Rissbildung vermeiden durch Duschen bzw. Vorheizen

Rissbildung im hochfesten Stahl beim Autogenzuschnitt
Rissbildung im hochfesten Stahl beim Autogenzuschnitt

Um Aufhärtung, Eigenspannungen und Rissbildung der Kanten zu vermeiden, muss Kohlenstoffstahl mit über 0,3 % C-Anteil vorgewärmt und ggf. nachgeglüht werden. Unterlässt man diesen aufwendigen Prozess so besteht die Gefahr, dass es zu einer Rissbildung im Schneidmaterial kommt, im schlimmsten Fall durch Spannungen im Material zum Bersten führt. 

 

 

 

 

Das Aufhärten hängt im wesentlichen vom Kohlenstoffgehalt und von der Abkühlungsgeschwindigkeit ab. Die Eigenspannungen werden mit sinkender Schneidgeschwindigkeit größer. Im unmittelbar an der Schnittfläche grenzenden Bereich entstehen Zugspannungen. Risse können schon bei Stählen mit mehr als 0,3 % C entstehen. Bei Stählen mit höherem C-Anteil z.B. Werkstoff C60, besteht wegen des unter der Schmelzschicht auftretenden Martensits die Gefahr der Unterrissigkeit.

 

Temperaturen für das Vorglühen und Nachglühen beim Stahlzuschnitt

Werden Stähle geschnitten, die zur Aufhärtung neigen, ist ein Vor- bzw. Nachwärmen zu empfehlen, um die Abkühlbedingungen der Schnittbereiche zu verbessern.

Temperaturen liegen ca. bis zu 450° C im Vorwärmbereich

und bis ca. 150°C im Nachwärmbereich.

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