Neue Studie enthüllt Industrie 4.0 Führungskräftemangel

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Mit dem Einzug von Industrie 4.0 verändern sich nicht nur die Arbeits- und Produktionsbedingungen, sondern auch die Anforderungen an Führungskräfte. Beinahe drei Viertel der deutschen Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Rolle von Führungskräften im Zeitalter von Industrie 4.0 wichtiger denn je sein wird. Das jedenfalls scheint eine Studie zu belegen, die von der Unternehmensberatung Staufen AG im Herbst 2014 in Zusammenarbeit mit insgesamt 140 deutschen Industrieunternehmen durchgeführt wurde, wobei die meisten der befragten Unternehmen der Maschinen- und Anlagenbau, der Elektro- sowie der Automobilindustrie zugeordnet werden müssen. „Eine neue Technologie allein kann nicht führen. Auch Industrie 4.0 ist letztendlich ein Werkzeug, das erst durch kommunikationsstarke Führungskräfte seine volle Wirkungskraft entfaltet“, sagt Wilhelm Goschy, Vorstand der Unternehmensberatung Staufen AG. Im Klartext: Der optimale „Chef 4.0“ ist nicht nur eine kompetente, sondern auch eine sehr kommunikative Führungskraft, die keine Probleme damit hat, sich mit ihren Mitarbeitern auf einer gemeinsamen Kommunikationsebene auch über komplexe Frage- und Aufgabenstellungen auszutauschen. Dass sich dieser Idealzustand noch in weiter Ferne zu befinden scheint, ist eine der Erkenntnisse, die aus der Staufen-Studie gewonnen werden können. Sieht man sich den erstmals erhobenen „Deutschen Industrie 4.0 Index“ genauer an, dann scheint in dieser Hinsicht ein erheblicher Nachbesserungsbedarf zu bestehen. In nur einem Viertel der befragten Betriebe zeigten sich die Mitarbeiter davon überzeugt, ihre Abteilungs- und Teamleiter würden den Anforderungen an einen modernen Führungsstil entsprechen. „Viele Führungskräfte - insbesondere im Produktions- oder Entwicklungsbereich - haben es auf ihrem meist technisch geprägten Berufsweg nicht gelernt, sich bewusst um das Thema Mensch und das eigene Verhalten zu kümmern. Also hadern sie verständlicherweise mit diesen neuen Anforderungen“, so Staufen-Vorstand Goschy. Dennoch ist für ihn vor dem Hintergrund dieses Defizits eine Lösung greifbar: „Umso wichtiger ist es, dass Führungskräfte aus ihren Komfortzonen herauskommen und vor Ort in der Werkshalle präsent sind. Das passiert bisher viel zu selten.“

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