Agenda DEUTSCHER SCHNEIDKONGRESS® 2018

"Schneiden ist erst der Anfang"

Themenschwerpunkte

19.04.2018: Neue Geschäftsmodelle - Industrie 4.0 - Grob- und Mittelblech

Kongressaal "Deutschland"

Fachgebiet: Systemtechnik - Entgraten 
Vortrag Nr.: 19-1-1 Uhrzeit: 10:00 Uhr - 10:30 Uhr

Technologien zum automatisierten Entgraten von autogen + plasmageschnittenen Werkstücken

Markus Lindörfer

Wettbewerbsfähigkeit von Brennbetrieben steigern, Engpass beseitigen: Technologie-Vergleich der Verfahren am Markt 

Referent: Dipl. Inform., Dipl. Wirtsch.-Ing. Markus Lindörfer, LIMA Ventures GmbH, Heidelberg

19-1-1: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Kaum ein Arbeitsschritt in der Anarbeitung ist so zeitaufwändig und gesundheitsgefährdent wie das manuelle Entgraten. Während immer leistungsfähigere Plasmaquellen und Brennmaschinen immer mehr Teile in immer kürzerer Zeit produzieren wird dem Engpass entgraten bestenfalls mit zusätzlichem Personal (häufig Leihkräfte) begegnet. Denn kaum ein Mitarbeiter kann diese Arbeit mit der berühmten "Flex" lange ausüben.

Das Ergebnis: "Staubige Luft, verschlissene Gelenke und eine Produktion die keinen Preis für Sauberkeit erhält." Und die Folgearbeitsgänge warten, bis die Teile endlich entgratet wurden. Doch die Verfahren zum Entgraten von Feinbleich sind häufig nicht in der Lage Toleranz und Verzug auszugleichen und die Grate sind oft ein vielfaches stärker. Auch die Verrundung der Werkstückkanten gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Deshalb beleuchten wir hier:

  • Welche Technologien tragen den besonderen Anforderungen von Brenn- und Plasmazuschnitten Rechnung (hohe Grate, Verzug der Teile)
  • Welche Verfahren eignen sich für eine intensive Verrundung der Werkstückkanten

Die Lösung: Maschinelles Entgraten mit Substitutions-Verhältnissen von bis zu 1:40, ergo: 40 Teile maschinell entgratet in der Zeit in der manuell nur eines bearbeitet werden kann.

 

Curriculum Vitae

Markus Lindörfer hat nach seinem Abitur in Mannheim ein Informatikstudium und ein Wirtschaftsingenieurstudium absolviert. 20 Jahre war er als Führunsgkraft bei einem Blechbearbeitungsmaschinenbauer angestellt, um danach 8 Jahre lang als geschäftsführender Gesellschafter ein traditionsreiches Entgratungsmaschinenbau-Unternehmen erfolgreich zu leiten.
Seit 2017 ist Markus Lindörfer als selbständiger Berater tätig.

 

Fachgebiet: Schneidtechnik - Laserschneiden
Vortrag Nr.: 19-1-2  Uhrzeit: 10:30 Uhr - 11:00 Uhr

Chancen und Herausforderungen der dynamischen Strahlformung

Cindy Goppold

Neue Bearbeitungsstrategie für das effiziente Schneiden dicker Metallplatten mit dem Faserlaser

 

Referentin: M.Eng. Cindy Goppold, Fraunhofer IWS, Dresden

19-1-2: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Aus industrieller Sicht gibt es nichts Wichtigeres als eine zuverlässige Schneidmaschine. Die Bearbeitung dünner Bleche mit Festkörperlasern ist sehr gut beherrscht und eine prozesstechnische Grenze stellt zumeist die Führungsmaschine dar. Im Blechdickenbereich ab 6 mm Wandstärke verschiebt sich die Herausforderung in Richtung des Prozesses selbst. Der Vorschub bricht ein und die Qualität verschlechtert sich. Dem entgegen wirkt der Ansatz der dynamischen Strahlformung des Fraunhofer IWS. Eine aktive Umverteilung der Laserstrahlenergie beeinflusst den essentiellsten Mechanismus des Laserstrahlschneidens, die Wärmeleitung, sodass dieser optimal an die Schneidaufgabe angepasst ist. In Folge dessen verbessern sich die Schneideigenschaften des Laserstrahles im Dickblechbereich.

