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Lackierung, Pulverbeschichten und Verschweissen
Bei Normalstahl haben Anwender folgende Erfahrungen gemacht:
Nasslackierungen von Plasma geschnittenen Teilen sind möglich, wenn die Teile und ihre Schnittkanten vorher ordentlich gereinigt wurden.
Anders beim Pulverbeschichten!
Wurde der Stahl mit Sauerstoff geschnitten (was bei Hochleistungsplasmen die Regel ist!) dann sorgt der Zunder auf der Schnittkante dafür, dass sich die Teile nicht gut beschichten lassen. Der Lack bricht an diesen Stellen ab, bzw. wird rissig oder haftet gar nicht.
Um dies zu vermeiden, müssen alle Kanten nachträglich geschliffen werden - was aber aus Kostengründen in der Regel nicht durchführbar ist bzw. problematisch sein kann.
Abhilfe durch einen Trick:
Manche Plasmaanlagen erlauben auch den Einsatz von Druckluft anstelle von Sauerstoff. (vorher Hersteller fragen bzw. Handbuch lesen!) Sie schneiden die Teile, die gepulvert werden sollen, nicht mit Sauerstoff, sondern mit Druckluft. Die Schnittparameter sind entsprechend anzupassen, in der Regel ist der Schnitt ein wenig langsamer. Doch mit Druckluft geschnittene Teile lassen sich Pulverbeschichten. (Achtung bei Gasartenwechsel Hersteller befragen, wegen Schlauchtauglichkeit und Explosionsgefahr!)
Doch jedes Gute hat auch eine schlechte Seite - die Teile, die nachher perfekt verschweißt werden müssen, d.h. porenfrei, die müssen mit Sauerstoff geschnitten werden. Bei Druckluftgeschnittenen Teilen ist die Schweißnaht röntgentechnisch nicht in Ordnung, es kommt zu Porenbildung!
So muss also von Teil zu Teil abgewogen werden, was möglich und sinnvoll ist - der Kunde, bzw. der Anwendungsfall entscheiden.




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