Beim Schneiden mit Plasma- oder Laserschneidanlagen fällt feiner Staub an, der hohe Anforderungen an eine geeignete Filteranlage stellt. Untersuchungen der Filterhersteller (Herding und andere) ergaben, dass 99% des erfassten Staubes eine sehr feine Körnung besitzt, die kleiner als 1 µm ist.
Die Konsistenz des Filterstaubes ist für gewöhnliche Filtermaterialien nur schwer handhabbar. Normale Schweissrauchfilter mit gewöhnlichem Gewebefiltermaterial sind bereits nach wenigen Minuten irreparabel zugesetzt - eine Abreinigung des Filters ist somit nicht mehr möglich.
Schneiden wir das Filtermaterial auf, so stellen wir fest, dass er voller Metallkörnchen ist, die sich mit dem Gewebe verklebt/verbunden haben und somit nicht abgereinigt werden können.
Will man Plasma- oder Laser-Stäube erfassen, so bedarf es eines anderen Filtersystems - man spricht von einer Oberflächenfilterung. Bei dieser wird das Gewebematerial beschichtet, z.B. mit Teflon oder Talkum (Steatit, Magnesiumsilikathydrat, in pulverisierter Form Talkum; nicht zu verwechseln mit Talg) ist ein sehr häufig vorkommendes Schichtsilikat mit der chemischen Zusammensetzung Mg3[Si4O10(OH)2], so dass der Feinstaub nicht mehr in das Filtermaterial eindringen kann. Es baut sich ein Staubkuchen auf der Oberfläche des Filtermediums auf. Ist die Staubkuchenmenge stark genug angewachsen, so lässt sie sich mit einem Druckluftstoss abreinigen - dies erfolgt automatisch, im zyklischen Rhythmus von der Filtersterung. Das abgesprengte Material fällt in den Staubsammelbehälter und kann entsorgt werden.
Derartige Filter müssen aufgrund der Beschichtung mit hohen Differenzdrücken arbeiten. Dies erfordert eine starke Leistungsaufnahme der Motoren. Man kann es bereits erahnen - ein derartiges Filtersystem kostet mehr in der Anschaffung und erzeugt höhere Betriebskosten.
Doch nur so ist ein sicherer Betrieb möglich. Ein solches Filtersystem arbeitet zuverlässig, wenn es auf das Plasma- und Tischsystem der Schneidanlage richtig zugeschnitten und großzügig ausgelegt wurde.
Beim Plasmabrennschneiden werden Gase mit 8 bis 11 Bar in den Tisch eingeblassen. Die aufgewirbelte Luftmenge benötigt eine Erfassungsgeschwindigkeit des Absaugluftstromes von mehr als 1m/sek.
Staub, der < 1 µm ist besitzt leider auch die unangenehme Eigenschaft, dass er sich in der menschlichen Lunge absetzt und dort aufgrund seiner Feinheit nicht mehr vom Lungenreinigungssystem, den Flimmerhaaren etc. abgereinigt werden kann. Daher ist eine geeignete und gewartete Filteranlage beim Betrieb einer Schneidanlage Pflicht.
ermitteln Sie schnell und kostenlos die Schnittkosten in Abhängigkeit verschiedener Schneidprozesse mit dem HIFAS® Schnittkostenkalkulator. mehr ...