Keine filigrane Darstellung möglich, Buchstaben und Zahlen sind meist sehr grob und groß dargestellt. Das Pulver ist luftfeuchtempfindlich und kann verkleben. Daher ist ein höherer Wartungsaufwand erforderlich. Das Pulver ist nicht bleibend, je nach Oberflächenzustand und Weiterverarbeitung kann es unleserlich werden. - Druckkluft-Nadelsystem, Nadelmarkierer, Stempel sind moderne und schnelle Markier-Werkzeuge, die ihre Lesbarkeit durch eine Oberflächengravur erzeugen, deren Eindringtiefe kann sehr feinfühlig über die Zeit, Frequenz und den Luftdruck justiert werden.
Je nach System erfolgt eine schnelle Bearbeitung, da die Portalmaschine nur eine bestimmte Koordinate anfährt und das Markiergerät die feinmotorische Schrift durch ein eigenes Positioniersystem erledigt. Damit ergibt sich eine für die Maschine sehr schonende und schnelle Markiermöglichkeit.
Nachteil: Je nach Kerbtiefe ebenfalls problematisch, wenn die Nutzung der Teile eine Kerbung nicht zulässt. Lauter als die anderen Verfahren.
Vorteil: Für die Schneidanlage ein schonendes Verfahren. Sehr schnelles Verfahren, wenn das Markiergerät selber die Zeichen setzt. Eine sehr robuste und wartungsarme Methode, bei der auch viel Text in kurzer Zeit geschrieben werden kann.



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