Handelskonflikt EU-USA: Für eine Entwarnung ist es zu früh

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Von: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Hoch- und höchstfeste Stähle in der Karosserie verbessern die Gebrauchseigenschaften, senken das Gewicht und erhöhen die Sicherheit. / Quelle: WV Stahl
Hoch- und höchstfeste Stähle in der Karosserie verbessern die Gebrauchseigenschaften, senken das Gewicht und erhöhen die Sicherheit. / Quelle: WV Stahl

 

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßt die Annäherung im Handelskonflikt mit den USA. Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, erklärt dazu: „Es ist eine wichtige Nachricht, dass es vorerst keine US-Zölle im Automobilbereich geben wird. Diese hätten die Stahlindustrie zusätzlich getroffen, nachdem bereits am 1. Juni Strafzölle auf EU-Stahlexporte verhängt wurden. Zudem ist es eine wichtige Botschaft, dass auch die US-Zölle gegen Stahlimporte aus der EU neu diskutiert werden sollen.“ Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh.

Im Hinblick auf die im März von den USA verhängten Strafzölle von 25 Prozent auf alle Stahlimporte fordert der Verbandspräsident eine schnelle Lösung. „Die ungerechtfertigten US-Strafzölle gegen EU-Stahlexporte müssen rasch und vollständig aufgehoben werden.“ Wichtig sei zudem, dass die Europäische Kommission weiter unbeirrt am Kurs festhält, endgültige Schutzklauselmaßnahmen (Safeguards) im Stahlbereich einzuführen, um die EU vor den bereits spürbaren Handelsumlenkungen zu schützen. „Safeguards sind unverzichtbar, solange der US-Stahlmarkt breitflächig abgeschottet ist“, so Kerkhoff.

Hoffnung mache die gemeinsame Bereitschaft von USA und EU, zusammen gegen unfairen Handel vorgehen zu wollen. Gelegenheit hierzu biete die Arbeit im Globalen Forum der G20 zu Stahlüberkapazitäten. Wettbewerbsverzerrungen auf den internationalen Stahlmärkten könnten nur gemeinsam mit den USA erfolgreich bekämpft werden.


Die Gemeinschaftsorganisationen im Stahl-Zentrum in Düsseldorf vertreten rund 99 Prozent der Rohstahlproduktion in Deutschland und auch viele europäische Stahlerzeuger. Zur Stahlindustrie in Deutschland gehören etwa 70 Unternehmen und rund 90.000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen finden Sie unter www.stahl-online.de

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Klaus Schmidtke
Sohnstraße 65
40237 Düsseldorf
Telefon: +49 (0) 2 11-67 07-116
E-Mail:
www.stahl-online.de

Wirtschaftsvereinigung Stahl

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