Curriculum Vitae

Cindy Goppold studierte Laser- und Optotechnologie an der Ernst-Abbe Hochschule in Jena. Als Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Laserschneiden am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik beschäftigt sie sich mit innovativen Ansätzen zur Steigerung der Performance im Dickblechschneiden. Ihr favorisierter Lösungsansatz ist die dynamische Strahlformung, indem der Energieeintrag unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften bedarfsgerecht gestaltet wird. Sie ist weltweit anerkannte Expertin in diesem Themengebiet und wird international eingeladen zu diesem Thema vorzutragen.

 

PAUSE: 11:00 - 11:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Industrie 4.0 - Lageroptimierung
Vortrag Nr.: 19-1-3 Uhrzeit: 11:30 Uhr - 12:00 Uhr

Lokalisierung von Werkstücken in der Lagerlogistik

Werner Knop

Transparenz im Lager als Voraussetzung für die Digitalisierung. Vorstellung neuer Lokalisierungs- und Identifikationstechniken

Referent: Prof. Dr. Werner Knop, Hochschule Hannover

19-1-3: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Voraussetzung für die transparente Lagerlogistik -und damit einer durchgehenden Digitalisierung - ist eine eindeutige Zuordnung der Lagerware zum Lagerort. Dabei sind geordnete Lager oft nicht realisierbar, da der Lagerplatz oft nicht vorhanden oder Ware an falschen Orten eingelagert wird.

Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich mittels Identifizierungs- und Lokalisierungstechniken die Transparenz auch in chaotischen Lagern erreichen lässt.

Am Markt vorhandene Technik bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten. In den meisten Fällen müssen sie aber an die Anwendung und an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Der technische Schwerpunkt liegt hier auf funkbasierten Systemen, wie beispielsweise RFID und Ultrawideband und deren Einsatzmöglichkeiten in der „Schneidlogistik“. Dabei wird neben den technischen Aspekten und der Umsetzbarkeit in rauer Umgebung auch der Kostenaspekt betrachtet.

Ziel ist es, den potentiellen Nutzern eine Einordnung der Technologien für den spezifischen Anwendungsfall zu ermöglichen und damit die Einführung der Technik für die Lagerlogistik zu erleichtern.

 

Curriculum Vitae

Nach Ausbildung und Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Hannover folgte eine Tätigkeit als Hard- und Softwareentwickler. Anschließend Studium der Physik an der Universität Göttingen mit Abschluss als Diplomphysiker. Danach Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Promotion in Zusammenarbeit mit dem IBM Forschungslabor Rüschlikon. Anschließend Tätigkeit als Entwicklungsleiter bei der Firma deister electronic GmbH. Schwerpunkt der Tätigkeit war die Entwicklung kontaktloser Identifikationsysteme (RFID). Die Produkte werden sowohl in der Sicherheitstechnik als auch für Produktion und Lagerlogistik eingesetzt und umfassten ein breites Anwendungs- und Technologiespektrum. Nach sechzehn Jahren Wechsel an die Hochschule Hannover. Zunächst als Verwaltungsprofessor und ab März 2016 als ordentlicher Professor. Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Identifikation- und Lokalisierungstechnik. Mitarbeiter des Forschungscluster Industrie 4.0 der Hochschule Hannover. Beratertätigkeit für den Einsatz von RFID.

Fachgebiet: Industrie 4.0 - Geschäftsmodelle
Vortrag Nr.: 19-1-4 Uhrzeit: 12:00 Uhr - 12:30 Uhr

Industrie 4.0 Lösungsansätze für das produzierende Gewerbe

Prof. Dr. Andreas Merchiers, Hochschule Bochum

Überblick über aktuelle Trends und deren Umsetzungsmöglichkeiten in der industriellen Praxis

Referent: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Andreas Merchiers, Hochschule Bochum

19-1-4: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Industrie 4.0 – Lösungsansätze für das produzierende Gewerbe

Aktuelle Trends und deren Umsetzungsmöglichkeiten in der industriellen Praxis

Für die auf die Einzel- und Kleinserie fokussierten Betriebe des produzierenden Mittelstands birgt der Aufbau einer Industrie 4.0 Infrastruktur zusätzliches Optimierungspotenzial.

