Schneidforum auf der EuroBlech 2022: Ein Rundgang im Überblick

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Blick in Halle 13, Messestand Messer Cutting Systems
Blick in Halle 13, Messestand Messer Cutting Systems

Für alle User, die nicht auf der EuroBLECH dabei sein konnten, haben wir für Sie die Hallen besucht und uns einige Neuheiten angesehen, die wir hier in Kurzform vorstellen. Darüber hinaus finden Sie explizit eine Reihe von weiteren Messe Neuerscheinungen in diesem Newsletter.

Beginnen wir unseren Rundgang von Halle 17 bis 14.

  • Die multifunktionale Schneidanlage „Thor“ von Tecoi (tecoi.com) fiel uns dabei ins Auge. Die stabile Portalbauweise dieser multifunktionalen Schneidanlage verfügt über eine Vielzahl an Werkzeugen. An der Vorderseite stehen ein oder mehr Plasmabrenner zur Verfügung oder, wie in diesem Fall, eine Plasma- und Autogenkombination. Das Portal besteht aus zwei besonders stabilen Brücken, an deren Rückseite weitere Schneidbrenner adaptiert werden können. Zwischen den beiden Brückenteilen werkelt eine CNC-Spindeleinheit die bis 40 mm Durchmesser Löcher bohren kann und über einen vor Spänen geschützten Werkzeugwechseler verfügt. Bauteile können nicht nur ausgeschnitten sondern auch gewindet, markiert und gefräst werden.
© Rechte: Schneidforum Consulting: Tecoi Anlage von der Seite mit Plasma- und Brennschneidkopf
© Rechte: Schneidforum Consulting: Tecoi Anlage von der Seite mit Plasma- und Brennschneidkopf
  • Eine weitere Neuheit stellte Tecoi mit der neuen Laserschneidanlage vor, die über eine Trumpf Laserstrahlquelle verfügt und mit zwei Laserschneidköpfen sowie mit zwei Portalbrücken ausgestattet ist, wobei jede Portalbrücke autark arbeitet und angesteuert wird. Darüber hinaus hat Tecoi auch die Laserbrücke mit einer Drehspindel mit Werkzeugwechseler bestückt. Die Anlage ist mit einem Wechseltisch ausgestattet und kann optional auch an ein Lagersystem angekoppelt werden.
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© Rechte: Schneidforum Consulting: Tecoi Laserschneidanlage von innen, Vorder- und Hintergrund jeweils eine Portalbrücke. Zwei Laserschneidköpfe auf einem Portal mit Werkzeugbohrspindel
© Rechte: Schneidforum Consulting: Tecoi Laserschneidanlage von innen, Vorder- und Hintergrund jeweils eine Portalbrücke. Zwei Laserschneidköpfe auf einem Portal mit Werkzeugbohrspindel
  • In der Halle 17 trafen wir eine Reihe von Stahlhändlern, Service Centern und Lohnschneidbetrieben an, unter anderem auch das Unternehmen Rosenberger aus Neuss. Das Familienunternehmen lebt das Motto "Feuer und Flamme für Blech und Bramme". Mit dem direkten Zugang zum Hafen in Neuss lagern bei Rosenberger im vollautomatischen Stahllager Bleche mit bis zu 40.000 t Stahl in den Dicken von 6 bis 500 mm und Brammen bis 750 mm Dicke. Stückgewichte bis 40 t sind möglich, auf Anfrage auch bis 60 t. Mit 9 Brennschneidanlagen können Zuschnitte bis 1.400 mm Dicke und bis 6.000 mm Breite geliefert werden. Zwei Plasmaschneidanlagen mit Doppelkopf und Fasenaggregat schneiden Brennbreiten bis 4.200 mm und Brennlängen bis 39.000 mm Materialdicken bis 30 mm. Auch über eine Laserschneidanlage und Fasenroboter, Strahlanlage und Richtpresse verfügt das Unternehmen. In der Anarbeitung kann Rosenberger fertige Zuschnitte gebohrt, gewindet, mit Fasen, gefräst, gerichtet, gestrahlt, lackiert, markiert und gestempelt liefern.

