Lissmac: Stabiler Korrosionsschutz durch innovative Schnittkantenbearbeitung

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Der eherne Grundsatz des Malerhandwerks, nach dem die Qualität der Behandlung des Untergrunds das Maß der Lackhaftung bestimmt, gilt uneingeschränkt für den Korrosionsschutz von Stahlblechteilen. Die volle Beachtung dieser Gesetzmäßigkeit fordert von der blechverarbeitenden Industrie einen zusätzlichen Aufwand, der sich jedoch stark relativiert, wenn man die Folgen eines unsachgemäßen Korrosionsschutzes mit auf die Waage legt.

Bei der Stahlblechbearbeitung setzen viele Unternehmen auf die Vorzüge höchster Genauigkeiten und kleinster Schnittfugen durch das Laserschneiden. Bekanntermaßen entstehen beim Laserschneiden von Stahlblechen mit Sauerstoff Oxidschichten, die eine stabile Verbindung zwischen Metall und Korrosionsschutzmittel verhindern.

Das Bad Wurzacher Unternehmen Lissmac Maschinenbau GmbH bietet den Blechbearbeitern unterschiedliche Maschinen, die entsprechend der Wünsche der Anwender verschiedene Blechbearbeitungstechnologien realisieren.

Innovative Maschinen zur Schnittkantenbearbeitung

Die SBM-Stahlbearbeitungsmaschinen von Lismac gibt es in den Baugrößen M, L und XL. Die Baureihenbezeichnung gibt darüber hinaus Auskunft über die installierten Bearbeitungsaggregate. Bei der M-Baureihe sind dies je zwei Bearbeitungsaggregate oben und zwei unten. Die L-Baureihe besitzt drei und die XL-Reihe vier. Dieses Innovative Konstruktionsprinzip ermöglicht es, auf beiden Blechseiten in einem Durchgang sowohl auf den Außen- wie auf den Innenkanten beschichtungsgerechte Oberflächen zu erzeugen.

Bei den Lissmac-Blechbearbeitungsmaschinen stehen vier Werkzeugtypen zur Auswahl: B steht für die Ausstattung der Maschine mit gegenläufig arbeitenden Bürstenriemeneinheiten für die Entfernung von Oxidschichten als erste Stufe der Blechkantenbearbeitung. Mit Schleiflamellenaggregaten, die die Bezeichnung S tragen, lassen sich die Kanten verrunden. Maschinen, die mit Schleifbandaggregaten (G) ausgerüstet sind, befreien das Blech von Schneidspritzern und starken Graten an den Schneidkanten. Eine weitere Variante der M-Baureihe ist die Ausstattungsmöglichkeit mit einem Schlackenentfernungsmudul, D genannt. Entsprechend der Konfiguration der Lissmac-Maschinen mit diesen Aggregaten kann der Anwender die Intensität seiner Blechbearbeitung ganz nach seinen Wünschen realisieren. Um die Wirksamkeit der Blechbearbeitung nachzuweisen, führte das Bad Wurzacher Unternehmen unterschiedliche Belastungstests an lackierten Blechen durch.

Testdurchführung und Ergebnisse

Untersucht wurde ein pulverbeschichtetes 6 mm dickes Stahlblech nach der Aushärtung des etwa 70 µm dick aufgetragenen RAL 9010 Pulverlacks. Zu den Tests standen jeweils ein unbearbeitetes Versuchsmuster zur Verfügung,

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Unbearbeitet


ein Versuchsmuster, bei dem mit einer SBM-M B2 die Oxidschicht entfernt wurde,

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Oxidschicht entfernt


sowie ein Muster, bei dem zusätzlich zur Oxidschichtentfernung eine

Kantenverrundung mit einer SBM-M S2 erfolgte.

Lissmac:  Stabiler Korrosionsschutz durch innovative Schnittkantenbearbeitung

Die Bilder zeigen den Blick auf die Schnittkanten bei einer 50fachen Vergrößerung. Wie das erste Bild zeigt, hat sich auf dem unbearbeiteten Blech bereits gleich nach dem Aushärten, das heißt nach etwa vier Tagen, ein Riss gebildet, an dem sich mit Sicherheit Rost bilden wird. Das zweite Bild weist darauf hin, dass bereits beim Bürsten ein wenig verrundet wird. Die Lackfläche bleibt geschlossen. Eine verrundete und geschlossene Lackoberfläche an der Schnittkante entsteht nach dem zusätzlichen Verrunden mit einer SBM-M S2.
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Kanten verrundet

Pulverlackierung:

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Unbearbeitet Oxidschicht entfernt Kanten verrundet

Die so vorbereiteten Versuchsmuster wurden etwa 150 Stunden lang in einer Salzsprühanlage getestet. Erwatungsgemäß zeigt das vierte Bild, dass sich Rost entlang der ganzen Schnittkante des unbearbeiteten Blechs bildet.

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Unbearbeitet

zeigt den Rostbefall in 50facher Vergrößerung. Das fünfte Bild dokumentiert, dass die Entfernung der Oxidschicht mit der SBM-M B2 die Rostbildung stark einschränkt und sich Rost nur an wenigen Stellen entwickelt, in der Regel im Bereich unmittelbarer Krafteinwirkungen,

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Oxidschicht entfernt

bei 50facher Vergrößerung). Die Blechkanten, die nicht nur mit der SBM-M B2 bearbeitet, sondern auch noch verrundet wurden, zeigen keine Roststellen, weil dort die rissfreie, geschlossene Lackschicht fest am Blech haftet,

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bei 50facher Vergrößerung

Salzsprühtest:

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Unbearbeitet Oxidschicht entfernt Kanten verrundet

Lissmac:  Stabiler Korrosionsschutz durch innovative Schnittkantenbearbeitung

Unbearbeitet Oxidschicht entfernt Kanten verrundet


Um die Auswirkungen mechanischer Belastungen an der Schnittfläche zu testen, wurde eine Kugel mit einem Durchmesser 12 mm auf die lackierte Schnittfläche geschossen. Bei der nicht bearbeiteten Schnittfläche springt der Lack großflächig weg.


Kugelbeschuss:

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Unbearbeitet Oxidschicht entfernt

Die Schnittfläche, bei der die Oxidschicht entfernt wurde, hält den Lack so fest, dass Lackschäden nur an der Kugelaufprallfläche entstanden sind.

Stahlbleche, die mit Lissmac-Blechbearbeitungsmaschinen nachbearbeitet sind, bieten nicht nur fürs Pulverbeschichten, sondern auch fürs Lackieren und Verzinken den notwendigen Untergrund für den festen Halt der Korrosionsschutzmittel. Insbesondere beim Kantenverrunden gesellt sich zum ästhetischen Gesamtbild eine unfallfreie Handhabung, denn dort sind die scharfen Schnittkanten abgeschliffen.

Kontakt:

LISSMAC Maschinenbau GmbH
Lanzstr. 4
D-88410 Bad Wurzach
Tel.: 0 75 64 / 3 07 – 0
Fax.: 0 75 64 / 307 – 500
E-Mail: lissmac@lissmac.com
Internet: www.lissmac.com

Text + Bilder : Peter Springfeld (freier Fachjournalist, Berlin)
((bei Rückfragen Tel.-Nr.: 030-67 703 72))

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88410 Bad Wurzach
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