AMB 2014: Aussichten der Deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

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Von: VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

AMB: Vom 16. - 21. September 2014 in Stuttgart a) Produktion 2014
Mit ihren vergleichsweise kleinen Produkten erwirtschaftet die Präzisionswerkzeug-Industrie einen beträchtlichen Anteil am Umsatz im Maschinenbau. Im vergangenen Jahr produzierten die überwiegend familiengeführten deutschen Unternehmen Werkzeuge im Rekordwert von 8,7 Milliarden Euro und waren damit noch vor China und Japan wieder Weltmarktführer. Zu den Präzisionswerkzeugen zählen wir die Zerspanwerkzeuge, die Spannzeuge und den Werkzeugbau. Die beiden Teilbranchen Zerspanwerkzeuge und Spannzeuge, die auf der AMB ausstellen sind für knapp die Hälfte der Gesamtproduktion verantwortlich. b) Aktuelle Situation
Die VDMA-Prognose für das laufende Jahr haben wir im Januar veröffentlicht. Wir gingen davon aus, dass die Branche das Jahr 2014 mit einem Produktionsplus von vier Prozent abschließen wird. Wir sind weiterhin optimistisch, dieses Ziel zu erreichen. Allerdings ist das erste Halbjahr anders verlaufen, als wir uns dies vorgestellt hatten. Während sich die Nachfrage aus dem Maschinenbau schwächer entwickelte, als gedacht, ist die Automobilindustrie schon seit Jahresbeginn mit hohem Tempo unterwegs. Im ersten Quartal konnten die Präzisionswerkzeughersteller ein gutes Umsatzwachstum verzeichnen. Allerdings schwächte sich die Wachstumsdynamik im Verlauf des zweiten Quartals etwas ab. Insgesamt lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2014 um fünf Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und der Auftragseingang noch darüber. c) Wichtige Märkte
Im Inland konnte der Maschinenbau zur Jahresmitte nur das Vorjahresniveau halten, die Automobilindustrie produzierte dagegen im ersten Halbjahr 2014 sechs Prozent mehr Fahrzeuge als im entsprechenden Vorjahreszeitraum und bescherte der Werkzeugindustrie eine erfreulich gestiegene Inlandsnachfrage. Auch die USA bereiten auf breiter Front Freude. Sowohl eine starke Produktionstätigkeit als auch Neuinvestitionen unserer Kunden sorgen für eine erfreuliche Werkzeugnachfrage. Da mit der AMB in Deutschland und der IMTS in den USA zwei bedeutende Branchenmessen vor der Tür stehen, erwarten wir auch für das zweite Halbjahr weitere positive Impulse für die beiden größten Märkte. Der nächstgrößte Auslandsmarkt China hielt sich im ersten Halbjahr zwar mit größeren Investitionen zurück, aber die entsprechende Industrieproduktion und damit die Nachfrage, insbesondere nach Zerspanwerkzeugen, war ungebrochen groß. In Europa ist die Lage recht heterogen. Während Spanien und Großbritannien signifikante Wachstumsbeiträge liefern, bereitet der Blick auf die Nachbarn Österreich und Frankreich Sorge. Leider ist hier auch keine kurzfristige Besserung zu erwarten. Im Osten blicken wir sorgenvoll auf die Entwicklung der verschiedenen Krisenherde, insbesondere in der Ukraine. Auch wenn Russland und die Ukraine direkt nur einen kleinen Teil der deutschen Werkzeugexporte aufnehmen, so könnte eine weitere Eskalation doch destabilisierend auf die globale Wirtschaft wirken. (Quelle der folgenden Charts: VDMA, Markus Heseding, Pressekonferenz AMB 2014)

AMB 2014: Aussichten der Deutschen Werkzeugmaschinenindustrie
AMB 2014: Aussichten der Deutschen Werkzeugmaschinenindustrie
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Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

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