Berliner Stahldialog diskutierte industriepolitische Perspektive für Europa

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Von: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Bundesumweltministerin Svenja Schulz
Bundesumweltministerin Svenja Schulz / Foto: Wirtschaftsvereinigung Stahl / Dirk Heckmann

Wenige Tage vor der richtungsweisenden Europawahlen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik im Rahmen des Berliner Stahldialogs am Mittwoch, den 15. Mai 2019, über die Chancen und Herausforderungen der Stahlindustrie in Deutschland und Europa. Vor rund 250 Gästen betonte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, die Notwendigkeit einer industriepolitischen Perspektive für die EU: „Die Stahlindustrie kann die enormen Herausforderungen, wie den zunehmenden Protektionismus weltweit und die Transformation in eine CO2-arme Wirtschaft, nur in einem starken Europa bewältigen. Dazu braucht es die Begleitung durch eine kluge Wirtschafts- und Industriepolitik.“

Das Veranstaltungsmotto „Perspektiven einer strategischen Industriepolitik“ griff Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, in seiner Rede auf und verwies auf die Bedeutung der Stahlindustrie in Deutschland für die Wirtschaft: „Stahl ist längst ein High-Tech-Produkt und als Werkstoff Grundlage vieler klimafreundlicher Produkte. Stahl war, ist und bleibt damit ein Fundament unserer Industrie.“

Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, stellte in ihrem Vortrag die Verantwortung aller Sektoren für mehr Klimaschutz in den Mittelpunkt, hob jedoch auch die Bemühungen der Stahlindustrie hervor: „Die Stahlindustrie in Deutschland hat bereits einen großen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Für das Ziel einer klimaneutralen Stahlproduktion braucht es innovative Verfahren. Um dies zu unterstützen, wird derzeit im Bundesumweltministerium ein Förderprogramm zur Dekarbonisierung der Industrie erarbeitet.“

Im Rahmen der Veranstaltung unterstrich Verbandspräsident Kerkhoff zudem die Bedeutung einer starken Wirtschaft für den Zusammenhalt in der EU: „Es geht um Wohlstand, Arbeitsplätze – und es geht um Innovationen und nachhaltige Produkte für die Menschen in Europa. Ohne wirtschaftliche Erfolge in der EU werden wir weder den Zusammenhalt der Gemeinschaft sichern können, noch weitere Erfolge beim Klimaschutz erzielen.“

Im Rahmen des Berliner Stahldialogs der Wirtschaftsvereinigung Stahl treffen einmal im Jahr Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen, um über aktuelle Branchenthemen zu diskutieren. Nach Reden von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesumweltministerin Svenja Schulze waren in diesem Jahr Elmar Brok (MdEP, CDU), Tim Hartmann (Vorsitzender der Vorstände der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG), Jo Leinen (MdEP, SPD), Frank Schulz (Vorsitzender der Geschäftsführung, ArcelorMittal Germany Holding) und Michael Theurer (MdB, FDP) auf dem Podium zu Gast.



Die Wirtschaftsvereinigung Stahl ist der Zusammenschluss der Unternehmen der Stahlindustrie. Zur Stahlindustrie in Deutschland gehören etwa 70 Unternehmen und rund 90.000 Mitarbeiter.
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