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Grenzen und Möglichkeiten beim Plasmaschneiden
Die Komplexität und Toleranz der Kontur sowie die weitere Verarbeitung des auszuschneidenden Materials entscheiden darüber, ob der Feinstrahl- oder Normalplasmaschnitt, der Wasserstrahl- oder der Laserzuschnitt die optimale Lösung für das Schneidproblem darstellen. Erst die Einbeziehung der Komplexität der zu schneidenden Kontur gibt Aufschluss über die technischen Anforderungen des Schneidsystems.
Prinzipiell kann aber angenommen werden, dass Teile, die anschließend eingeschweißt oder in der weiteren Verarbeitung gefräst, gedreht oder gekantet werden oder sonstigen mechanischen Bearbeitungsschritten unterzogen werden, preiswert mit Plasma geschnitten werden können (Vorausgesetzt das Dickenspektrum passt!).
Unlegierter Stahl lässt sich hervorragend mit Feinstrahlplasma/HyDefinition-Plasma schneiden, wenn die Konturen und Genauigkeitserfordernisse nicht zu hoch sind.
Bei Edelstahl bildet sich eine Zunderschicht auf der Schnittkante, die nicht nur bei Sichtkanten störend wirkt, sondern auch zum Verschweißen ungeeignet ist und daher abgeschliffen werden muss. Durch Verwendung von bestimmten Plasmabrennern beim Edelstahlzuschnitt, die mit Argon/Wasserstoff oder Formiergas betrieben werden können, kann diese Eigenart jedoch erheblich reduziert bis vermieden werden.
Aluminium läßt sich mit einigen Plasmatypen bis zu einer Dicke von 40mm, laut Herstellerangaben neuster Brenner sogar bis 60mm, schneiden. Die Schnittkantenoberfläche ist leicht porös, aber überwiegend senkrecht und sauber und besitzt nur wenig bis keinen Grat.
Enge Konturen oder enge Schnittspalte oder kleine Löcher oder exakt einzuhaltende Toleranzen von weniger als zwei Zehntel stellen für Plasma in der Regel ein Problem dar.
- Auswahl Feinstrahl oder Normalplasma, abhängig von:
- Geometrie,
- Größe und Komplexität
- Toleranz der Kontur
- weitere Verarbeitung des Teils: nachher eingeschweißt oder in der weiteren Verarbeitung zu kanten sind oder sonstigen mechanischen Bearbeitungsschritten unterzogen werden, gut und preiswert mit Plasma geschnitten werden können (Vorausgesetzt das Dickenspektrum passt!).
- Unlegierter Stahl lässt sich hervorragend mit Feinstrahlplasma/HyDefinition-Plasma schneiden.
- Edelstahl.
- Aluminium
- kleine Bohrungen = Problem, wobei durch neue Verfahren moderne Plasmabrenner durchaus ganz ansehnliche Löcher herstellen können
- Der kleinste Lochdurchmesser gleich min. 1½ der Tafeldicke, d.h in 5mm Blech sollte das kleinste Loch 8 mm. AB 10mm gilt Faktor 1¼, ab 20mm gilt Faktor 1 = Brennertypabhängig
- Innenecken und Radien = Problem
- Einbrandnase negativ
- Normalplasma besitzt Schlackereste, weniger bei Feinplasma
- Schnittergebnisse und Einstellparameter abhängig von örtlichen Gegebenheiten und Materialzusammensetzung und Maschine und Bediener
- Gratbildung abhängig von Material-Temperatur
- Oberflächenbeschichtungen,
- schlechte Masse,
- falsch eingestellte Schnittparameter beeinflussen Einstichzahlen




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