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  • In der Halle 16 stießen wir auf das Unternehmen EAGLE, das mit ihrem 30kW-Faserlaser in neue Speed- und Dicken-Dimensionen für das Laserschneiden eintaucht. Mit dem 30kW Lasersystem kann Eagle bereits auf einige Installationen zurück blicken und in Kombination mit einem Wechseltisch, der für einen Zyklus eine Wechselzeit von weniger als 10 Sekunden benötigt, nun auch interessante Betriebskosten vorweisen. Dabei erstreckt sich der Schneidbereich bis zu einer Materialdicke von 50 mm Baustahl. Wir werden am Deutschen Schneidkongress 2023 Gelegenheit haben, mehr über die wirtschaftliche Seite dieser Art von Hochleistungsgeschwindigkeitslaser zu diskutieren. Der schnelle Wechseltisch war auch mit einem Laserbeschickungssystem kombiniert, das für einen noch schnelleren Betrieb und höheren Durchsatz sorgt.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Eagle Wechseltisch für die 30kW Laserschneidanlage
© Rechte: Schneidforum Consulting: Eagle Wechseltisch für die 30kW Laserschneidanlage
  • In Halle 14 begegneten uns einige Entgratungsanlagen-Aussteller. Lissmac konzentriert sich auf die Präsentation der SBM- und der SMD 3-Baureihe. Beide Anlagen-Typen können für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen individuell angepasst werden. Grundsätzlich haben Anwender mit Blick auf ihre Auftragsbearbeitung die Möglichkeit, sich zwischen zwei Maschinenkonzepten zu entscheiden: die beidseitige Bearbeitung in einem Arbeitsgang und die einseitige Bearbeitung – einseitig trocken oder einseitig nass.

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  • Ebenso trafen wir in der gleichen Halle den österreichischen Wasserstrahlexperten Perndorfer Maschinenbau an. Dieser präsentierte eine neue leistungsfähige direktangetriebene Hochdruckpumpe für das Wasserstrahlschneiden, die mit 4.500 bar und einer Durchflußmenge von bis zu 6 l/min eine besonders hohe Schneidleistung besitzt. Dabei zeichnet sich die Pumpe durch eine geringe Lautstärke von nur 75 dBA aus. Der Wirkungsgrad der Pumpe soll bei 98% liegen. Ausgestellt wurde eine Wasserstrahlschneidanlage mit 3D-Kopf.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Perndorfer Maschinenbau zeigt eine Wasserstrahlschneidanlage mit 3D-Kopf
© Rechte: Schneidforum Consulting: Perndorfer Maschinenbau zeigt eine Wasserstrahlschneidanlage mit 3D-Kopf


Und weiter geht es in der Halle 11:

  • ARKU Maschinenbau präsentierte unter anderem die Entgratungsanlage EdgeBreaker® 6000 sowie die Teilerichtmaschine FlatMaster®55 live. Die EdgeBreaker® 6000 Entgratmaschine entgratet und verrundet bis zu 2,0 mm Radius kleine oder große Blechteile und liefert obendrein noch ein Oberflächenfinish für Stanz- und Laserteile bis zu einer Blechdicke von 1,0 - 25 mm und einer max. Durchlassbreite bis zu 1300 mm. Die neuen Anlagen sind für Industrie 4.0-Anwendungen konzipiert.

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  • Alma stellte Almaquote vor, eine Kalkulationssoftware mit einer intuitiven grafischen Benutzeroberfläche, welche die Erstellung von einfachen und komplexen Angeboten erlaubt. Die Software richtet sich an Lohnschneider, die schnell auf Preisanfragen reagieren müssen.
    Die Nutzung einer Softwareanwendung im SaaS-Modus (Software as a Service) liegt generell im Trend. So präsentierte Alma sein „Saas“-Angebot, das den Herstellern ermöglicht, ihre Schneidmaschinen zu programmieren und Angebote zu erstellen. Natürlich durfte das Update für die neuste Verschachtelung und CAD/CAM-Software nicht fehlen, ebenso wie die Tools für Produktionsmanagement , Verwaltung von Angebotsanfragen über das Internet (Almaquote, Webquote) und der CAM-Software für den 3D-Zuschnitt sowie für den Zuschnitt von Rohren oder Profilen. Die Offline-Programmierung von Schweißrobotern (Almacam Weld) und die Abwicklung von Blechteilen rundeten das Messe-Portfolio ab.

