Agenda DEUTSCHER SCHNEIDKONGRESS® 2018

"Schneiden ist erst der Anfang"

Themenschwerpunkte

18.04.2018: Neue Mitarbeiter - Industrie 4.0 - Dünnblech

Kongressaal "Deutschland"

Fachgebiet: Schneidtechnik - Laserschneiden 
Vortrag Nr.: 18-1-1 Uhrzeit: 10:00 Uhr - 10:30 Uhr

Produktverfolgung und Produktmarkierung in Schneid- und Druckbauteilen

Dr. Patrick Herwig, iws Fraunhofer Institut, Dresden

Der DataMatrix-Code ist die aktuelle Technologie Produkte zu markieren – Magnetische Engramme sind die Technologie von Morgen, Produkte zu markieren. Sie ist ästhetischer und bietet einen höheren Schutz gegen Manipulation und Kopie. Im Rahmen der Präsentation werden Potential und Anwendungsfelder der Technologie vermittelt.

Referent: Dr.-Ing. Patrick Herwig, IWS Fraunhofer Institut, Dresden

18-1-1: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Die Entwicklung innovativer Produkte bietet gerade mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit zum Erschließen neuer Märkte. Design, Nachverfolgbarkeit und Authentizität spielen dabei eine wichtige Rolle. QR-Codes und Hologrammsticker bedienen derzeit diese bedeutenden Features. Diese stören zuweilen die Ästhetik des Produktes und täuschen durch die leichte Manipulierbarkeit eine Sicherheit bezüglich Authentizität und sicherer Nachverfolgbarkeit im gesamten Produktlebenszyklus vor. Aus dieser Tatsache heraus besteht eine Notwendigkeit an einer unsichtbaren, nicht manipulierbaren, aber dennoch einfach lesbaren Markiertechnologie. Im Vortrag wird eine Erzeugungs- sowie Detektionsmethode neuartiger Sicherheitsmerkmale vorgestellt. Die Markierung besitzt folgende Merkmale: kundenspezifische Codierung, nachträgliches Entfernen oder Manipulieren nicht möglich, kostengünstig, einfache Integration in bestehende Prozesskette. Diese Technologie ist für Markenschutz und Produktverfolgung anwendbar und für alle Verfahren die einen Laser nutzen geeignet.

Curriculum Vitae

Dr.-Ing. Patrick Herwig: Geboren: 1981
2001-2007 Studium Mechtronik TU Dresden
2007-2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik, Arbeitsgruppe High-Speed-Laserbearbeitung
2014 Leitung Arbeitsgruppe Laserschneiden am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik
2016 Promotion 

Fachgebiet: Schneidtechnik - Laser und Wasser
Vortrag Nr.: 18-1-2  Uhrzeit: 10:30 Uhr - 11:00 Uhr

Schneiden dünner Materialien und Metallfolien mit einer Kombination aus Laser und Wasserstrahl

Dipl.-Ing. Peter Schlüter, LMB Lasermaterialbearbeitungs GmbH, Iserlohn

Hinweis auf ein Verfahren, das für das Schneiden von dünnen Stoffen und Metallfolien wenig bekannt ist - die Kombination aus Laser- und Wasserstrahlschneidtechnik. Technische Umsetzung des Verfahrens mit Anwendungsschwerpunkten aus der Praxis eines Anwenders.

Referent: Dipl.-Ing. Peter Schlüter, LMB Lasermaterialbearbeitungs GmbH, Iserlohn

18-1-2: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Das Schneiden von dünnen Metallblechen 0,1 mm und Metallfolien ca. 0,03 mm mit dem Laser ist immer problematisch, da das Material in einer Aufnahme gespannt werden muss. Wenn mit Schneidgas ein Druck auf die Folie ausgeübt wird, dann beult das Material nach unten aus und die halb abgeschnittenen Teile fangen an zu flattern. Zwar kann dünnes Material auf einer Auflage auch mit einem Laser und einer Scanneroptik geschnitten werden, aber die eingebrachte Wärme erzeugt eine Welligkeit im Material und an den Schneidkanten bleiben Aufschmelzungen hängen. Bei Einsatz des Lasers mit einem Wasserstrahl kann beides ganz wesentlich reduziert werden. Der Laser wird in einen homogenen Wasserstrahl d= ca. 0,050-0,080 mm eingekoppelt und auf das Werkstück geführt. Der Wasserstrahl wird mit einem Druck zwischen 100 und 150 bar aus der Düse gedrückt. Während des Schneidens wird der Schneidbereich sofort gekühlt. Da es keine Fokossierung des Laserstrahles gibt, Durchmesser ist gleich Durchmesser Wasserstrahl, kann auch gewelltes Material ohne Höhenausgleich geschnitten werden.

Curriculum Vitae

Der Autor, Jahrgang 44, hat in München an der TU Elektrotechnik studiert und ist bereits 1983 mit dem Laser in Kontakt gekommen. Nach Jahren im Vertrieb und im Projektmanagement, zuletzt bei Trumpf, hat er in 2003 zwei kleine Firmen übernommen, die sich zum einen mit der Lohnbearbeitung und zum anderen mit dem Sondermaschinenbau in der Lasertechnik beschäftigen. Hier erfolgte ein ständiger Aufbau mit der Ausrichtung auf spezielle Anwendungen.

