Kolkungen im Bereich der Schnittfuge

06.04.2015 13:39 #1
bornekiste
4 Beiträge

Wir verarbeiten in großem Maße autogen gebrannte Werkstücke im Dickenbereich von 10mm bis 80mm (vorrangig S355J2 sowie S690QL). Im Rahmen der Wareneingangsprüfungen stellen wir wiederholt unterschiedlich starke Auskolkungen fest, die wir und auch unsere Kunden nicht akzeptieren. Solange sich diese im Bereich der nachgelagerten mech. Bearbeitung liegen ist das kein Problem. Aber oftmals liegen diese auch in starke belasteten Zonen. Die dafür gültige Norm ISO 9013 geht auf diese Mängel gar nicht ein. Meine Frage dazu lautet:
Muss ich diese Kolkungen in einer separaten QSV beschreiben und gewisse Grenzen festlegen. Und sind die Kolkungen von der Blechstärke abhängig?
Ist es überhaupt realistisch von dem Lieferanten Brennteile frei von Kolkungen zu erwarten?
Ich würde mich sehr über jeden sachdienlichen Hinweis freuen.

15.04.2015 14:31 #2
Gerhard Hoffmann - Schneidforum
Dipl.-Ing.
Aus Solingen
81 Beiträge

Hallo Herr Bornemann,

sind Sie sicher, dass es Auskolkungen sind? Wir haben in dickeren Blechen schön öfters Lunker vorgefunden, für die der Brenner dann nichts kann.
Schön wäre es, wenn Sie ein Foto davon hätten und einstellen könnten.

Viele Grüße,
Gerhard Hoffmann

17.04.2015 14:50 #3
shopf
Aus Rinteln
1 Beiträge

Hallo Herr Bornemann,
haben Sie die Kolkungen über alle Güten und Blechstärken hinweg oder gilt das nur verstärkt für bestimmte Güten und Blechstärken.

wie Herr Hoffmann bereits geschrieben hat, ein Foto ist hier hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Hopf

28.04.2015 13:05 #4
bornekiste
4 Beiträge

Sehr geehrte Herren,

prinzipiell haben wir diese Auskolkungen ab einer Blechstärke von ca 40mm. Wobei ich keinen Unterschied zwischen S355J2 oder S690QL erkennen kann. Genauer betrachtet treten diese Fehler bei innen ausgebrannten Flächen auf. Aussen treten diese zwar auch auf aber deutlich geringer. Leider st es mir nicht gelungen die gewünschten Bilder anzuhängen. Weder als JPEG noch als GIMP oder umgewandeltes pdf. Wobei sie Dateigröße deutlich unter 195KB liegt. Vielleicht haben Sie ja noch eine Idee was ich falsch mache????
Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar

28.04.2015 13:25 #5
bornekiste
4 Beiträge

Ich strafe ich mich selbst Lügen. In der Vorschau waren keine Bilder zu erkennen. Insofern war ich ein wenig überrascht , dass das Bild doch sichtbar ist. Jetzt nutze ich natürlich die Gelegneheit noch mehr Beispiele zu zeigen.

28.04.2015 20:57 #6
Gerhard Hoffmann - Schneidforum
Dipl.-Ing.
Aus Solingen
81 Beiträge

Herr Bornemann, das Bild ist hilfreich. Man sieht oben eine leichte Schräge im Schnittverlauf, das sieht danach aus, dass wir uns im Bereich des An-/ Abstichs befinden. Damit hätten Sie die Chance gezielt in einem bestimmten Bereich zu optimieren. Probieren Sie beim Beenden des Schnitts mal einen anderen Abstich aus, dann sollte dies bereits Auswirkungen haben (schlechter oder besser möglich). Wenn das so wäre, dann wissen Sie danach auch, wo eine mögliche Optimierung liegen könnte. Haben Sie noch andere Bilder?

29.04.2015 08:02 #7
bornekiste
4 Beiträge

Hallo Herr Hoffmann vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise. Leider hilft mir das nur bedingt weiter! Wir beziehen diese Teile von diversen Lieferanten. Und diese Art der Fehler werden weder ´von uns noch von unseren Kunden akzeptiert. Und insofern stellt sich für mich die Kardinalsfrage, ob derartige Fehler unvermeidbar bzw. akzeptabel sind. Und jetzt komme ich nocheinmal auf die Norm 9013. In dieser wird leider nicht explizt auf diese Fehler eingegangen. Ich möchte Kriterien festlegen, in welchem Maße diese "kolkungen" als Qualitätsmerkmal in einer zusätzlichen Vereinbarung mit unseren Liefernaten in Anzahl und Größe fest definiert werden. Damit geb ich unserer Wareneingangskontrolle Annahmekriterien vor.

29.04.2015 08:59 #8
Gerhard Hoffmann - Schneidforum
Dipl.-Ing.
Aus Solingen
81 Beiträge

Hallo Herr Bornemann, im zweiten Bild sehen wir eine andere Ursache. Die beiden Fehler sind nicht identisch. In der Tat, wenn Sie die Teile dazukaufen, können Sie natürlich nicht mit den An-Abstichfahnen experimentieren. Beim Fehler im zweiten Bild müssen wir auf Meinungen anderer Experten abwarten. Die 9013 definiert weder Ein-Abstichfehler, noch derartige Auskolkungen. Im Gegenteil, sie gibt sogar Abstände vor, bei denen die Messstellen zu wählen sind, und diese liegen nicht in den kritischen Bereichen, also nicht am Start, nicht in den Ecken.

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