Automatisierung

Ein Wassertisch mit einem Austragförderband
Wassertisch mit Austragsförderer

Automatisieren ist bei Dickblechen PFLICHT, haben wir im Bericht zuvor gezeigt! Sobald dicke Bleche geschnitten werden sollen, ist im Regelfall Automatisieren Pflicht, wenn man vernünftige Auslastungen und damit günstige Stundensätze erzielen will. Beim Automatisieren spielt der Schneidtisch eine große Rolle.

 

 

Automatisierungsmöglichkeiten

1. Doppelte Brenntischlänge

Die günstigste Art bei Dickblech-Automatisierungen ist noch immer die Brenntisch-Verlängerung. Zwei oder Drei-Tisch-Betrieb stellt kein Problem dar, sofern die Hallenfläche vorhanden ist und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden.

So verwundert es nicht, dass Unternehmen, die mehrschichtig schneiden in der Regel 20 m und weit darüber hinaus, lange Brenntische betreiben. Während eine Seite des Tisches abgeräumt wird, kann auf der andere Seite bereits geschnitten werden und vice versa. Oftmals erlauben Brenntische auch das Auflegen von zwei Blechen nebeneinander (zusätzlich zum hintereinander legen), die dann gleichzeitig mit zwei oder mehr Brennern geschnitten werden können.

Voraussetzung:

Die Tische sind schwingungstechnisch entkoppelt, da sonst die Schnittqualität durch Schwingungen beeinträchtig werden kann. Dies setzt auch ein ordentliches Streifenfundament voraus, damit sich die Schwingungen der Umgebung, aus Hallenkran und Staplerbetrieb etc. nicht auf das Schnittbild einer Schneidanlage übertragen.

 

 

 

2. Kratzförderer, Schwingförderer

Eine andere Art der Automatisierung ist der Kratzförderer im Brenntisch, der den Austrag von Schlackeresten und Kleinteilen erledigt.

 

Ein Kratzförderer muss gewartet und überwacht werden. Auch hier sind verschiedene Systeme am Markt erhältlich, es gibt wartungsarme Rüttelsysteme, welche die Schlacke oder Gutteile, die herunter gefallen sind, durch Schwingungen zum Kopf des Brenntisches befördern und Kettenaustragsförderer.

Der Austragsförderer bringt herabgefallene Kleinteile aus dem Gefahrenbereich, bevor sie durch herabfallende Schlacke verklebt werden, entfernt Schrott und Schlackereste und sorgt so für einen nahezu nahtlosen Betrieb, Reinigungszeiten werden auf ein Minimum reduziert - sofern seine Wartung und Störungen sich in Grenzen halten.

Beim Schneiden von dickerem Blech verkleben häufig die Teile mit dem Gitterrost oder sitzen so fest in ihren Nestern, dass sie mit dem Handbrenner frei geschnitten werden müssen, was manuell erfolgt und daher zusätzliche Zeit beim Abräumen kostet - dieser Vorgang lässt sich zur Zeit noch nicht automatisieren.