PAUSE: 11:00 - 11:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Schneidtechnik - Remote-Laserschneiden
Vortrag Nr.: 18-1-3 Uhrzeit: 11:30 Uhr - 12:00 Uhr

Leichter mit Licht

Robert Baumann

Innovationen im Remotelaserschneiden für Leichtbauapplikationen und Elektromobilität

Referent: M.Eng. Robert Baumann, Fraunhofer IWS, Dresden

 

18-1-3: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Der Trend der letzten Jahre, hin zum innovativen Leichtbau, ist für Industrieapplikationen ungebrochen [1, 2]. Dabei werden nicht nur neue Materialien entwickelt und kombiniert, auch innovative Fertigungstechnologien entstehen. Die Lasertechnologie bekommt hierfür mehr und mehr eine führende Rolle in neuen Bearbeitungsprozessen. Beim Trennen mittels Laserstrahlung von innovativen Leichtbaukomponenten und Batterieapplikationen setzt das Remotelaserstrahlschneiden neue Maßstäbe. Die Untersuchungen zeigten ein hohes Potential, besonders im Feinstblechbereich mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 600 m/min. Ebenfalls wurden innovative Materialien wie Batterieelektroden oder offenporige Metallschäume Schnittgeschwindigkeiten von 300 m/min erreicht. Neben der Schnittgeschwindigkeit ist die Genauigkeit mit der Komponenten erzeugt werden von hohem Interesse. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen hier, dass Fertigungstoleranzen von unter ±50 µm realisierbar sind. Gegenüber anderen Laserfertigungstechnologien besitzt das Remotelaserstrahlschneiden den Vorteil Schneidgratfrei und somit ohne mechanische Nachbearbeitung Bauteil zu generieren. Zukünftige Untersuchungen befassen sich mit der Verwendung von weiteren Laserwellenlängen, insbesondere grüner und blauer Laserstrahlung. [1] VDI (19.05.2015): Bestandsaufnahme Leichtbau in Deutschland. Kurzstudie. Berlin, VDI Zentrum Ressourceneffizienz
[2] BMWI (12.2014): Mehr aus Energie Machen – Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

 

Curriculum Vitae

Juni 2011 Abschluss an der University of applied Science, Jena (Master – Laser und Optotechnologien)

Sept 2011 – März 2012 Applikationsingenieur am Günter Köhler Institut (ifw), Jena

März 2012 – Okt 2012 Praktikum am Fraunhofer CCL, Plymouth Michigan (USA)

Dez 2012 – Dez 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IWS, Dresden

Seit Januar 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dresden

Fachgebiet: Systemtechnik
Vortrag Nr.: 18-1-4 Uhrzeit: 12:00 Uhr - 12:30 Uhr

Selbstlernende Prozessüberwachung für die Materialbearbeitung mit Laserstrahlung

Peter Abels

Machine Learning (ML) zur dezidierten Prozessüberwachung bei der Lasermaterialverarbeitung. Beispielhafte Vorstellung des Mehrwerts neuer Ansätze in der Prozessüberwachung bei der Lasermaterialbearbeitung.

Referent: Dipl.-Ing. Peter Abels, Fraunhofer ILT, Aachen

18-1-4: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Für die Prozessüberwachung in der Lasermaterialbearbeitung sind bildgebende Verfahren ein vielversprechender innovativer Ansatz. Die Auswertung von Prozessbildern, die während des Bearbeitungsprozesses aufgenommen werden, ist von zentraler Bedeutung und stellt gleichzeitig eine Herausforderung dar. Daher erfordert die eindeutige Fehlererkennung bei hoher Prozessgeschwindigkeit komplexe Auswerteverfahren, die heute nur von Experten erstellt werden können. Vorgestellt wird, wie mit Hilfe von kognitiven Verfahren, z.B. Machine Learning, die Entwicklung vereinfacht und die benötigte Zeit reduziert werden kann und sich trotzdem eine praxistaugliche Aussageschärfe ergibt. Im Einzelnen wird an zwei Beispielen der Materialbearbeitung mit Laserstrahlung aus dem Metall- und aus dem Kunststoffbereich die Implementierung und die erzielten Ergebnisse der Anwendung von kognitiven Verfahren für die Bildgebende Prozesskontrolle vorgestellt und bewertet.

 

Curriculum Vitae

Dipl.-Ing. Peter Abels ist seit 1986 nach seinem Maschinenbaustudium an der FH Aachen, Abteilung Jülich wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT. Er arbeitete anfänglich in der Laserentwicklung für hochfrequenzangeregte CO2-Laser und wechselte dann in die Materialbearbeitung als Mitbegründer der ersten Arbeitsgruppe Laserstrahlschneiden am ILT. Später wechselte er dann in den Bereich der Prozessüberwachung, um hier seit mehr als 20 Jahren seinen Schwerpunkt zu finden. Er ist seit fast 10 Jahren Leiter der heute mehr als 15-köpfigen Gruppe Prozesssensorik und Systemtechnik.

 

LUNCH: 12:30 - 14:00 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Buffet

Fachgebiet: Systemtechnik
Vortrag Nr.: 18-1-5 Uhrzeit: 14:00 Uhr - 14:30 Uhr

Laserschneiden von Aluminiumfolien – Die Schwingfestigkeit im Fokus!

Robert Kühne, Fraunhofer IWS, Dresden

Laserschneiden von dünnen Aluminiumblechen aus der Luftfahrtindustrie – der Oberflächenzustand als Einflussgröße! Eine technische Übersicht und Auswirkungen auf die Schwingfestigkeit.