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  • BOSCHERT GmbH & Co. KG zeigte eine breite Palette der Blechbearbeitung. Zu sehen war unter anderem die überarbeite CNC-Stanze Compact EVO und die neueste Fiber-Laser-Generation mit verbesserter Steuerung, die sich durch eine schnelle Reaktion und mehr Dynamik auszeichnet.
    Die neue Steuerung reduziert die internen Arbeits- und Reaktionszeiten auf den Nanosekundenbereich und erlaubt somit schnellere Schalt- und Regelzeiten, welche der Dynamik der Laseranlage zu Gute kommen und eine Genauigkeit von 0,05 Millimetern und Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 15 Metern pro Minute erlauben sollen. Die Anlagen verfügen zudem über weitere Features: Dank des automatischen Nachfassens soll die Maschine auch Bleche mit einer Länge von bis zu 10.000 Millimetern zuverlässig, schnell und leise schneiden können.

    mehr Informationen: www.boschert.de


  • Lantek präsentierte neben der Weiterentwicklung der Produktfamilien seiner CAD/CAM-Softwarepakete mit mehr als 80 neuen Funktionalitäten mit vielen Verbesserungen bezüglich der Flexibilität, der Bedienbarkeit und der Prozesstransparenz; im Hinblick auf Effizienz, Automatisierung und einer höheren Prozessgeschwindigkeit, weitere Neuheiten. Lantek Bend soll anspruchsvolle Biege-Aufgaben abdecken. Sie wurde so entwickelt, dass ein Bediener, der mit einem hohen Maß an Fachwissen biegen muss, unterstützt wird. Außerdem zeigte Lantek die kommerzielle Version von Lantek iQuoting. Eine einfachere, schnellere und genauere Budgetierungslösung auf Basis der neuesten Cloud-Technologie, Datenmodellierung und Prozessautomatisierung. Mit Lantek iQuoting soll ein Verkaufsteam auch ohne technische Ausbildung in der Lage sein, Angebote in der Blechfertigung schnell zu kalkulieren.

    mehr Informationen: Lantek ...


  • Optimate konnte man am Stand von Trumpf antreffen. Das junge Tochterunternehmen präsentierte eine Konstruktionssoftware für Entwickler, die auf Basis Machine-Learning und menschlichem Know-how aufgebaut ist. Die Software kann Zeichnungen analysieren und die preiswerteste Fertigung im Hinblick auf Ressourcen vorschlagen. Sie kann aber auch Optimierungspotentiale erkennen, wenn beispieslweise Fehler in Bauteilen enthalten sind, wie ein zu kleiner Biegeradius oder zu kleine Lochdurchmesser, Ausschnitte zu nahe an der Biegezone liegen etc. - Fehler, die wenn sie erst in der Arbeitsvorbereitung oder während der Produktion auffallen, hohe Kosten verursachen können. Mit der Optimate-Software sollen derartige Potentiale offengelegt und etliche Fehler schon während der Konstruktion erkannt werden.

    mehr Informationen: www.Optimate.de

Wir betreten nun die Halle 12:

