EuroBLECH 2014: Der Markt des Brennschneidens - Nach der Talfahrt kommt der Aufstieg

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In der heutigen Zeit entwickelt sich der Markt kontinuierlich und schnell weiter. Es ist wichtig flexibel auf diese Veränderungen und Problemstellungen zu reagieren, damit man weltweit bestehen kann. Aus diesem Grund hat IHT Automation, Produzent von Abstandsregelungen für Brennschneidmaschinen, eine Marktanalyse für den weltweiten Brennschneidmarkt durchgeführt. Um Informationen über die Marktlage zu erhalten, muss mit einer hohen Betrachtungsebene begonnen werden. Deshalb wird im folgenden ausgehend von dem Stahlmarkt über den Maschinenbaumarkt, auf den Brennschneidmarkt eingegangen. Die Trends im Brennschneiden wurden über eine weltweite Umfrage, welche telefonisch, wie auch per E-Mail durchgeführt wurde, ermittelt. Der weltweite Stahlmarkt hat die Weltwirtschaftskrise deutlich gespürt und besonders Europa erholt sich nur langsam. Gründe hierfür sind laut der Europäischen Kommission nicht nur die Überkapazitäten und eine geringe Nachfrage, sondern auch die hohen Energiekosten. Das stärkste Land bei der Rohstahlproduktion ist weiterhin China mit fast 50% der weltweiten Marktanteile, doch das Wachstum geht zurück. Während China 2013 mit einer Zuwachsrate von 7,5% im Vergleich zum Vorjahr das Tempo angab, zeigte das erste Quartal 2014 lediglich ein Wachstum um 2,4%. Für die EU und Deutschland hingegen stieg die Zuwachsrate rapide an, so dass beide stärker in diesem Jahr gewachsen sind als China. Die EU, welche 2013 eine negative Wachstumsrate von -1,8% aufwies, führt zu Beginn dieses Jahres den Markt mit einem Wachstum von 6,7% an. Deutschland, welches in der Vergangenheit stabil blieb, liegt an zweiter Stelle mit einem Wachstum von 4,3%. Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass der vorsichtige Optimismus, welcher Ende letzten Jahres herrschte, sich tatsächlich bestätigt. Es bleibt abzuwarten, ob das Jahr sich weiterhin so positiv entwickelt. Laut der Prognose der WORLD STEEL ASSOCIATION wird durch diese gegenläufigen Entwicklungen das weltweite Wachstum leicht zurück gehen, aber bis 2015 wieder steigen. Das Wachstum von China soll weiterhin zurückgehen, während die EU stabil bleiben soll. Um eine Betrachtungsebene tiefer zu gehen, wird ein Blick in den Maschinenbaumarkt benötigt. Dieser ist weiterhin durchwachsen. Während China, die USA, Deutschland, und der Großteil der EU-Länder mit einer positiven Entwicklung rechnen, stagniert der Markt in Russland, Indien und Brasilien. Gründe für diese Stagnation sind zum einen die sinkende Nachfrage, und zum anderen gerade in Brasilien die fehlende Investitionsbereitschaft. Aber auch in China werden die Geschäftsbeziehungen schwieriger und die Unternehmen tendieren zu qualitativ hochwertigeren und effizienteren Produkten, welche trotzdem günstig sein sollen. Für die Trends im Brennschneiden wurde, wie bereits erwähnt, eine Umfrage durchgeführt, bei welcher 604 Unternehmen, die neue Maschinen fertigen oder alte aufrüsten, kontaktiert wurden.Von diesen haben 92 an der Umfrage teilgenommen, was einer Ausschöpfung von 15,2% entspricht. Der Großteil der Antworten kamen aus Europa, insbesondere Deutschland, aber auch aus Russland, Indien und China konnten einige Antworten gesammelt werden. Im ersten Schritt soll auf die technischen Trends eingegangen werden. Der Großteil der gefertigten Brennschneidmaschinen sind Portalmaschinen (50%). Fasenaggregate und Roboter werden weniger gefertigt. Die verwendeten Schneidverfahren sind hierbei hauptsächlich Plasma (41%) und Autogen (35%). Laser und Wasserstrahl sind mit 13% und 11% noch wenig verbreitet, was daran liegt, dass diese Verfahren noch neu und kostspielig sind. In der Zukunft soll sich dies ändern. Bei der Umfrage haben 35% der Befragten angegeben, dass Laser an Bedeutung gewinnen wird, welches aber dicht gefolgt von Plasma mit 31% ist. Interessant ist, dass in China alle befragten Unternehmen auf Laser setzten und in den USA geschlossen auf Plasma. Der Markt ist somit bei der Frage nach dem Schneidverfahren der Zukunft gespalten. Einig hingegen war sich der Großteil (60%) das kein Schneidverfahren aus dem Markt verdrängt wird und auch das Autogenschneidverfahren weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Je nachdem was geschnitten werden soll, hat jedes Verfahren seine Vor- und Nachteile. Auch was die Regelung der Höhe betrifft ist man sich einig, dass diese unumgänglich ist. Interessant ist, dass viele Unternehmen, welche bisher die Regelungen selbst fertigten, dazu übergehen möchten ein Entwicklungsprojekt mit IHT zu starten, um sich somit stärker auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und qualitativ hochwertigere Produkte herstellen zu können. Als nächstes werden die wirtschaftlichen Gegebenheiten analysiert. Anhand der Befragung konnte eine Marktverteilung der Anbieter von Abstandsregelungen weltweit ermittelt werden. Abbildung 1 stellt diese Verteilung dar.