Der Ansatz der Komplexitätsreduzierung im Sinne des Lean-Gedankens stößt häufig an seine Grenzen. Der mit Industrie 4.0 verfolgte Ansatz hat hingegen die Zielsetzung, diese Komplexität zu beherrschen. Technikgetrieben wird durch Vermeidung von Nebenzeiten und Erhöhung des Outputs in bestehenden Strukturen Einfluss auf die Wertschöpfung genommen.

Bezogen auf dieses Umfeld steht Industrie 4.0 in den nächsten Jahren als Synonym für die Schaffung transparenter, flexibler und vernetzter Produktions- und Logistikstrukturen mit der übergeordneten Zielsetzung, die heimischen Produktionsstandorte in intelligent-kollaborierende und lernende Fabriken zu transformieren.

Unter Nutzung der zunehmenden Möglichkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnik und Vernetzung gilt es, das Zusammenwirken – eben die Kollaboration – entlang der für die Wertschöpfung erforderlichen direkten und indirekten Produktionsprozesse – vom Wareneingang, der Lagerhaltung und dem Transport über die Fertigung und die Montage bis hin zum Versand – zu optimieren.

Die mit dieser Vernetzung einhergehende Digitalisierung der Produktionssysteme schafft die Voraussetzung für eine Regelung bzw. ein „Lernen“ dieser Systeme. Mit der Verfügbarmachung von Daten lassen sich Wirkzusammenhänge erkennen, deren Modellierung wiederum Prognosen zulassen, die die Qualität von zu treffenden Entscheidungen massiv erhöht.

Die zukünftigen Handlungsfelder für produzierende Unternehmen sind damit determiniert: Die Datenerzeugung, -aufbereitung und Auswertung u.a. mittels MES-Systemen bilden die Basis für konsekutive Themenfelder wie Maschine Learning (Korrelationsidentifikation für Prognosemodelle) und erste Ansätze von Künstlicher Intelligenz, aber auch für die konsequente Ausnutzung der Automatisierungsmöglichkeiten bis hin zur effektiven Nutzung von 3D-Druckern. Parallel ergänzen neue, daraus ableitbare digitale Leistungen das herkömmliche Produktspektrum und sichern damit die Marktstellung der Unternehmen.

Curriculum Vitae

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Andreas Merchiers ist Professor an der Hochschule Bochum. Er lehrt und forscht im Bereich Produktionsmanagement und Technische Investitionsplanung. Zusätzlich ist er als Industrieberater tätig. Die fachlichen Schwerpunkte von Andreas Merchiers sind die Produktionsgestaltung und -optimierung, die Entwicklung von Produktionsstrategien in der Einzel- und Kleinserie sowie die (Neu-) Ausrichtung mittelständischer Unternehmen im Zeitalter von Industrie 4.0. Nach seiner Promotion am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen war er u.a. als Unternehmensberater, Produktionsleiter und Technischer Leiter im Maschinenbau tätig. Als Geschäftsführer sanierte Andreas Merchiers die Schalker Eisenhütte, ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer im Bereich Schienenfahrzeuge und Kokerei. Die Wiederherstellung wettbewerbsfähiger Kostenstrukturen, die Bereinigung des Portfolios und die Stärkung sowie der Aufbau neuer Geschäftsfelder zählten dabei zu den Erfolgsfaktoren.

LUNCH: 12:30 - 14:00 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Buffet

Fachgebiet: Industrie 4.0 - Digitalisierung
Vortrag Nr.: 19-1-5 Uhrzeit: 14:00 Uhr - 14:30 Uhr

Die digitale Zukunft des Schneidbetriebs gestalten

Johannes Steinbrück

Mit einer sinnvollen Digitalisierung Kunden begeistern, Wertschöpfung steigern und Demotivation vermeiden

