Pressemeldung Kjellberg: Unterpulver Schweißen/ Mehrdraht Schweißanlage

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Verschleißschutz durch Plasmapulverauftrag

Beim Plasmapulverauftrag(PPA)-Schweißen werden Bauteile in Abhängigkeit von der Art der Belastung durch mechanischen Verschleiß und Korrosion mit einer Hartlegierung beschichtet. Bedarf besteht zum Beispiel bei Förderschnecken und Walzen, beim Panzern von Ventilsitzen in der Automobilindustrie und im Armaturenbau. Diese Beschichtungen sind sowohl für Neuteile als auch zur Reparatur verschlissener Baugruppen einsetzbar. Die Schichtdicke kann bei einlagigem Schweißen zwischen 2 und 5 mm variieren.

Die Beanspruchung des Bauteils sowie die geforderte Schicht- und Bauteilcharakteristik bestimmen Schweißzusatzwerkstoff und Wärmeführung. Vorrangig werden für den Verschleißschutz Legierungen verarbeitet, die sich durch eine hohe Härte, eine hohe Korrosionsresistenz oder einer Kombination beider Eigenschaften auszeichnen. Bevorzugt sind dies Eisen-, Nickel- und Kobaltlegierungen. Eine weitere Erhöhung der Verschleißfestigkeit kann durch das Einbringen artfremder Hartstoffe, wie Karbide, erreicht werden.

Die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Plasmapulvern aus diesen Legierungen eröffnet dem PPA-Schweißen ein weites Anwendungsfeld. Der Grundwerkstoff wird bei diesem Verfahren im Gegensatz zu alternativen Technologien lediglich angeschmolzen, wobei die Aufmischung zwischen der Verschleißschutzlegierung und dem Substratwerkstoff gering bleibt. Damit werden konstante Eigenschaften der Auftragung und damit ihre lang anhaltende Wirksamkeit gesichert.


Die Vorteile in Kürze:

  • hohe Härte und Korrosionsresistenz, damit Erhöhung der Standzeit der beschichteten Werkstücke
  • sehr glatte Oberfläche
  • präzise Dicke des Auftrags, kaum Nacharbeit erforderlich
  • geringer Wärmeeintrag in den Grundwerkstoff, geeignet auch für empfindliche Werkstoffe
  • hohe Schweißgeschwindigkeit

Pressemeldung Kjellberg: Unterpulver Schweißen/ Mehrdraht Schweißanlage



Hochleistung beim Unterpulver-Schweißen

Mehrdraht-Schweißanlage für den Bau von Schwermaschinen, Behältern und Windkraftanlagen



Eine Mehrdrahtschweißanlage für das effizientere Unterpulver-Schweißen hat Kjellberg Finsterwalde neu im Angebot. Im Unterschied zum herkömmlichen UP-Schweißen werden bei diesem Verfahren zwei oder mehr Drahtelektroden hintereinander angeordnet, bilden eine gemeinsame Kaverne und erhöhen damit das Volumen der Schmelze. Die Abschmelzleistung erhöht sich mit jeder weiteren Drahtelektrode, die Schweißgeschwindigkeit kann bis zu 120 cm/min betragen und liegt damit insgesamt wesentlich höher als beim Schweißen einzelner Lagen mit Eindraht-Technik.

Der erste Schweißdraht, versorgt von einer Gleichstromquelle GTH 1000, erzielt durch hohen Schweißstrom einen optimalen Einbrand, die nachlaufenden Drahtelektroden füllen die Fuge auf. Diese Schweißköpfe werden von jeweils einer Wechselstromquelle TTH 1000 gespeist. Es können sowohl Portale und Schweißmasten, als auch Drehvorrichtungen mit einer solchen Mehrdrahtanlage ausgerüstet werden. Je nach Schweißaufgabe wird die Ausrüstung zusammengestellt und angepasst.

Weitere Details:

  • Pulverschüttung über Druckbehälter und in Kombination mit verschiedenen pneumatischen Absaugsystemen möglich
  • Schweißnahtverfolgung visuell (Laser) oder mechanisch (taktil)
  • manuelle Feinjustierung der Schweißköpfe über motorische Linearsupporte
  • zentrale Steuerung
  • optionale Schweißdatenerfassung und Parameterarchivierung

Das Unterpulver-Schweißverfahren ist ein Hochleistungs-Verfahren mit hervorragender Schweißgüte. Aufgrund der durch eine Pulverschicht abgedeckten Kaverne werden atmosphärische Einflüsse ausgeschlossen und der unerwünschte offene Lichtbogen verhindert. Diese Fakten machen das Verfahren zu einem vollmechanisierbaren Prozess.

Pressemeldung Kjellberg: Unterpulver Schweißen/ Mehrdraht Schweißanlage

Kontakt:

Kjellberg

Kjellberg Finsterwalde

Oscar-Kjellberg-Straße 20
03238 Finsterwalde
Deutschland
Details und Anfrage

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