Referent: Dipl.-Ing. Robert Kühne, Fraunhofer IWS, Dresden

18-1-5: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Das Laserschneiden bietet viele Vorteile, wie eine hohe Materialausnutzung, hohe Schnittgeschwindigkeiten, hohe Flexibilität und eine geringe Materialdeformation im Bereich der Schnittkante. Wenngleich die Ansprüche an die Schnittqualität aus optischer Sicht durch eine Optimierung der Schneidparameter hinreichend erfüllt werden, muss dies noch lange nicht bedeuten, dass mittels Laserschneiden prozessierte Bleche auch den geforderten mechanischen Eigenschaften genügen. Relevant wird dieser Umstand, wenn Aluminiumfolien in luftfahrttauglichen Faser-Metall-Laminaten zum Einsatz kommen sollen. An Folien der Aluminiumlegierung AA2024 wurde der Einfluss verschiedener Laserschneidverfahren und -parameter auf die Schwingfestigkeit untersucht. Als Benchmark dienen Folien mit gefräster Kante. Es zeigte sich, dass die Oberflächenvorbehandlung bzw. -beschichtung einen deutlichen Einfluss auf die Qualität der Laserschnittkante besitzt. Dies machte sich insbesondere durch ein deutliches Absinken der Schwingfestigkeit bemerkbar, wobei die quasistatische Festigkeit der Folien weitgehend unverändert blieb. Durch eine gezielte Optimierung der Prozessführung und eine systematische Prüfung konnte der Einfluss einzelner Prozessgrößen qualifiziert und die Schnittqualität des cw-gasunterstützen Laserschneidens deutlich verbessert werden.

Curriculum Vitae

Dipl.-Ing. Robert Kühne studierte Fahrzeugbau an der TU Bergakademie Freiberg mit dem Schwerpunkt Werkstoffe und deren Beanspruchungsverhalten. Von 2011 bis 2016 arbeitete er als Projektleiter bei der IABG mbH im Bereich Festigkeits- und Funktionserprobungen von Bauteilen. Seit 2016 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden tätig. In der Abteilung Werkstoffcharakterisierung und -prüfung leitet er die mechanischen Prüflabore. Die Themengebiete seiner Arbeit sind insbesondere die Schwingfestigkeit im VHCF-Bereich und die mehraxiale Belastung von geschweißten Komponenten.

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 18-1-6 Uhrzeit: 14:30 Uhr - 15:00 Uhr

Fertigungsnahe Prozessoptimierung in Schneidbetrieben

Dr. Markus Holthaus

Mit pragmatischen Methoden raus aus dem kreativen Chaos - Kostensenkung durch Optimierung der internen Abläufe durch Lean Management-Prozessoptimierung.

Referent: Dr.-Ing. Markus Holthaus, GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Niederlassung SLV Duisburg

18-1-6: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Die Herausforderungen unter erheblichen Kostendruck, Produkte in immer kürzeren Zeiträumen zu produzieren und bei gleichbleibenden hohen Qualitätsansprüchen termingerecht zu liefern, stellt gerade in Schneidbetrieben eine immer größere Aufgabe dar. Neben einer Optimierung der vorhandenen Schneidprozesse liefern vor allem strukturierte Prozesse und Standards mit zielgerichteter Kommunikation und Schnittstellendefinitionen wesentliche Beiträge zur Wertschöpfungskette und damit auch zur Lösungsfindung. Anhand von schneidtechnischen Praxisbeispielen zeigt dieser Beitrag, wie die pragmatische Anwendung von wenigen, speziell angepassten Methoden aus dem Werkzeugkasten von über 350 Methoden aus dem Bereich Six Sigma und Lean-Management unmittelbar zur Kostensenkung oder Verkürzen der Durchlaufzeiten führen können. Richtig angewendet, unterstützen die vorgestellten Methoden ebenfalls die neuen Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 und anderen Regelwerken aus der schneidtechnischen Fertigung.

Curriculum Vitae

Dr.-Ing. Markus Holthaus, Jahrgang 1965 ist Schweißfachingenieur (DVS/EWF/IIW) Schweißgüteprüfingenieur (DVS/EWF/IIW) Certified Black Belt (ASQ). Er studierte Maschinenbau an der Universität Duisburg-Essen, wo er später auch promovierte. 

Seit 1996 ist Dr. Holthaus in der GSI mbH NL SLV Duisburg in verschiedenen Leitungsstationen tätig, vom Forschungsingenieur, Fachbereichsleiter “Lasermaterialbearbeitung und Automatisierung” in der Abteilung Forschung & Entwicklung bis zum Abteilungsleiter Werkstoffe & Verfahren und aktuell als Abteilungsleiter Kernteam SixSigma-Prozessoptimierung.

Dr. Holthaus ist seit 2016 Mitglied im Vorstand des DVS Landesverbands Nordrhein sowie Mitglied in diversen Arbeitsgruppen des DVS. Er ist Lehrbeauftragter der Hochschule Niederrhein in Krefeld und in weiteren Gremien und Funktionen, wie dem
Fachausschuss 3 „Lichtbogenschweißen“, der Forschungsvereinigung des DVS, Vorsitzender Prüfungs- und Zertifizierungsausschuss, PZA Nordrhein DVS PersZert, Vorstand Technik & Wissenschaft, DVS Bezirksverband Duisburg, tätig. 