Referent: Dipl.-Ing. Johannes Steinbrück, Jotes, Siegen

19-1-5: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

In einem globalisierten und dynamischen Markt wird es für den Schneidbetrieb immer schwieriger, den hohen Anforderungen an kurze Lieferzeiten, Stückzahl 1+ und Ressourcen schonendem Arbeiten gerecht zu werden. Aus der Praxis wird berichtet, wie Schneidbetriebe Digitalisierung konkret umsetzen, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Anhand von Ideen und Beispielen wird aufgezeigt, welche Wege zu einer sinnvollen und gelingenden Digitalisierung erforderlich sind und mit welchen Werkzeugen dies konkret umgesetzt werden kann. Es werden Impulse gegeben, den Workflow von der Kundenanfrage bis zur Anlieferung beim Kunden zu überdenken und neue Ideen zu entwickeln.

Curriculum Vitae

Dipl.-Ing. Johannes Steinbrück, Jg. 1960, studierte Diplom-Ingenieur Produktionstechnik (Maschinenbau). Er ist seit mehr als 30 Jahren in der Blechverarbeitung sowie in Maschinenbau und Apparatebau tätig. Davon zuletzt mehr als 17 Jahre Technischer Leiter und Produktionsleiter bei einem der innovativsten Edelstahl-Service-Center Europas mit umfangreicher Schneidtechnologie und Anarbeitung, in der er bis 2016 als Technischer Leiter und Produktionsleiter u.a. für die Einführung und Umsetzung einer sinnvollen Digitalisierung des gesamten Wertschöpfungsprozesses verantwortlich war. Seit 2016 führt Johannes Steinbrück das Ingenieurbüro für Organisationsentwicklung und Technologieberatung in der Blechverarbeitung und im Zuschnittbetrieb. 

Heute entwickelt Johannes Steinbrück zusammen mit Blechverarbeitern und Zuschnittbetrieben konkrete Strategien, noch leistungsfähiger und erfolgreicher im betrieblichen Umfeld zu werden. 

Fachgebiet: Systemtechnik
Vortrag Nr.: 19-1-6 Uhrzeit: 14:30 Uhr - 15:00 Uhr

Umbau von Altmaschinen

Thomas Kramer-Wolf

Die (un-)wesentliche Veränderung, das CE und die juristischen Konsequenzen. Sensibilisierung für Konsequenzen von Umbauten

Referent: Dipl.-Ing. Thomas Kramer-Wolf, Wieland Electric GmbH, Bamberg

19-1-6: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Das Seminar zeigt auf, dass beim Umbau von Maschinen stets die Gefahr des ungewollten Verlusts der CE-Konformität besteht wie zum Beispiel durch mangelnde Dokumentation oder fehlende Risikobeurteilungen. Hintergrund ist, dass an vielen Maschinen Umbauten von Technikern durchgeführt werden, die sich über die formalen Konsequenzen Ihres Handelns nicht im Klaren sind. Gleichzeit ist sich die Geschäftsleitung vieler Unternehmen nicht bewusst, dass Sie selbst durch Duldung derartiger Vorgehensweisen die Haftung für die modifizierten Maschinen übernehmen.

Im Seminar werden die daraus resultierenden Konsequenzen für die Durchführenden, aber auch das Management beleuchtet und Möglichkeiten aufgezeigt wie rechtskonform, ohne Verlust der CE-Konformität agiert werden kann. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Betrachtung der Prozesse die im Rahmen eines Umbaus greifen. Anhand von Ablaufdiagrammen wird erläutert wie Änderungen, geplant, bewertet, durchgeführt und dokumentiert werden können.

Curriculum Vitae

Thomas Kramer-Wolf ist seit 30 Jahren in der Automatisierungtechnik als Elektroingenieur im Support und Vertrieb tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind dabei die funktionale Sicherheit von Maschinen, Kommunikationstechnik, Steuerungstechnik, Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine und die Normung. Derzeit arbeitet H. Kramer-Wolf als Fachreferent Safety/Maschinenbau bei Wieland-Electric und beschäftigt sich hier hauptsächlich mit der Beratungs- und Lehrtätigkeit, sowie der Arbeit in Normungs- und Verbandsgremien.

