Was geht beim Zuschnitt an der Maschine alles kaputt?

Zahnstange
Zahnstange: Ersatz- oder Verschleißteil?

Was sind Verschleißteile und was sind Ersatzteile bei einer Schneidanlage?

Eine häufig gestellte Frage lautet, was sind Verschleißteile und was sind die Ersatzteile in einer Schneidanlage?

Ersatzteile sind keine Verschleißteile. Ersatzteile können zwar auch ausfallen, doch sollten sie bei entsprechend guter konstruktiver Planung, vorschriftsmässigem Umgang und richtiger Wartung einige Jahre durchhalten. "Montagsgeräte" einmal davon ausgenommen! Die Klärung dieser Frage besitzt  eine wirtschaftliche Bedeutung. Fallen bei Schneidanlagen beispielsweise die Kabel durch einen Kabelbruch aus, muss der gesamte Kabelbaum gewechselt werden. Dies kann schnell einige Tausend Euro bis zu einigen Zehntausend Euro, je nach Maschinengröße, betragen. Kommt ein derartiger Kabelbruch jedoch häufiger vor, so kann es passieren, dass die Wartungskosten der Schneidanlage ihre Produktionsgewinne aufzehren.

Bei hohen Wartungs- und Reparaturkosten wird deutlich, warum manche Teile möglichst lange funktionieren sollten und der Wartungsaufwand sich in Grenzen halten sollte. Wenn der durch die Anlage eingespielte Gewinn in den Wartungs-, Betriebs-, und Reparaturkosten vernichtet wird, reduziert es die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und belastet seine Liquidität.  

Hier der Versuch einer Aufstellung, die nicht komplett sein muss, aber einen Anhaltspunkt darstellt. Dabei haben wir die Teile summativ und vereinfachend für alle Schneidprozesse betrachtet und zusammen aufgeführt. Wobei klar sein sollte, dass Elektroden nicht zum Wasserstrahlschneiden zählen und Abrasivmittel nicht zum Autogenschneidprozess. Sollte dennoch Unklarheit bestehen, stellen Sie Ihre Frage im Forum ein oder kontaktieren Sie uns.

Übrigens: Manche Hersteller können eine andere Auflistung von Verschleiß- und Ersatzteilen besitzen - fragen Sie daher nach und klären Sie dieses Thema im Vorfeld mit Ihrem Lieferanten ab. Am besten, Sie halten diese Punkte in einem systemischen Lastenheft fest oder Sie fragen die Lebensdauer der Teile über den Marktplatz bei Ihren Lieferanten an.

Als Verschleißteile gelten im allgemeinen Gebrauch, gemäß unserer Sichtweise, unter anderem:

  • Betriebs- und Schmierstoffe,
  • Düsen,
  • Elektroden, Kathoden,
  • Wirbelringe,
  • Shield, Brennerkappe
  • Brennkörper,
  • Schraubkappen,
  • der Schneidkopf
  • und das Schlauchpaket,
  • die Antriebsritzel des Portals,
  • Düsen und Düsenrohr,
  • Hochdruckdichtungen,
  • Spiegel,
  • bestimmte Maschinenbauteile,
  • alle Teile im Schneidkopf des jeweiligen Schneidprozesses,
  • alle Teile der Energiezuführung im jeweiligen Schneidkopf,
  • auch der Schneidtisch, Materialauflagen und die Filtereinsätze (Patronen, etc.) erzeugen Kosten, die mit eingerechnet werden müssen. Die Lebensdauer von Materialauflagen ist abhängig vom Material- und Teilespektrum das geschnitten wird und daher nur schwer im Vorfeld zu kalkulieren. 

Hinweis: Elektroden, Düsen, Brennköpfe unterliegen einem zufälligen Ausfall, d.h. es ist möglich, wenn ein Funke, eine Flamme, ein Rückspritzer wider Erwarten in den Brenner zurück schlägt, schon beim ersten Zünden der Brennkopf oder Teile davon zerstört werden. Auch wenn der Schaden hoch sein kann und die Teile damit nicht die bestimmungsmässige Lebensdauer erreichten, ist dies dennoch normal und kann in einem Schneidprozess jederzeit entstehen. Gott sei Dank, ist dies aber die Ausnahme. Der Ordnung halber sei dies an dieser Stelle jedoch erwähnt.

Als Ersatzteile definieren wir gemäß unserer Erfahrung:

  • Energieketten,
  • Kabel,
  • