Begriffs-Lexikon:

Lunker in Werkzeugstahl
Lunker in Werkzeugstahl bedeutet einen unschönen Schnitt

Es ist hilfreich, wenn man einige Fachbegriffe der autogenen Schneidwelt kennt. Wir haben exemplarisch einige für Sie zusammengestellt.

 

Martensit:

Feinnadeliges, sehr hartes und sprödes Gefüge. Es entsteht beim Abschrecken von Austenit mit derart hohen Abkühlgeschwindigkeiten, dass dem Kohlenstoff keine Zeit zur Diffusion aus dem Gitter bleibt. Beim Erwärmen (Anlassen) geht Martensit schließlich bei hohen Temperaturen (bis 720 °C) und langen Glühzeiten (bis 10 h) in Ferrit mit eingelagertem kugeligen Zementit über. Man unterscheidet folgende Martensitarten: Lanzettenmartensit, Plattenmartensit, kubischer Martensit, Verformungsmartensit.

Kohlenstoffgehalt:

Kohlenstoff ist das Element, das aus Eisen Stahl macht. Je nach Kohlenstoffgehalt entwickelt der Werkstoff Stahl ein ganz bestimmtes Gefüge (Eisen-Kohlenstoff-Diagramm). Es verleiht ihm charakteristische Eigenschaften, z. B. Festigkeit, Umformbarkeit, Schweißbarkeit etc. So teilt man Stähle nach ihrem Kohlenstoffgehalt in untereutektoidisch, eutektoidisch (0,8% C) und übereutektoidisch ein.

Bis zu einem C-Gehalt von 0,2 % sind unlegierte Stähle gut schweißbar.

Bis zu einem C-Gehalt von 0,3% können unlegierte Stähle sehr gut brenngeschnitten werden.

Kohlenstoffäquivalent:

Ist eine Vergleichsgröße, die etwas über die Schweißbarkeit eines Stahls aussagt. Unlegierte Stähle sind bis zu einem Kohlenstoffgehalt von 0,2 % schweißbar. Stahl enthält aber meist noch eine Reihe andere Legierungselemente, die sich unterschiedlich stark auf die Schweißbarkeit auswirken können. Daher hat man versucht, eine Formel zu entwickeln, in die der Einfluss dieser Elemente mit eingeht. Aufgrund der Vielzahl von Stählen ist leicht einzusehen, dass es kaum eine einzige Gleichung zur hinreichenden Beschreibung des Problems geben kann. Im Schrifttum finden sich daher auch mehrere Gleichungen. Hier soll beispielhaft die vom International Institute of Welding empfohlene Formel für einen Stahl mit mehr als 0,18 % C genannt werden: CE (%) = %C + %Mn /6 + (%Cu + %Ni) / 15 + (%Cr + %Mo + %V) / 5. (Quelle: Wikipedia)

Lunker:

Als Lunker bezeichnet man Hohlräume im Metall, die beim Erstarren der Schmelze entstehen. Sie stellen beim Brennschneiden ein großes Problem dar, da aufgrund des Lufteinschlusses ein Flammenabriss entsteht. Auch beim Plasmaschneiden stören Lunker je nach Größe und beenden oder beeinflussen den Schnitt.

 

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