PAUSE: 15:00 - 15:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Industrie 4.0
Vortrag Nr.: 19-1-7 Uhrzeit: 15:30 Uhr - 16:00 Uhr

Von analogen Skeptikern und digitalen Visionären

Dr. Klaus Middeldorf

Pragmatische Geschäftsmodelle für eine vernetzte schneidtechnische Fertigung

Referent: Dr.-Ing. Klaus Middeldorf, conversio change management ug, Köln

19-1-7: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Der Vortrag beschreibt Kernelemente von Industrie 4.0, deren Anwendungsmöglichkeiten für eine schneidtechnische Fertigung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Potentiale. Die Erschließung dieser wirtschaftlichen Potentiale, die sowohl Optimierungen bei Produkten und Prozessen als auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle umfassen können, kann durch die Implementierung ausgewählter Kernelemente von Industrie 4.0 gelingen. Der Vortrag stellt dazu mögliche Vorgehensweisen für Unternehmen der Schneidtechnik (Gerätehersteller und Anwender) vor.

Curriculum Vitae

DR. – ING. KLAUS MIDDELDORF
Seit Januar 2017 Partner conversio change management ug, Köln

  • Strategien und Geschäftsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen
  • Digitalisierungsstrategien / Umsetzung Industrie 4.0
  • Personalentwicklung / Leadership – Programme

2013 - 2016: Geschäftsführer GSI Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH Duisburg / Düsseldorf

2006 - 2013: Hauptgeschäftsführer DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V., Düsseldorf

1999 - 2013: Geschäftsführer Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren des DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V., Düsseldorf

 

1988 – 1999 Sekretär des Wissenschaftlichen Rates Mitglied der Geschäftsführung AiF e. V. Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V., Köln

1987 – 1888 Projekt Manager Produktion Papierprodukte Procter & Gamble GmbH, Euskirchen

1982 – 1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Werkstofftechnik Universität Essen / Technische Universität Berlin

1987 Promotion

1982 Abschluss Diplomhauptprüfung

1977 - 1982 Studium Maschinenbau / Verfahrenstechnik / Werkstofftechnik

Fachgebiet: CUTTING AWARD®
Vortrag Nr.: 19-1-8 Uhrzeit: 16:00 Uhr - 16:30 Uhr

Verleihung der Preise für die Sieger des CUTTING AWARDS®

Logo Cutting Award

Preisverleihung und Siegerehrung der Auszubildenden im Schneidwettbewerb. 

Preisvergabe durch: Dr.-Ing. Friedhelm Fischer, HWK Koblenz;  Dipl.-Ing. Gerhard Hoffmann, Schneidforum, Solingen

Anschließend Messebesuch und Gespräche.
Ende: 17:00 Uhr

Kongressaal "Rheinland"

Fachgebiet: Systemtechnik - Wasserstrahlschneiden
Vortrag Nr.: 19-2-1 Uhrzeit: 10:00 Uhr - 10:30 Uhr

Die Rolle des Wassers im Hochdruck-Wasserstrahlbereich

Dr. Hans-Günter Weide

Aufklärung über Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei Bereitstellung und Entsorgung des Hochdruckwassers

Referent: Dr.sc.techn. Hans-Günter Weide, Dipl.-Ing. René Kikels, Ekowa GmbH, Schulzendorf b. Berlin

19-2-1: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Der Vortrag analysiert die Wasserinhaltsstoffe und ihre Wirkung auf die Hochdruckpumpe. Dabei werden unterschiedliche Methoden zur Wasserreinigung betrachtet und die Auswirkungen im Hochdruckbereich dargestellt. Letztlich wird eine neue Entwicklung aus einem Förderthema vorgestellt, die ein schädliches Ausfallen der Inhaltsstoffe durch Stabilisierung bis 6000 bar verhindert und zusammen mit einem geeigneten Korrosionsschutzmittel die einsetzbare Wasserqualität um 90% vergrößert. In einem zweiten Teil werden die Probleme der Abwasserentsorgung bei Anwendung der Hochdrucktechnik beleuchtet. Dabei werden die Probleme der Einleiterfähigkeit, der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Beispiele für die Lösung vorgestellt.