 

PAUSE: 15:00 - 15:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 18-1-7 Uhrzeit: 15:30 Uhr - 16:00 Uhr

INLUMIA Instrumentarium zur Leistungssteigerung von Unternehmen durch Industrie 4.0

Christoph Pierenkemper, Heinz Nixdorf Institut, Uni Paderborn

Vorstellung des Verbundprojekts  INLUMIA: Der vorliegende Beitrag soll einen Einblick liefern, wie mit Hilfe entwickelter Werkzeuge und Methoden die Leistungsfähigkeit der beteiligten Pilotunternehmen durch Industrie 4.0 gesteigert wird.

Referent: M.Sc. Christoph Pierenkemper, Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn

18-1-7: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Industrie 4.0 (I4.0) eröffnet für die Unternehmen in Deutschland vielfältige Möglichkeiten zur Leistungssteigerung. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gilt im Kontext I4.0 aufgrund begrenzt verfügbarer Ressourcen, nicht das grundsätzlich Mögliche von I4.0 einzuführen, sondern das für die spezifische Situation des Unternehmens Notwendige. Dies erfordert das Antizipieren zukünftiger Entwicklungen von Technologien, Märkten und Geschäftsumfeldern. Insbesondere für KMU ist es essentiell, von den I4.0-Entwicklungen rationell zu partizipieren. Es bedarf einer Unterstützung von Unternehmen ausgehend von der Bestimmung ihrer heutigen Leistungsfähigkeit im Bereich I4.0 über die Definition einer unternehmensspezifischen zukunftsrobusten Zielposition bis hin zur wirtschaftlichen Umsetzung. Unter der Maßgabe, dass es sich bei Industrie 4.0 um soziotechnische Systeme handelt, wird im Forschungsverbundprojekt INLUMIA die vorteilhafte Positionierung von Unternehmen des Maschinenbaus und verwandter Branchen im globalen Wettbewerb angestrebt. Hierzu wird ein Instrumentarium zur Leistungssteigerung von Unternehmen durch I4.0 erarbeitet. Der vorliegende Beitrag soll einen Einblick liefern, wie mit Hilfe entwickelter Werkzeuge und Methoden die Leistungsfähigkeit der beteiligten Pilotunternehmen durch Industrie 4.0 gesteigert wird. Diese Werkzeuge und Methoden lassen sich schnell und einfach auf weitere Unternehmen (z.B. die der Schneidbranche) übertragen.

Das im Projekt entwickelte Instrumentarium umfasst eine Bewertung der heutigen Leistungsfähigkeit mit Hilfe von 59 Leistungskriterien und darin definierten Leistungsstufen in den drei Dimensionen „Technik“ (mit Kriterien wie z.B. Informationsverarbeitung im Produktionssystem oder Assistenzsysteme in der Montage), „Business“ (z.B. Industrie 4.0-Strategie oder Entwicklung von I4.0-Geschäftsmodellen) und „Mensch“ (z.B. Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Ergonomie oder Mitarbeiterpartizipation). Anschließend werden unternehmensindividuelle Zielreifegrade unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen ermittelt (z.B. Erhöhung der Leistungsfähigkeit um drei Stufen binnen zehn Jahren). Mit Hilfe von Industrie 4.0-Umsetzungsmustern (bereits heute existierenden „Best Practices“) soll die Leistungssteigerung einfach und wirtschaftlich ermöglicht werden. Zusätzlich erfolgt die Qualifizierung von Mitarbeitern im Hinblick auf zukünftig erforderliche Kompetenzen. Ergänzt wird das Instrumentarium durch eine durchgängige Online-Software, die den Vergleich der eigenen Leistungsfähigkeit mit ähnlich positionierten Unternehmen erlaubt. Ferner stellt die Software die im Projekt entwickelten Industrie 4.0-Umsetzungsmuster bereit. Eine Vielzahl weiterer Unternehmen kann dadurch die Möglichkeiten von I4.0 erschließen.
Hinweis zum Projekt INLUMIA: In 6 Pilotprojekten mit Industriepartnern wird das Instrumentarium validiert bzw. angewendet, hierdurch wird die Wettbewerbsposition der Pilotanwender nachhaltig gestärkt. Das Verbundprojekt aus 11 Partnern wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung NRW (EFRE.NRW) mit einem Fördervolumen von rund 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Curriculum Vitae

M.Sc. Christoph Pierenkemper studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau und Schwerpunkt Innovations- und Entwicklungsmanagement an der Universität Paderborn. Von 2016 bis 2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Produktentstehung am Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM in Paderborn bei Prof. Dr.-Ing. R. Dumitrescu. Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag im Bereich Innovationsmanagement. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn bei Prof. Dr.-Ing. J. Gausemeier. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Themenfeldern Strategische Planung und Innovationsmanagement.

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 18-1-8 Uhrzeit: 16:00 Uhr - 16:30 Uhr

4.0 - Datenanalyse, aber sicher!

Prof. Dr. Jan Jürjens

Industrial Data Space: Plattform für sichere vernetzte Daten in der Industrie 4.0. 

Cloud-basierte Datenaustauschplattformen stellen ein wesentliches Element im Bereich Industrie 4.0 dar. Lösungsansätze für die Qualitätssicherung und Sicherheitszertifizierung von sicherheitskritischer Software werden hier vorgestellt. 