  • ConSus ANT präsentierte auf der EuroBLECH 2022 die Abrasivmittelzumischeinheit ConSus, die das kontinuierliche Wasser-Abrasiv-Suspension(WAS)-Verfahren nun auch in der bearbeitenden Industrie ermöglicht. Das WAS-Strahl Schneidverfahren für hohe Schneidleistung haben wir in einem eigenen Beitrag im Schneidwissen-Bereich erklärt und wie das WAS-Verfahren Zeit- und Energieaufwand beim Wasserstrahlschneiden sowie den CO2-Ausstoß damit senkt. Der WAS-Schneidstrahl besteht nur aus Wasser und Abrasivmittel, was für einen höheren Wirkungsgrad ohne turbulente Mischungsverhältnisse sorgt, und verlässt die Schneiddüse mit fast zweifacher Schallgeschwindigkeit.
    Darüber hinaus stellte ConSus die neue Abrasive Recycling Unit ARU zur energieeffizienten, umweltfreundlichen Wiederaufbereitung des eingesetzten Abrasivmittels beim Wasserstrahlschneiden vor. ARU ermöglicht die Aufbereitung und Wiederverwendung von mehr als 100 kg Abrasivmittel pro Stunde bei geringem Energiebedarf.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt die neue Abrasive Recycling Unit ARU von ConSus
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  • Bystronic widmete sich unter anderem der Digitalisierung und der Smart Factory. Von der Offerte bis zur Auslieferung soll die Softwarelösung „BySoft Suite“ die Blechbranche begleiten. BySoft Softwareprodukte erlauben die Digitalisierung des Shopfloors.
    Bystronic arbeitet an der Optimierung der Nachhaltigkeit seiner Produkte und entwickelte hierzu eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie. In einem Simulator konnten sich bis zu 4 Gäste auf einer Bank anschnallen und ab ging die Post. In drei Vorführbereichen erhielten die Besucher einen Einblick in nachhaltige Entwicklung – wobei der Simulator die Teilnehmer über Bergketten und durch Fabrikationshallen fliegen lies. So wurde neben guter Information auch der Spaßfaktor mit berücksichtigt.
    Die BySmart Fiber 3015 wurde mit 12 Kilowatt Laserleistung präsentiert, die darüber hinaus optional mit den Features „Parameter Wizard“ und „BeamShaper“ erhältlich ist.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt Schnittmusterproben, die mit dem Bystronic Fiberlaser geschnitten wurden
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt Schnittmusterproben, die mit dem Bystronic Fiberlaser geschnitten wurden
  • Yamazaki Mazak präsentierte auf seinem Stand eine Reihe von automatisierten Laserschneidanlagen, einen Rohrschneidlaser und Softwarelösungen für die SmartFactory. Besonders fiel uns dabei auf, das die Rauheit bei Baustahl- und Edelstahlzuschnitten optisch sehr gut aussah. Dass der Faserlaser schnell, wirtschaftlich und genau schneiden kann, ist kein Geheimnis. Generell hatte der Faserlaser eine schlechtere Rauheit an den Schnittkanten als dies beispielsweise beim Plasmaschneiden der Fall ist. Mazak hat durch Methoden der dynamischen Strahlformung den Faserlaser so weiter entwickelt, dass nun Schnittflanken mit einer geringen Rauheit auch beim Laserschneiden möglich sind. Ob die erreichte Rauheit schon so gut ist wie beim Plasmaschneiden können wir ohne genaue Überprüfung zur Zeit noch nicht sagen. Generell fiel uns auf der Messe auf, dass die Schnittqualität bei einer ganzen Reihe von Faserlasern verschiedener Hersteller optimiert wurde. Dies belegt, dass an dieser Stelle noch einiges an Entwicklungspotential vorhanden ist. Wobei jeder Hersteller da sein eigenes Konzept hat und das Rauheitsproblem mit anderen Mitteln löst, doch Hauptsache die Schnittqualität gewinnt am Ende.
    Mazak erreicht die Optimierung durch die Strahlformung, bei der in Echtzeit die Geometrie des Strahls an das Werkstück und die Erfordernisse angepasst werden. Damit sollen auch Kosteneinsparungen gegenüber dem Vormodell möglich sein. Die Modulation der Strahldurchmesser und der Strahlformung erlauben die Anpassung an eine Vielzahl von zu schneidenden Werkstoffen und Materialdicken.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt Schnittmuster, das mit dem neuen Mazak-Faserlaser geschnitten wurde
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt Schnittmuster, das mit dem neuen Mazak-Faserlaser geschnitten wurde
  • OMAX ist als Hersteller von Wasserstrahlschneidanlagen bekannt und weltweit tätig. In Deutschland ist er über die Innomax Mönchengladbach vertreten und neuerdings auch durch Maximator Jet (siehe gesonderte News) verfügbar. So verwunderte es nicht, den Cheftechnologen von Maximator Jet, Sven Anders, auf dem Stand der OMAX anzutreffen. OMAX präsentierte eine 3D-Wasserstrahlschneidanlage, die von einer direktangetriebenen Hochdruckpumpe versorgt wird. Für Schulen und den Musterbau oder für kleine Schlosserein hat OMAX ein einfaches kleines Komplettsystem entwickelt, die Kompaktanlage ProtoMAX, die dort ebenfalls gezeigt wurde.