 

Curriculum Vitae

Dr. sc. techn. Hans-Günter Weide, geb. 04.01.1941 in Chemnitz Abschluss Physikstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin 1964, Abschluss der Aspirantur an der AdW der DDR mit Promotion zum Dr. rer. nat. 1967. Von 1967 bis 1990 angestellt im Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der AdW der DDR als wiss. Abteilungsleiter, Projektleiter für Tiefraumspeicherentwicklung des internationalen Phobosprojektes. 1989 Promotion B zum Dr .sc. techn. und stellv. Institutsdirektor. Ab 1991 Gründung und Geschäftsführer der Flexicon GmbH und 1993 der INTREC GmbH, in der periphäre Anlagen zur Wasserstrahlschneidemaschine, wie Entschlammung, Abrasivrecycling, entwickelt und produziert wurden. Nach Ausscheiden aus den Firmen, Gründung des Ingenieurbüros Dr. Weide 2001 mit den Schwerpunkten der Wasser- und Abwasserbehandlung. Ab 2014 Gründungsmitglied und Gesellschafter der Ekowa GmbH.

Herr Dipl.-Ing. René Kikels, geb. am 31.12.1966 in Bad Belzig, ist ausgebildeter Ingenieur für Maschinenbau und hat an der Technischen Universität Dresden 1993 sein Diplom abgelegt. Danach arbeitete er bis 2010 im Straßen-, Tief- und Rohrleitungsbau als Projektingenieur, Planer, Bauüberwacher und in den letzten Jahren als Niederlassungsleiter eines mittelständischen Bauunternehmens. Danach gründete er ein eigenes Ingenieurbüro mit dem Schwerpunkt der Wassertechnik für den Hochdruck- und Dampfkesselbereich. In Zusammenarbeit mit Dr. Weide, der Fa. W.I.N. und verschiedenen Firmen der Wasserstrahltechnologie wurden mehrere Projekte für neue Produkte betreut und unterstützt. Das Ergebnis eines Förderprojektes führte 2013 zur Gründung der EKOWA GmbH, wo René Kikels der Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer ist und aktiv an verschiedenen Entwicklungsprojekten im Wasser- und Abwasserbereich mitarbeitet.

Herr Dipl.-Ing. René Kikels

 

Fachgebiet: Systemtechnik - Digitalisierung Autogen
Vortrag Nr.: 19-2-2 Uhrzeit: 10:30 Uhr - 11:00 Uhr

Digitalisierung macht Autogen wieder attraktiv

Kurt Nachbargauer

Automatisierung des Autogenschneidens: Was bedeutet Digitalisierung für den Autogenprozess? 

Referent: Kurt Nachbargauer, IHT Automation GmbH, Baden-Baden

19-2-2: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Die Grenzen verschieben sich. Was früher mit Laser unmöglich war wird heute mit dem Faserlaser geschnitten. Plasma dringt in Bereiche ein, die früher Autogen vorbehalten waren. Das ist bedingt durch die technische Weiterentwicklung eine normale Verschiebung. Was jedoch wirtschaftlich schlecht ist, ist die Wahrnehmung, dass Autogenschneiden ein technologisch veraltetes Verfahren sei.

  • Warum ist der Schneidprozess bei Laser- und Plasmaschneiden seit Jahren vollautomatisiert und bei Autogen wird bis heute überwiegend manuell eingestellt und geschnitten?
  • Ist Automatisierung beim Autogenschneiden möglich und gibt es bereits Teil- oder Vollautomatisierung beim Autogenschneiden?
  • Was bedeutet denn Automatisierung für den Autogenprozess?

Das sind Fragen, auf die man Antworten braucht, denn erst die Lösung dieser Fragen macht das Autogenschneiden wieder attraktiv.

Wenn es um die Entscheidung für oder gegen ein Schneidverfahren geht sollte rational die Abwägung von Kosten, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit im Vordergrund stehen. Tatsächlich spielen aber Faktoren wie Image, einfache Bedienbarkeit und Reproduzierbarkeit von Ergebnissen mindestens eine ebenso große Rolle.

Das Image von Autogen ist schlecht. Schwierig zu bedienen, langsam, schmutzig, etc. Plasma dagegen ist sauber, auf Knopfdruck erhält man sein Ergebnis und es ist bedeutend schneller. In vielen Fällen wird eine Entscheidung für Plasma und gegen Autogen getroffen, obwohl Autogen kostengünstiger in der Anschaffung und wirtschaftlicher im Einsatz wäre.