Referent: Prof. Dr. Jan Jürjens, Fraunhofer ISST, Dortmund und Uni Koblenz

18-1-8: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Inhalt des Vortrags ist das Thema IT-Sicherheit für Cloud-basierte Datenaustauschplattformen im Bereich Industrie 4.0, der insbesondere die werkzeuggestützte Analyse von Dokumenten und Artefakten beinhaltet, die in der Entwicklung dieser Services erstellt werden, auf Einhaltung von solchen Anforderungen. Dies beinhaltet textuelle Anforderungen, modellbasierte Spezifikationen (beispielsweise in der Unified Modeling Language, UML), Programmquellcode (beispielsweise in der Programmiersprache C), und Konfigurationsdaten (beispielsweise Benutzerberechtigungen). Diese Artefakte werden mit automatischen Analysewerkzeugen auf die Einhaltung der jeweils relevanten regulatorischen und insbesondere Sicherheitsanforderungen verifiziert. Der Ansatz unterstützt die Dokumentation und Bewertung gemäß einschlägiger Standards, z. B. ISO 27002 und BSI Grundschutzhandbuch, durch seine Flexibilität aber auch zukünftige in diesem Bereich zu erwartende Standards. Insbesondere wird die Anwendung auf den Industrial Data Space vorgestellt.

Der Vortrag präsentiert die Herausforderungen und zugehörige Lösungsansätze für die Qualitätssicherung und Sicherheitszertifizierung von sicherheitskritischer Software im Kontext des "Industrial Data Space", einer unternehmensübergreifende Initiative unter Beteiligung der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Ziel der Entwicklung einer Plattform als Enabler für Datenorientierte Geschäftsmodelle und "Big Data as a Service", um die digitale Souveränität über Daten und Dienste für Wirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen. Die Initiative wird getragen von der Anwendervereinigung IDS e.V.. Als beispielhafte Use-Case-Szenarien werden Erfahrungen von Anwendungen der Sicherheitszertifizierung in Bereichen wie Logistik & Industrie 4.0 präsentiert.

Curriculum Vitae

Jan Jürjens ist Director Research Projects am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST (Dortmund) und leitet als Professor für Software-Engineering das Institut für Softwaretechnik IST an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz. Er studierte Mathematik an den Universitäten Bremen und Cambridge, promovierte in Informatik an der Universität Oxford, war als Postdoc an der TU München tätig, und vor seiner Tätigkeit in Koblenz zuletzt Professor an der TU Dortmund, sowie Royal Society Industrial Fellow bei Microsoft Research (Cambridge) sowie non-stipendiary Research Fellow am Robinson College (Universität Cambridge) und wurde dort 2009 zum Senior Member ernannt. Er ist Autor des Buches "Secure Systems Development with UML" (Springer-Verlag 2005, chinesische Übersetzung 2009). Er ist Mitglied des Steuerungsgremiums des BMBF-finanzierten Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum „Industrial Data Space“.

Anschließend Messebesuch und Gespräche.
Ende: 18:00 Uhr

Kongressaal "Rheinland"

Fachgebiet: Systemtechnik
Vortrag Nr.: 18-2-1 Uhrzeit: 10:00 Uhr - 10:30 Uhr

Aktuelles aus der Maschinensicherheit für die Praxis

Alois Hünning

EG Maschinenrichtlinie 2006/42"/EG Veränderungen, Umbau, "RetroFit" an Maschinen und Anlagen: Alle, die Maschinen bauen oder umbauen, kaufen und betreiben, müssen die neue Rechtsgrundlage, verbindlich anwenden. Dieses Gesetz betrifft nicht nur Hersteller, sondern auch Betreiber mit Gebrauchtanlagen, Unternehmen, die ihre Altanlage modernisieren oder erweitern oder einen Eingriff vornehmen.

Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning, Berufsgenossenschaft, Dortmund

18-2-1: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Mit Inkrafttreten der EG-Maschinenrichtlinie 2006 /42/EG wurden neue und veränderte Rechtsgrundlagen für Maschinen im EWR geschaffen. Alle, die Maschinen bauen oder umbauen, verkaufen oder kaufen und betreiben, müssen die neue Rechtsgrundlage, die viele Vorteile durch Klarstellung und Vereinfachungen mit sich bringt, verbindlich anwenden. Vorhandene betriebliche Strukturen in der Konstruktion, Dokumentation und Vertrieb müssen somit abgeglichen bzw. angepasst werden. Nichtsdestotrotz gibt es zeitnahe Bestrebungen den aktuellen Europäischen Rechtsrahmen weiter zu entwickeln um die zukünftigen technologischen Anforderungen zu gewährleisten.

Überblick „neuen“ EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
➢ Wer ist Hersteller?
➢ Anwendungsbereich im EWR und anderen Staaten Leitfaden für die Konstruktion und Dokumentation sowie das Inverkehrbringen und die Inbetriebnahme
➢ „Fahrplan“ für Maschinen und unvollständige Maschinen
➢ Konformitätsbewertungsverfahren
➢ Guide (Leitfaden) zur MRL Grundlegende Anforderungen im Anhang I
➢ Risikobeurteilung
➢ Informationen in Betriebsanleitung
➢ Anwendung von Normen (Konformitätsvermutung mit und ohne Normen) Weitere wichtige Anhänge II – VII
➢Anhang II Konformitätserklärung und Einbauerklärung (Musterlösungen und Checklisten)
➢ Anhang III CE-Kennzeichnung
➢ Anhang VI Montageanleitung für unvollständige Maschinen (Musterlösungen)
➢ Anhang VII Technische Unterlagen für Maschinen und unvollständige Maschinen Neues BMAS Interpretationspapiere "wesentliche Veränderung von Maschinen" von 04 /2015 mit Musterlösungen (Retrofit) BMAS Papier "Gesamtheit von Maschinen" mit Fallbeispielen
Beschaffenheitsanforderungen an Alt,- und Gebrauchtmaschinen nach der neuen BetrSichV von 06 /2015 (Checklisten) Maschinensicherheit 2030 ??!! Ausblick.