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  • Das westfälische Unternehmen H.G. Ridder Automatisierungs-GmbH existiert seit über 40 Jahren. Mit mehr als 65 Mitarbeitern widmet sich das Familienunternehmen dem Bau von kundenspezifischen Lösungen rund um das Wasserstrahlschneiden von Abrasiv bis Reinwasser, von Metall-Anwendungen, über Lebensmittel, bis hin zur chemischen Industrie. Vorgestellt wurde eine besonders stabile Schneidanlage des Typs WARICUT, die über einen speziellen 3D-Schneidkopf verfügte und in einer speziellen Bauweise für einen Anwender produziert wurde.

    mehr Informationen zu H.G. Ridder ...


  • Q-Fin präsentierte seine Weltpremiere, die Entgratungsmaschine SER1200 Multibrush mit einer Bearbeitungsbreite von bis zu 1.200 mm.
    Diese Anlage kann entgraten, schleifen, Kanten verrunden, Oxidhaut entfernen, ein richtungsloses Finish oder ein Linien-finish erzeugen und Radien bis zu 2mm erstellen.

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  • Voortman Steel Machinery produziert schwere Anlagen für dicke Materialien und für komplexe Bearbeitung sowohl von Tafeln als auch von Rohren und Profilen. Die V301 war mit einem leistungsfähigen XPR-Plasmabrenner von Hypertherm ausgestattet sowie mit einer Bohrspindel bis 40 mm Lochdurchmesser und einem automatischen Werkzeugwechselmagazin, so dass Teile nicht nur ausgeschnitten sondern vorher gebohrt, gewindet, markiert und gefräst werden konnten. Außerdem verfügte das Modell über eine Station für die Rohrbearbeitung. Voortman präsentierte auch Software-Tools für die mannarme Fertigung und die Smartfactory. Über Digitalisierungsschnittstellen kann die Steuerung der V301 auch Fertigungsdaten und Prozessdaten visualisieren. Ebenso wurde ein neues Lagersystem und ein neuer Scanner neben weiteren Blechbearbeitungsanlagen vorgestellt.

    weitere Informationen von Voortman Steel Machinery ...
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt die V301 multifunktionale Schneidanlage mit Spindel, auto. Werkzeugwechseler, Rohrbearbeitung, Markierung und Plasmaschneidkopf
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt die V301 multifunktionale Schneidanlage mit Spindel, auto. Werkzeugwechseler, Rohrbearbeitung, Markierung und Plasmaschneidkopf

Halle 13 wartet nun auf uns:

  • Eckelmann AG zeigte eine Reihe elektronischer Module, die man in vielen Schneidmaschinen wieder findet. Die Eckelmann CNC-Steuerung erhielt ein neues Autogen-Funktionsmodul, das mit der IHT-Höhenregelung und den automatisierten Brennern kommuniziert und so den autogenen Schneidprozess unterstützt. Eine neue Hardware-Baugruppe ist in der Lage Bremsenergie, die beispielsweise beim Stoppen einer Portalachse frei wird, zu speichern und erneut beim Beschleunigen derselben frei zu geben. Der Smartfactory-Gedanke spielt auch bei der CNC eine große Rolle, die Steuerung kann Prozessdaten erfassen und visualisieren, so dass sich auch dieser Trend bei Eckelmann fortsetzt.

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  • IHT Automation stellte seine digitalisierten Autogenbrenner mit dem Brennerhersteller GCE auf dem gemeinsamen Stand vor. Die Automatisierung der Brenner verläuft dabei über Browseranwendung auch auf dem Smartphone oder Tablet. Eine Vielzahl an Parametern für das autogene Brennschneiden wird über eine Datenbank geladen und kann vom Bediener jederzeit fein nachgeregelt und als neuer Parametersatz abgespeichert werden, so dass auch weniger erfahrene Bediener vernünftige Schneidergebnisse erzielen können. Die Software überwacht auch den Flammenstatus und cancelt den Schneidprozess, wenn die Flamme erlischt. Mannlos wird der autogene Schneidprozess aber nicht, jedoch entlastet diese Überwachungselektronik den Bediener enorm.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt vier IHT Autogenbrenner auf einer Portalachse
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt vier IHT Autogenbrenner auf einer Portalachse
  • Eckert Cutting Technology präsentierte ein neues „Level des Schneidens“ – so betitelte das Unternehmen sein Messemotto. Das Ausstellungsprogramm umfasste mit Live-Schneidvorführungen die Opal Waterjet Combo – eine Plasma- Wasserstrahlkombination sowie die Onyx, die klassisch mit Plasma/Sauerstoff arbeitet. Die neue Onyx soll eine höhere Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit erhalten haben, so dass Materialstärken von 1 mm bis 300 mm geschnitten werden können. Der neue Dual Flex 3D Schneidkopf besitzt die Möglichkeit Plasma- als auch Autogenfasenschnitte bis 100 mm durchführen zu können. Der vollautomatische 3D Schneidkopf ermöglicht Schneiden und Anfasen in einem einzigen Arbeitsprozess. Zudem ist der Schneidkopf mit einem Antikollisionssensor und elektrischer und taktiler Materialfindung sowie mit einer dynamischen Höhenabastung ausgestattet.