Die Automatisierung des Autogenprozesses könnte Autogenschneiden wieder auf Augenhöhe mit Laser- und Plasmaschneiden setzen. Welche technologischen Herausforderungen die  Automatisierung des Autogenschneiden umfasst, wie die Automatisierung aussehen kann und welche wirtschaftlichen Vorteile die Automatisierung des Autogenschneidprozesses bringt wird im Vortrag dargestellt.

 

Curriculum Vitae

Kurt Nachbargauer, geboren am 2.12.1953 in Klagenfurt, Österreich, studierte Elektrotechnik in Klagenfurt. Er begann seine berufliche Laufbahn im Bereich der Prozessautomatisierung, für die er als leitender Angestellter verantwortlich war. 2004 übernahm er das Unternehmen IHT Automation, das er bis heute leitet.

 

 

PAUSE: 11:00 - 11:30 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Kaffee

Fachgebiet: Systemtechnik
Vortrag Nr.: 19-2-3 Uhrzeit: 11:30 Uhr - 12:00 Uhr

Qualifizierung von thermischen Schneidverfahren

Dipl.-Ing. Dennis Weiler, HWK Handwerkskammer, Koblenz

Vorgehensweise und Besonderheiten bei der Qualifizierung von Schneidverfahren mit Hilfe der ISO 1090

Referent: Dipl.-Ing. Dennis Weiler, HWK Handwerkskammer, Koblenz

19-2-3: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Qualifizierung thermischer Schneidverfahren im bauaufsichtlichem Bereich entsprechend DIN EN 1090-2.
Um im bauaufsichtlichem Bereich thermische Schneidverfahren einsetzen zu dürfen, sind zur Qualitätssicherung qualifizierte Schneidverfahren nach DIN EN 1090-2 zwingend erforderlich.
Doch was steckt dahinter:
Thermische Schneidverfahren erzeugen stets eine Wärmebeeinflussung des zu schneidenden Grundwerkstoffes, welche bei fehlerhaften Schneidparametern zu unerwünschten Eigenschaftsänderungen der Grundwerkstoffe führen können.
In Kombination mit einer ungünstigen Schneidoberfläche kann dies zur Gebrauchsuntauglichkeit des Schneidteils führen. Eine dadurch negativ beeinflusste Schwingfestigkeit kann in Folge von wechselnden Beanspruchungen zu frühzeitigem Bauteilversagen führen und so enorme Schäden verursachen.
 Der Vortrag zeigt die metallurgischen und geometrischen Einflüsse der thermischen Schneidverfahren auf. Schadensfälle verdeutlichen welche Priorität der Qualitätssicherung beim thermischen Schneiden zugesprochen werden muss.
Es wird gezeigt wie im Stahlbau entsprechend DIN EN 1090-2 die Qualität durch qualifizierte Schneidverfahren sichergestellt wird.

Curriculum Vitae

Nach einer Ausbildung zum Industriemechaniker studierte Dennis Weiler Maschinenbau an der FH-Koblenz und absolvierte eine Ausbildung zum Schweißfachingenieur an der RWTH Aachen/SLV Duisburg. Seit 2009 ist er als stellvertretender Leiter in der Schweißtechnischen Lehranstalt der Handwerkskammer Koblenz tätig. Neben der Werkstoffprüftechnik umfasst sein Aufgabengebiet die Werkstofftechnische Beratung sowie Schadensanalyse in besonderen Bezug zur Schweiß- und Schneidtechnik.

Fachgebiet: Industrie 4.0  - Datenschutzrecht
Vortrag Nr.: 19-2-4 Uhrzeit: 12:00 Uhr - 12:30 Uhr

Rechtssicher in der Digitalisierung

Rechtsanwalt Ulrich Herfurth, Herfurth & Partner, Hannover

Daten als Vermögenswerte-Sicherheit, Schutz und Verfügungsrechte

Referent: Rechtsanwalt Ulrich Herfurth, Herfurth & Partner, Hannover

19-2-4: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

In der digitalisierten Wirtschaft und Industrie 4.0 haben Daten eine überragende Bedeutung. Als Vermögenswert bedürfen sie nicht nur eines technisch-organisatorischen Schutzes, sondern sind sie auch in einen Rechtsrahmen eingebettet, der das Schutzinteresse aller Beteiligten abbilden soll. Die rechtlichen Fragen zu Daten lassen sich in vier grundlegende Interessen einteilen.