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Abbildung 1: Marktverteilung weltweit IHT ist weltweit einer der größten Anbieter von Abstandsregelungen mit gerade einmal 4% Differenz zu Hypertherm. Während Hypertherm in China den Markt anführt, ist IHT in Deutschland und der EU Marktführer. Der Anteil der Unternehmen, die ihre eigene Abstandsregelung herstellen ist weltweit und insbesondere in Russland recht groß. Gründe die für eine eigene Fertigung der Abstandsregelung sprechen sind zum einen die Exklusivität, insbesondere im Bezug auf Ersatzteile, aber auch der Schutz vor Know-how-Abfluss. Nachteilig hingegen ist, dass die Entwicklung eine geringere Spezialisierung auf diese Regelungen hat, da diese lediglich einen Teilbereich darstellen und somit die Qualität leidet. Die Entwicklung des weltweiten Brennschneidmarkts zeigt, dass in diesem Jahr eine Talfahrt bevorsteht, aber in naher Zukunft wieder ein Anstieg folgen wird. Dieser Verlauf wird in Abbildung 2 anhand des mengenmäßigen Marktpotenzials und Marktvolumens, welche die Anzahl der Abstandsregelungen darstellen, aufgezeigt. Mit Hilfe dieser Werte kann die Marktausschöpfung berechnet werden, mit dem Ergebnis, dass diese 77% beträgt. Der weltweite Markt für Abstandsregelungen ist hiermit bereits weit ausgeschöpft, wodurch eine Kundengewinnung, aber auch der Eintritt von neuen Wettbewerbern erschwert ist.
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Abbildung 2: Mengenmäßige Marktkennzahlen In Deutschland und China rechnet man mit einem kontinuierlichen Wachstum, w ährend in der EU und auch in Indien für dieses Jahr ein negativer Trend erwartet wird, aber innerhalb der nächsten 5 Jahre eine Erholung eintreten soll. Für Russland soll der Markt weiterhin stabil bleiben und in der Zukunft stärker werden. Die Befragten äußerten die Annahme, dass in Zukunft zwar mehr Brennschneidmaschinen gefertigt werden, aber die Anzahl der Brennköpfe zurückgehen wird. Diese Voraussage konnte ebenfalls durch die Marktkennzahlen bestätigt werden, wie Abbildung 3 verdeutlicht. Die linke Abbildung zeigt die Maschinen pro Maschinenbauer (OEM), die weiterhin zunehmen werden. In der Mitte erkennt man die Brennköpfe pro Brennschneidmaschine, wobei eine negative Entwicklung erkennbar ist und das rechte Bild zeigt die Brennköpfe pro OEM. Hierbei wird deutlich das die Anzahl der Brennköpfe in der Tat zunächst rückläufig ist, aber in der Zukunft wieder zunimmt. Demnach wird die Anzahl der Brennschneidmaschinen so stark steigen, dass die niedrige Anzahl an Brennköpfen kompensiert werden kann. Abbildung 3: Veränderung der Anzahl von Brennschneidmaschinen und Brennköpfen, siehe Titelbild Zusammenfassend kann man sagen, dass der Brennschneidmarkt zurzeit eine schwierige Phase durchschreitet und für dieses Jahr keine Besserung in Sicht ist. Doch wie der Stahlmarkt bereits unter Beweis gestellt hat, wird diese Talfahrt bald vorbei sein. Eine Besserung der Marktsituation ist in Sicht, man muss nur noch durchhalten. Autorin:
Stella Oberle studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik an der HTWG Konstanz und führte im Rahmen ihrer Bachelorthesis diese Marktananlyse für IHT Automation durch. Für weitere Informationen können Sie eine E-Mail an Stella.Oberle@googlemail.com oder info@iht-automation.com schreiben.
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