Entgraten von Brennteilen

Himbeer-Sahne-Tortenstück
Sauberer Solinger-Messer-Schnitt - hier entfällt das entgraten!

Grat beim Brennschneiden

Je nach Material und Bartgröße, springt der Bart beim autogenen Brennzuschnitt auch einfach ab. Je dicker der Grat ausfällt, um so leichter springt er bei einer mechanischen Erschütterung ab. Daraus haben Anwender die folgende Technik entwickelt:
Man lässt die Brennteile ein wenig abkühlen und wirft sie beim Abräumen vom Brenntisch in den Container oder auf den Boden oder auf eine Palette. Ergebnis: Weitestgehend springt der Grat nach dieser mechanischen Störung ab. Vorsicht: geeigneten Spritzschutz tragen, Körper schützen und auf vorbeigehende Personen achten. 

Wenn aber dieses einfache Verfahren nicht ausreicht, bleibt keine andere Wahl als maschinelle Mittel einzusetzen.

Mechanisches Entgraten

Rommeln, Entgratungstrommel, Winkelschleifer

Große Teile werden in der Regel mit einem Winkelschleifer manuell entgratet, während Kleinteile häufig in eine Rommel geworfen werden. Eine Rommel kann man sich einfach ausgedrückt als einen "Betonmischer" mit verschließbarer Klappe vorstellen. Die Kleinteile werden dort unter Hinzugabe von Kies oder anderen Schleif- oder Schlagkörpern (z.B. Eisenkugeln etc.) 20 bis 40 Minuten lang gedreht, bis dass der Grat an allen Seiten und Kanten abgeschlagen ist.

Nachteil der Entgrattungstrommel (Rommel):

  • Die Oberflächen der Teile verkratzen und die Kanten werden unkontrolliert abgerundet - was manche Endkunden stören könnte und zu Reklamationen führen kann
  • Außerdem ist dieses Verfahren nur für Kleinteile bis zu einer bestimmten Größe möglich
  • Ein erhöhter Lärmpegel ist nicht ausschließbar, der allerdings durch entsprechende Schallisolierung minimiert werden kann
  • Prozessverkettung ist hier schwierig

Nachteil der mechanischen Entgratverfahren mit dem Winkelschleifer

  • Die manuelle Entgratung ist zeitaufwendig, 
  • Die zu entgratenden Teile müssen gedreht werden, was bei Stückgewichten von mehreren Hundert Kilo bis zu einigen Tonnen durchaus zeitaufwendig und nicht ungefährlich ist
  • Qualitätssicherung ist erfahrungs- und damit personenabhängig
  • Eingeschränkte Reproduzierbarkeit - jedes Teil hat ein anderes Schliffbild
  • Handarbeit, Personalbezogen und damit kostenintensiv
  • Winkelschleifer und Schleißblätter sind Verbrauchsmaterial
  • Unfallgefährdend durch Funken-, Schnitt- und Quetschgefahren
  • Prozessverkettung und Materialflussteuerung nur in engen Grenzen möglich 

 

Grat bei Laser- und Wasserstrahlteilen mit zu scharfen Kanten

Nahezu alle Anwender von Schneidanlagen kennen dieses Problem: Laser- und Wasserstrahlteile sind zwar meistens gratfrei, doch dem Endkunden häufig zu scharfkantig. Hier verlangt der Kunde ein Abrunden der Kanten. Letztlich kommt es aber auf das Bauteil und seine Verwendung an. In den meisten Fällen kann der reine Entgratungsprozess bei den beiden Schneidverfahren eingespart werden, wenn alle Parameter optimal eingestellt sind.

 

Grat bei Plasmazuschnitten

Bei Brennteilen und Plasmazuschnitten hingegen ist der Grat fast obligatorisch. Wird ein Qualitäts-Mehrgasplasma eingesetzt, reduziert sich der Grat zwar immens, doch häufig ist die nachträgliche Entfernung von Schlacke und anhaftenden Spritzern unablässig. Darüber hinaus gibt es bestimmte Materialgüten, bei denen eine vermehrte Gratbildung auftritt. Je nach Erfahrungsstufe des Lohnschneiders kann auch bei Qualitätsplasma ein mehr oder weniger großer Grat entstehen, den es zu entfernen gilt.

Egal, wie man es auch anstellt, eine 100%ige Gratfreiheit für alle erdenklichen Konturen, bei jeder Materialgüte und in jeder Situationen kann niemand garantieren, so dass das anschliessende Entgraten zwar minimierbar, aber gänzlich nicht zu 100% vermeidbar ist.

 

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