Curriculum Vitae

Dipl-Ing Alois Hüning Leiter KPZ Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme BGHM Dortmund.

Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik.
Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen.
Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG (seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als Aufsichtsperson.
Leiter Kompetenzzentrum Werkzeugmaschinen / Fertigungssysteme.
Mehrjährige Abordnungen ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Novellierung und nationalen Umsetzung der neuen EG-Maschinenrichtlinie.
Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue EG- Maschinerichtlinie“.
Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

 

Fachgebiet: Recht - Arbeitsrecht
Vortrag Nr.: 18-2-2 Uhrzeit: 10:30 Uhr - 11:00 Uhr

Social Media am Arbeitsplatz

Christian Breetzke

Zum Thema „Social Media am Arbeitsplatz“ stellt Ihnen Christian Breetzke anhand von Praxisbeispielen wichtige Aspekte für die Nutzung und Regelung von Social Media im Arbeitsverhältnis vor und zeigt, auf welche Gefahren die Beteiligten gefasst sein müssen.

Referent: Christian Breetzke, Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB, Düsseldorf

18-2-2: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Social Media Recht – Social Media am Arbeitsplatz
Social Media ist mittlerweile ein zentraler Baustein der Unternehmenskommunikation und bietet Unternehmen die Möglichkeit mit der Zielgruppe Kontakt aufzunehmen. Wer seine Mitarbeiter für Online-Aktivitäten anhand klarer Richtlinien sensibilisiert und über die wichtigsten Rechtsgrundsätze informiert ist, handelt präventiv und vermindert Risiken für sein Unternehmen, aber auch für die eigenen Mitarbeiter.

Im Rahmen des Vortrages werden insbesondere folgende Fragen beantwortet:

  • Droht mir durch die Nutzung von Social Media im privaten Bereich die "Kündigung 2.0"?
  • Welche präventiven Gestaltungsmöglichkeiten existieren für Arbeitgeber, z.B. in Form von Social Media-Guidelines, zur Vermeidung von Pflichtverletzungen?
  • Wie können Verstöße im Social Media-Bereich sanktioniert werden?
  • Gehören meine XING-Kontakte mir oder können es Betriebs- bzw. Geschäftsgeheimnisse sein?
  • Was muss ich bei der Werbung für meinen Arbeitgeber in Social Media beachten?
  • Kann der Arbeitgeber Einfluss auf meine digitale Unternehmenszugehörigkeit nehmen, z.B. bei XING?
  • Welche Grundsätze gelten für das Recruiting im Social Media-Bereich?

 

Curriculum Vitae

Rechtsanwalt Christian Breetzke berät Unternehmen und Führungskräfte in allen Bereichen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts. Die Interessen seiner Mandanten vertritt er in gerichtlichen sowie außergerichtlichen Angelegenheiten. Zu den Schwerpunkten der Tätigkeit gehören die Gestaltung von Arbeits-, Dienst- und Aufhebungsverträgen, die Betreuung von kündigungsrechtlichen Streitigekeiten sowie die Beratung zu Fragen des Beschäftigtendatenschutzes und der Arbeinehmerüberlassung.

Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen-Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn mit wirtschaftsrechtlichem Schwerpunkt.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei avocado Rechtsanwälte, Köln
Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Köln mit Stationen u.a. im Dezernat Arbeitsrecht bei avocado Rechtsanwälte, Köln sowie in der Rechtsabteilung bei Bayer CropScience AG, Monheim am Rhein. 

 

PAUSE: 11:00 - 11:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Recht - Abmahnrisiken
Vortrag Nr.: 18-2-3 Uhrzeit: 11:30 Uhr - 12:30 Uhr

Social Media Recht - Die größten Abmahnrisiken

Dr. Mathias Schneider

Leitfaden zur rechtssicheren Social Media Nutzung

Referent: Dr. Mathias Schneider, Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB, Düsseldorf

18-2-3: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Akuelles Brennpunktthema: Social Media Recht – Die größten Abmahnrisiken

Die Nutzung der sozialen Netzwerke wirft viele Unsicherheiten und rechtliche Fragen auf. Durch Liken, Teilen, Kommentieren und Verbreiten von Inhalten bewegen wir uns oftmals in juristischen Grauzonen und begeben uns in Abmahnrisiken. Auch das geschäftliche Umfeld ist durch die Business Netzwerke (XING, LinkedIn, Twitter) betroffen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie überhaupt den Like-Button von Facebook benutzen dürfen?
Diese und anderen Fragen zum Datenschutz und Urheberrecht behandelt Dr. Mathias Schneider anhand von Praxisbeispielen.

Sie erhalten einen Einblick, wie Sie Bilder und Medien nutzen dürfen und wo die Gefahren bei werblicher Kommunikation lauern. Sie erhalten Aufschluss darüber, wie Sie Social Media rechtssicher nutzen können.

