Statement zum G20-Ministertreffen zu Stahl-Überkapazitäten in Paris

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Von: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Hochofen 5 Rogesa, Dillinger Hüttenwerke / Quelle: WV Stahl
Hochofen 5 Rogesa, Dillinger Hüttenwerke / Quelle: WV Stahl

 

Am 20.09.2018 sind in Paris die Wirtschaftsminister der G20-Staaten zusammengekommen, um über Fortschritte beim Abbau der internationalen Stahl-Überkapazitäten zu beraten.

Dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl:

„Die Ergebnisse des gestrigen Ministertreffens des Globalen Stahlforums der G20 sind, gemessen an dem was notwendig gewesen wäre, sicherlich enttäuschend. Marktverzerrende Subventionen sind weder identifiziert, noch Schritte zu ihrer Beseitigung erarbeitet worden. Immerhin ist es gelungen, sich auf einen gemeinsamen Bericht zu einigen und den multilateralen Ansatz zu erhalten, was vor dem Hintergrund der aktuellen handelspolitischen Konfliktlage nicht selbstverständlich ist. Klar ist aber auch: Dem Globalen Forum läuft allmählich die Zeit davon. Auf dem G20-Gipfeltreffen im November in Buenos Aires müssen die Regierungschefs nun ein starkes Signal setzen, damit im nächsten Jahr auch substantielle Fortschritte erzielt werden."

Hintergrund:
Die aktuellen Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie belaufen sich nach Schätzungen der OECD auf mehr als 500 Mio. t. Infolge erheblicher Verwerfungen auf dem globalen Stahlmarkt haben die G20-Regierungschefs im Jahr 2016 das Globale Stahlforum gegründet. Ziel ist es, konkrete Schritte zur Beseitigung der globalen Kapazitätsüberhänge auf den Weg zu bringen. Am 30. November 2017 hatten sich die Wirtschaftsminister der G20 in Berlin auf gemeinsame politische Kernprinzipien zur Lösung der Strukturkrise geeinigt. Das Treffen in Paris war das erste Ministertreffen im Globalen Stahlforum seit Übergabe der deutschen G20-Präsidentschaft an Argentinien. Im kommenden Jahr übernimmt Japan die Führung der G20.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl ist der Zusammenschluss der Unternehmen der Stahlindustrie. Zur Stahlindustrie in Deutschland gehören etwa 70 Unternehmen und rund 90.000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.stahl-online.de

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Marvin Bender
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