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  • Hypertherm Europe präsentierte eine neue Robotmaster-Software für die Offline-Programmierung von Robotern sowie das neue einteilige Verschleißteilkonzept für HPRXD-Plasmabrenner. Der Einsatz ersetzt den herkömmlichen 5-teiligen Verschleißteilstapel aus Düse, Elektrode, Wirbelring, Shield und innerer Schraubkappe durch ein Verschleißteil, dessen Vorteile der Aussteller mit längerer Betriebsdauer und höherer Schnittgüte beschreibt. Darüber hinaus werden so Fehler beim Einbau der Verschleißteile reduziert und die Handhabung vereinfacht. Dieses einteilige Modul ist zur Zeit für die Stromstärken 80, 130 und 260 Ampere für das Schneiden von kohlenstoffhaltigem Stahl verfügbar. Der Brenner muss dazu ausgewechselt werden, er kann an bestehende Schlauchpakete der besagten Brenner adaptiert werden.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt die einteilige Verschleißeinheit für HPRXD-Plasmabrenner von Hypertherm
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  • Kjellberg Finsterwalde präsentierte eine Neuvorstellung – die Q 4500. Mit 450 Ampere Plasmastrom bei 100% Einschaltdauer erlaubt die neue Q 4500 das Schneiden von 0,5 bis 120 mm von Baustahl, Edelstahl und Alumnium. Bei der Materialdicke von 0,5 bis 70 mm arbeitet die Anlage im optimalen bzw. empfohlenen Schneidbereich für Baustahl. Der Edelstahl- und Alu-Bereich fallen entsprechend niedriger aus. Lochstechen in das volle Material ist maximal bis 50 mm möglich. Die Anlage kann aber auch Bauteile markieren mit einem Markierstrom von 5 bis 50 A, sie kann kerben und körnen von beschichteten Metallen. Die Inverter-Stromquelle wird digital gesteuert und besitzt einen vollelektronischen Prozessablauf. Die Anschlussleistung beträgt 105 kVA bei Drehstrom. Typisch für die Q-Baureihe ist auch die Implementierung des Q-Desk. Diese HTML-Anwendung erlaubt die Visualisierung von Maschinen-, Prozess- und Verbrauchsinformationen.

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  • Der Schneidmaschinenhersteller Sato aus Mönchengladbach präsentierte seine neue Compact Brennschneidmaschine. Diese Einstiegsmaschine in C-Profilbauweise ist eine typische Auslegeranlage mit einer besonders hohen Steifigkeit der Konstruktion. Zur Darstellung der Schwingungsarmut des Auslegers stellten die Sato-Mitarbeiter ein gefülltes Wasserglas auf den Ausleger, so dass man sich von der ruhigen und steifen Bauweise der Schneidanlage überzeugen konnte. Die Auslegerbauweise besitzt den Vorteil der hohen Zugänglichkeit zum Brennschneidtisch von bis zu drei Seiten. Die Aufstellfläche ist ebenfalls geringer als dies bei einem Portalsystem der Fall ist. Sato steht für schwere Portalanlagen, die aber dieses Mal nicht ausgestellt waren. Das Unternehmen produziert neben kleinen handlichen Systemen auch große Portalbrücken mit kundenspezifischen Baugrößen und beliefert Werften, den Stahl-, Maschinenbau und Lohnschneidbetriebe etc.