  1. Datensicherheit
  2. Datenschutz
  3. Datenhoheit
  4. Datencompliance.

Das geltende Recht bietet teilweise Schutzinstrumente an, teilweise stellt es Anforderungen an die Beteiligten. In einigen Bereichen müssen Unternehmen aber ihre eigenen Regeln schaffen, um nicht schutzlos zu sein.

Der Vortrag gibt eine strukturierte Übersicht über die wichtigsten Fragen und zeigt jeweils Lösungsansätze auf.

Curriculum Vitae

Ulrich Herfurth ist Rechtsanwalt in Hannover und Brüssel und Managing Partner der HERFURTH & PARTNER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Unternehmensrecht und internationalen Wirtschaftsrecht. Dabei konzentriert sich die Kanzlei auf die strategische Rechtsberatung zu Unternehmen, Märkten und Technologie. Herfurth ist auch Mitbegründer und Chairman der Alliuris Gruppe, einer internationalen Allianz von Wirtschaftskanzleien mit 30 Standorten weltweit. Zum Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 hat Ulrich Herfurth die interdisziplinäre Expertengruppe indy4 initiiert, die sich intensiv mit Fragestellungen zu Industrie 4.0 und Digitalisierung auseinandersetzt.

LUNCH: 12:30 - 14:00 Uhr - Messebesuch - Netzwerken - Buffet

Fachgebiet: Business-Coaching
Vortrag Nr.: 19-2-5 Uhrzeit: 14:00 Uhr - 15:00 Uhr

Sie sind die Innovation! Bewahrer. Macher. Vordenker.

Matthias Fuchs FuchMacht® Markencoach

Innovation im Unternehmen fördern, fordern und führen. Innovationsstrategien 

Referent: Matthias Fuchs, FUCHSMACHT® Markencoach, Essen

19-2-5: Beschreibung, Curriculum Vitae

Beschreibung

Innovation bedeutet unter anderem, echte Chancen zu erkennen, zu spielen und aktiv zu nutzen. In enger werdenden und immer dichter besetzten Märkten ist diese Fähigkeit aus mehrfacher Sicht wichtig. Sie befähigen sich dazu, privat und beruflich, alle sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen – und so Kunden, Märkte und Menschen zu erobern.

Der Vortrag reflektiert scheinbar Bekanntes, denkt quer und geradeaus, polarisiert, stellt in Frage, provoziert und beantwortet die Fragen: 
„Warum muss ein marktrelevantes Unternehmen sich wandeln und wieso sollte man sich nicht mit dem Status Quo zufrieden geben?“ 
Ein Plädoyer für den Fortschritt in die richtigen Bahnen gelenkt.

 

Curriculum Vitae

Matthias Fuchs ist gelernter Mediengestalter, der während seiner Zeit bei LUX-Tools (Member of OBI-Group) seine Marketing- und Coachingfähigkeiten entdeckte und in weiteren beruflichen Stationen weiter entwickelte. Seit 2005 firmiert er erfolgreich unter der Marke FUCHS MACHT® als unabhängiger Coach in der Business-Beratung.

„Game Changer“ nennen ihn manchmal seine Geschäftspartner, obwohl er lieber die Begriffe Markencoach und Vertriebsstratege bevorzugt. Matthias Fuchs verkörpert, ebenso wie alle anderen Menschen, nicht nur zwei Rollen. Deshalb ist er als Verkaufstrainer, Organisationsentwickler, NLP-Master, Impulsredner, Markendesigner, Querdenker, Vordenker und Visionär unterwegs. Er sieht seine Stärken darin, Unternehmen Optionen aufzuzeigen, Geschäftsmodelle innovativ in neue Bereiche zu führen und zukunftsweisend und gewinnsteigernd aufzustellen.

(alle Angaben unter Vorbehalt, inhaltliche und terminliche Änderungen möglich)