Dank fünfzigjähriger Erfahrung mit Schwung ins digitale Zeitalter

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Vom 15. bis 19. Mai lud der Richt- und Entgratexperte ARKU zu den Infotagen Richten + Entgraten nach Baden-Baden. Die diesjährige Besonderheit war vor allem eine vernetzte Produktionslinie, die mit der Entgratmaschine EdgeBreaker® 2000 Plus, der Präzisionsrichtmaschine FlatMaster® 55 80 und dem automatischen Ebenheitskontrollsystem FlatJack® alle Prozesschritte abdeckt, die für die Materialvorbereitung wesentlich sind.
Die dreifach verkettete Produktionslinie Seit 50 Jahren wird gerichtet ARKU feiert zudem in diesem Jahr 50 Jahre Richttechnik. Im Rahmen dieses Jubiläums gewährte das Unternehmen einen Einblick in die eigene Geschichte und zeigte, wohin die Reise seit dem Verkauf der ersten Präzisionsrichtmaschine gegangen ist. Denn das ARKU Portfolio ist über die Jahre ständig gewachsen, was insbesondere dem Umstand zu verdanken ist, dass der Markt für Entgratungsanlagen branchen- und prozessbedingt größer ist als der für Richtmaschinen. Dennoch kann die Relevanz einer zuverlässigen Richtmaschine für Schneidbetriebe kaum genug betont werden. Denn wenn es um die Qualitätssicherung der Zuschnitte geht, dann stehen Schneidbetriebe unter einer Art Zugzwang. Das betrifft vor allem solche Zuschnitte, die auf automatisierten Schweißroboter-Anlagen gefügt werden. Hier lauern in Form von Ungenauigkeiten und Verwerfungen des Zuschnitts viele potentielle Fehlerquellen. Daher sei der Trend zu Richtanlagen deutlich zu verzeichnen. Mit der Produktion von Coil- und Bandanlagen, die ebenfalls eine Richtmaschine in der Prozessverkettung enthalten, verfügt ARKU zudem über ein weiteres Standbein. Meilensteine der Unternehmensgeschichte Die hydraulische Präzisionsrichtmaschine FlatMaster® stellt einen Meilenstein in der langjährigen Unternehmensgeschichte dar. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung mit der Richttechnik und wurde 2006 nach Rotterdam, NL an Europe Steel BV verkauft. Ein gleichermaßen wichtiger Meilenstein folgte 2015 mit der Entgratmaschine EdgeBreaker 4000®, die sich dadurch auszeichnet, dass damit auf einer Anlage sowohl entgratet als auch verrundet werden kann.
Edgebreaker 4000 plus Für Albert Reiss, geschäftsführender Gesellschafter bei ARKU, stellt diese Fähigkeit seitdem ein unverwechselbares Charakteristikum dar: "ARKU Entgratungsanlagen entgraten beidseitig in einem Durchgang, sie können mit Verrundungseinheiten bestückt werden und sind verkettbar, das macht sie einzigartig", so Reiss. Zudem stelle das Walzenrichten das dominante Verfahren dar. Und weiter: "Die Richtmaschinen können weiter ausgerüstet werden, wenn z.B. hochfeste Werkstoffe zu verarbeiten sind. Die Zustellkraft der Walzen ist bis 2.000 Tonnen bereits realisiert worden." Vernetzte Produktion und Mixed Reality Auf den Infotagen stellte man der Öffentlichkeit eine komplett Industrie 4.0-taugliche Anlage vor. Besucher konnten dabei beobachten, wie die Werkstücke mit einem Roboter auf das Förderband gelegt wurden, die Entgratungsanlage durchliefen, als nächstes in die Richtmaschine gelangten um am Ende des Fließprozesses automatisch vermessen zu werden. Eine Prüfprotokoll besiegelte abschließend die Qualität der Verarbeitung. Nachgelagerte Arbeiten können dadurch natürlich deutlich einfacher und effizienter vorgenommen werden. Ebenfalls vorgestellt wurde das bereits eingangs erwähnte Ebenheitskontrollsystem FlatJack®, welches die Werkstücke in Echtzeit vermisst und die protokollierten Daten in der Cloud zu Verfügung stellt. Servicemonteure können auf diese Daten zurück greifen und Kalibrierungen oder Wartungsmaßnahmen bei Bedarf rechtzeitig in die Wege leiten. Auch sei es möglich die Teile zu identifizieren und mit einem Barcode oder einem Label auszustatten.
Ebenheitskontrollsystem FlatJack Weil man um die Bedeutung von Industrie 4.0 weiß, kommt bei ARKU sogar bereits Mixed Reality zum Einsatz: "Industrie 4.0 ist für unsere blechverarbeitende Industrie immens wichtig und prägt vor allem die automatisierte Produktion, aber eben nicht nur die", betont Albert Reiss. "Die Möglichkeit, mittels Holo Lens Brille im Inneren der Flatmaster 55 einen Besuch vorzunehmen, war eines der absoluten Highlights der diesjährigen Infotage und wurde von den Besuchern vielfach begeistert genutzt. Zukünftig werden sicherlich auch unsere Monteure auf diese Weise wichtige Erkenntnisse visuell aufnehmen und dokumentieren können. Den Service der Zukunft wird diese Technik nachhaltig zum Vorteil des Kunden verändern."
v.l.n.r. Herr Albert Reiss/GF Arku, Herr Ewald Hund/techn. Leitung, Herr Marcus Bartle/GF Arku

 

 

ARKU Maschinenbau GMBH

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