  • Wie nutze ich Social Media rechtssicher?
  • Welche Pflichtangaben muss ich den einzelnen Social Media-Kanälen beachten?
  • Wie kann es Probleme mit dem Datenschutz geben?
  • Kann ich bedenkenfrei Facebook Pixel bzw. Custom Audiences benutzen?
  • Wie nutze ich fremde Bilder und Medien, ohne das Urheberrecht zu verletzen?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei Medien Stock-Archiven?
  • Wie darf ich mit fremden Marken umgehen?
  • Wann hafte ich fürs Sharen, Linken, Liken?
  • Was muss ich bei Marketing-Maßnahmen und Gewinnspielen in den einzelnen Social Media Kanälen beachten?
  • Wo lauern Gefahren bei werblicher Kommunikation und beim Direktmarketing?

 

Curriculum Vitae

Dr. Mathias Schneider ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht. Er berät Unternehmen u.a. zu diversen Software-Themen, IT-Outsourcings und datenschutzrechtlichen Fragestellungen. Ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Social Media sind ferner die Verwendung der nötigen Pflichtangaben sowie Probleme bei der Nutzung fremder Inhalte (Bilder, Medien, Marken, etc.) und einzelner Werbeformen (Marketing-Maßnahmen, Gewinnspiele, Kommunikation, Direktmarketing).

2010 Promotion zum Dr. jur. (Thema "Virtuelle Werte - der Handel mit Accounts und virtuellen Gegenständen im Internet".)
2009 - 2011 Rechtsreferendariat am Landgericht Wuppertal mit Stationen im Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) und Sydney (Australien).
2006 - 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Gewerblichen Rechtsschutz (Prof. Dr. Busche) und am Zentrum für Gewerblichen Rechtsschutz, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
2003 - 2004 Zusatzstudiengang im Anglo-amerikanischen Recht
2001 - 2006 Studium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

LUNCH: 12:30 - 14:00 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Buffet

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 18-2-4 Uhrzeit: 14:00 Uhr - 14:30 Uhr

Industrie 4.0 Grundlagen und Historie

Die vierte industrielle Revolution: Was kommt nach Dampfmaschine, Fließband und Mikrochip? Der Vortrag soll eine Wissensbasis für spannende Diskussionen und den kreativen Umgang mit den neuen Technologien schaffen.

Referent: Leo Bartevyan, Senior Account Manager, Digital Factory Solutions, CENIT AG

18-2-4: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Industrie 4.0 ist eine oft gehörte und oft genutzte Wortschöpfung für nichts Geringeres als eine epochale Veränderung der industriellen Gesellschaft. Vergleichbar mit dem Paradigmenwechsel bei der Entstehung des Internets von zentralen Großrechnern hin zu einem System dezentraler intelligenter Einheiten, stehen ähnlich umwälzende Veränderungen in der Produktion und Industrie an. Durch die Dynamik des Marktes entstehen ständig neue Technologien und Begriffe. Darunter leidet hin und wieder die Übersicht und die grundlegenden Themen bleiben abstrakt.

Dieser Grundlagenvortrag hat daher die Darstellung der Historie und Begrifflichkeiten rund um die Themen der Industrie 4.0 zum Ziel. Er soll die Basis für weitere Vorträge legen und damit eine Wissensbasis für spannende Diskussionen und den kreativen Umgang mit den neuen Technologien schaffen. Dazu stellt der Vortrag auf verständliche und unterhaltsame Weise die Entstehungsgeschichte und die grundlegende Begriffe rund um die Themen der digitalen Transformation aus der Sicht von verschiedenen Bereichen der Industrie und Elektronik vor.

 

Curriculum Vitae

Leo Bartevyan, Senior Account Manager, Digital Factory Solutions, CENIT AG

Nach dem Studium an der RWTH Aachen und einer anschließenden Ausbildung zum IT Systems Engineer entwickelte er von 1999 an Datenbank-Applikationen für ein Unternehmen der heutigen EDAG. Für die Programmierung und Inbetriebnahme von Materialflusssystemen und MES-Lösungen setze er später Software- und Simulations- module auf, die er in eine modulare Architektur einband. Sein interdisziplinärer Ansatz erstreckte sich von Anfang an von führenden ERP-Systemen über APS und MES bis herunter auf Feldbusebene und damit über alle Ebenen der Automatisierungs- pyramide. Seit 2013 bringt Leo Bartevyan dieses Wissen in die CENIT AG ein und hat dort das Business Development für die Digital Factory Solutions (DFS) mit dem Fokus Robotik und Automatisierung übernommen.

 

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 18-2-5 Uhrzeit: 14:30 Uhr - 15:00 Uhr

Roboterprogrammierung der nächsten Generation

Leo Bartevyan

Neuste Trend beim Laserschneiden mit Robotern und Maschinen:  Roboterprogrammierung, virtuelle Inbetriebnahme Industrie 4.0 beim Laser- und Wassserstrahlschneiden

Referent: Leo Bartevyan, Senior Account Manager, Digital Factory Solutions, CENIT AG

