10 Tipps für die Automatisierung beim Brennschneiden

Beispiel: Autogenbrennanlage mit 6 Brennern mit einbebauter elektr. Zündung und ingetrierter Höhenregelung

Im Gegensatz zum Plasmaschneiden ist beim Autogenschneiden bzw. Brennschneiden in der Regel die Anwesenheit eines Bedieners erforderlich. Es existieren jedoch mittlerweile eine Reihe von Möglichkeiten durch moderne Elektronik und Automatisierungstechniken, Bearbeitungszeit einzusparen. Hier bieten verschiedene Hersteller unterschiedliche Methoden an. Dabei besteht nicht die Maxime, Automatisierung um jeden Preis zu betreiben, sondern eine auf wirtschaftlichen Gründen basierende Entscheidungsauswahl steht dabei primär im Vordergrund. Will bedeuten, dass manche Automatisierungen auch Nachteile haben können.

10 Tipps für Möglichkeiten einer Automatisierung beim Brennschneiden:

  1. Lochstechautomatiken für autogenes Brennschneiden gibt es bereits für Materialdicken bis 180/200 mm, sie helfen beim Lochstechen und entlasten den Bediener
  2. Schnelle Vorheiztechniken reduzieren die Lochstechzeiten und erhöhen den Anwendungsbereich
  3. Mehrbrennerbetrieb reduziert die Schneidzeiten
  4. Auto. Verstellung der Brennerköpfe in ihrer Distanz zueinander in Abhängigkeit des Schachtelprogramms, (Automatische Brennerdistanzverstellung)
  5. Proportionale Gasventile sorgen für längere Lebensdauer der Düsen und schonendes Einstechen
  6. Elektrische Zündsysteme erlauben das programmgesteuerte Zünden der Brenner ohne das der Bediener eingreifen muss
  7. Schnelle Brennersupporte: Die z-Achsen Bewegung der Brennersupporte kann mit 3 m/min oder 6 m/min oder noch wesentlich schneller positionieren. Bei 10.000 bis 50.000 Hüben pro Jahr ergeben sich enorme Einsparpotentiale.
  8. Schnelle Portalsysteme: Häufig sind Brennschneidanlagen sehr lang, nicht selten 20, 30, 50 m und länger. Hier hilft ein schneller Eilgang, denn selbst bei einer Vorschubgeschwindigkeit von 10 m/min muss man 2 Minuten warten, bis eine solche Anlage 20 m zurück gelegt hat.
  9. Abtastsysteme, die schneller und besser den Abstand zwischen Düse und Material regeln können, als der Bediener. Mittlerweile gibt es Brenner, die sich auch von Schlackehaufen nicht mehr irritieren lassen.
  10. Automatisierte Flammüberwachungen, die kontrollieren ob die Flamme an oder aus ist und im Störfall sicher die Anlage ausschalten, oder sogar einen Neustart selber erzeugen, und erst nach misslungenem Versuch die Anlage sicher ausschalten und den Bediener informieren, so dass dieser nicht konstant an der Maschine stehen muss.

Alle diese Vorschläge haben das Autogenschneiden wirtschaftlicher werden lassen. Die Systeme wurden leistungsfähiger, aber auch komplexer. Der wirtschaftliche Nutzen derartiger Automatisierungstools für Brennschneidanlagen im Zeitalter der Globalisierung ist unbestreitbar ein großer Motivator für Neuinvestitionen und Modernisierungen. 


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Donnerstag, 23.09.2021

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