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  • Microstep präsentierte auf seinem Stand gleich insgesamt fünf Schneidanlagen aus den Bereichen Plasmaschneiden, Wasserstrahlschneiden, Brennschneiden, Laserschneiden sowie die neue Abkantpresse. Die MG-Baureihe zeichnet sich durch multifunktionale Bestückung mit Werkzeugen aus, wie dem Plasmarotator und Autogenrotator zur 3D-Bearbeitung von Blechen, Rohren, Profilen und Behälterböden. Die 3D-Laserschneidanlage MSF Pro, die neue 3D-Wasserstrahlschneidanlage WaterCut sowie die platzsparende 2D-Laserlösung MSF Compact und das Plasma-Pendant die MasterCut Compact konnten Besucher live erleben. Als weiteren Hingucker präsentierte MicroStep das Schnittmuster eines Behälterbodens mit 2.000 mm Durchmesser und unterschiedlichen Fasengeometrien, Löchern und freien Konturen, der auf der Baureihe DRM geschnitten wurde, sowie ein mit der DRM Max geschnittenes bearbeitetes Fräs- und Bohrteil.

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  • Messer Cutting enthüllte die ELEMENT 400 mit der neusten Plasma-Fasen-Technologie und die ELEMENT 400L Laserschneidanlage.
    Die ELEMENT 400 gilt als die Basis-Brennschneidmaschine bei Messer für verschiedene Anwendungen. Sie kann mit Brennern für das Brennschneiden und/oder Plasmaschneiden ausgestattet werden sowie zwei zusätzliche Markierwerkzeuge bedienen. Die neue Lasermaschine ELEMENT 400 L stellte sich mit einer hohen Dynamik und neuester Lasertechnologie vor. Sie besitzt die Fähigkeit, XXL-Bleche zu bearbeiten. Für eine hohe Produktivität soll der neue Fasenschneidkopf Bevel-U, die Laser Nozzle Control (LNC) und die einfach zu bedienende Steuerung Global Connect sorgen.
    Besonders der Smartfactory-Gedanke wurde auf dem Messer-Stand auf sechs Stationen abgebildet. Diese sechs Stationen orientierten sich an dem Abbild der Produktionsschritte. Von der Angebotserstellung über das CAD/CAM-Schachteln und der Produktionsplanung bis hin zum Material Handling, Produktionsoptimierung und der Prozessanalyse stellte Messer die vernetzte digitale Produktion vor, die dem Schneidbetrieb die Transparenz seiner Fertigung mit den erforderlichen Kennzahlen grafisch anzeigt.

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© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt den Messestand von Messer Cutting Systems mit den sechs Stationen der Produktionsschritte
© Rechte: Schneidforum Consulting: Bild zeigt den Messestand von Messer Cutting Systems mit den sechs Stationen der Produktionsschritte

Fazit:
Unsere verfügbare Zeit für das Messe-Event war zu kurz! Für den Besuch aller Hallen und aller interessanten Aussteller reichten die zwei Tage Aufenthalt nicht. Die Auswahl der hier beschriebenen Stände erfolgte exemplarisch zufällig und hat keinen Empfehlungscharakter, sondern soll einen Querschnitt der Branche darstellen und zur Übersicht und Information rund um das Thema Schneiden dienen. Da unser Rundgang immer im Norden begann, starteten wir mit Halle 17 und gelangten so am Ende bis Halle 13 im Südwesten, daraus ergibt sich die Reihenfolge der Nennungen.

Die EuroBlech hatte darüber hinaus noch mehr Ausstellerangebote zu bieten und wir trafen noch weitaus mehr Aussteller an, über die wir nicht alle schreiben können, es würde den Umfang sprengen.  

Mehr als 35.900 Besucher (ges. über 39.000) vermeldete der Veranstalter Mack-Brooks Exhibitions Ltd. 56% der Besucher kamen dabei aus dem Ausland. Ebenso kamen 62% der rund 1.300 Aussteller aus dem Ausland. Insgesamt belegten die Aussteller fast 90.000 qm Ausstellfläche. Das sind erfreuliche Zahlen nach der langen Corona-Pause.

Wenn Sie nicht dabei sein konnten oder Gespäche noch weiter vertiefen wollen, brauchen Sie nicht lange zu warten: Im April 2023 werden Sie eine Vielzahl der Aussteller und darüber hinaus auch andere Player der Branche auf der CUTTING WORLD® wieder finden. Auch können Sie dort Gespräche fortführen und sich auf dem parallel statt findenden DEUTSCHEN SCHNEIDKONGRESS® und BRENNSCHNEIDTAG® zu den Trends und elementaren Themen der Schneidbranche den neusten Informationen zuwenden.


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