18-2-5: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Industrie 4.0, Internet of Things und individualisierte Produktionen haben heute erheblichen Einfluss auf industrielle Fertigungsverfahren. Die Produkte werden immer individueller und gleichzeitig werden die Produktionszyklen immer kürzer („Time to market“). Um Wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht man daher eine ideale Auslastung der Ressourcen bei optimaler Laufleistung der Maschinen. Individuelle Produkte und kleine Losgrößen, sowie schnelle Umrüstungen und gegen Null tendierende Stillstandzeiten stehen aber in permanentem Widerspruch zueinander. Es müssen also neue Verfahren her, um diese Paradoxa zu lösen. Die technischen Anforderungen steigen und verlangen exakte, synchrone und simultane Achsbewegungen, komplexe Steuerungen und zeitechten Signalaustausch. Durch den Einsatz moderner IT-Werkzeuge und modularer Software wird es möglich, Daten aus allen Systemebenen direkt und ohne Reibungsverluste zu nutzen; die Systemgrenzen zwischen Maschine, Roboter, IT und Software verschwinden. Beim Laserschneiden kommt es auf Präzision und Geschwindigkeit an. Die Programmierung exakter Bahnen mit optimaler Nutzung externer Achsen kann schon bei einfachen Werkstücken zu einer anspruchsvollen und sehr zeitintensiven Aufgabe anwachsen. Das exakte Einlesen einer CAD-Konstruktion und die Herleitung einer entsprechenden Position oder Kontur ist der erste wichtige Schritt. Über die Technologie, als Baustein in einem modularen Aufbau, entstehen so realistische und steuerungsechte Bewegungen. Mit wichtigen Technologieparametern wie Anfahrmaß, Vorschub, Anpressdruck oder Materialauftrag angereichert, werden dann akkurate Roboter-/ Maschinenprogramme daraus. Dieser Vortrag stellt an anschaulichen Beispielen neue Methoden für eine weitgehende Automatisierung der Roboterprogrammierung für Laser und Wasserstrahlanwendungen vor. Beispiele aus Praxis und Forschung runden den Vortrag ab und zeigen anschaulich wie sich die digitale Transformation im industriellen Einsatz immer weiter durchsetzt.

Curriculum Vitae

Leo Bartevyan, Senior Account Manager, Digital Factory Solutions, CENIT AG 
Nach dem Studium an der RWTH Aachen und einer anschließenden Ausbildung zum IT Systems Engineer entwickelte er von 1999 an Datenbank-Applikationen für ein Unternehmen der heutigen EDAG. Für die Programmierung und Inbetriebnahme von Materialflusssystemen und MES-Lösungen setze er später Software- und Simulationsmodule auf, die er in eine modulare Architektur einband. Sein interdisziplinärer Ansatz erstreckte sich von Anfang an von führenden ERP-Systemen über APS und MES bis herunter auf Feldbusebene und damit über alle Ebenen der Automatisierungs- pyramide. Seit 2013 bringt Leo Bartevyan dieses Wissen in die CENIT AG ein und hat dort das Business Development für die Digital Factory Solutions (DFS) mit dem Fokus Robotik und Automatisierung übernommen.

PAUSE: 15:00 - 15:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Business-Coaching
Vortrag Nr.: 18-2-5 Uhrzeit: 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Sie sind der Mitarbeiter-Magnet! Aufladen. Anziehen. Aktivieren.

Matthias Fuchs Markenfuchs®

EmployerBranding: Der „war of talents“ tobt schon lange und es ist keine Lösung in Sichtweite - oder doch?
Sie haben die Wahl: Differenzieren oder Verlieren?

Referent: Matthias Fuchs, FUCHSMACHT® Markencoach, Essen

18-2-5: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Wir als Unternehmen werden in Zukunft immer mehr um Aufmerksamkeit kämpfen müssen. Da reicht Qualität allein nicht aus, um im Verdrängungswettbewerb den Unternehmenserfolg zu sichern. Wer nicht auffällt, fällt weg. Der „war of talents“ tobt schon lange und es ist keine Lösung in Sichtweite.

Was nützt es, gut zu sein, wenn es niemand weiß?
Was nützt es, besser zu sein, wenn andere sich besser präsentieren?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Differenzieren oder Verlieren!
Nur mit der richtigen Positionierung als Arbeitgeber und einem unwiderstehlichen Angebot lässt sich die Aufmerksamkeit potenzieller Mitarbeiter gewinnen, Begehrlichkeit erzeugen und der Bekanntheitsgrad bei den Young Professionals steigern. Nur Vorreiter sind Sieger im Kampf um Talente. Mit Mut und Raffinesse zum (Recruiting-)Erfolg – fernab der Mitbewerber im Markt.

Curriculum Vitae

Matthias Fuchs ist gelernter Mediengestalter, der während seiner Zeit bei LUX-Tools (Member of OBI-Group) seine Marketing- und Coachingfähigkeiten entdeckte und in weiteren beruflichen Stationen weiter entwickelte. Seit 2005 firmiert er erfolgreich unter der Marke FUCHS MACHT® als unabhängiger Coach in der Business-Beratung.

„Game Changer“ nennen ihn manchmal seine Geschäftspartner, obwohl er lieber die Begriffe Markencoach und Vertriebsstratege bevorzugt. Matthias Fuchs verkörpert, ebenso wie alle anderen Menschen, nicht nur zwei Rollen. Deshalb ist er als Verkaufstrainer, Organisationsentwickler, NLP-Master, Impulsredner, Markendesigner, Querdenker, Vordenker und Visionär unterwegs. Er sieht seine Stärken darin, Unternehmen Optionen aufzuzeigen, Geschäftsmodelle innovativ in neue Bereiche zu führen und zukunftsweisend und gewinnsteigernd aufzustellen.

 

(alle Angaben unter Vorbehalt, inhaltliche und terminliche Änderungen möglich)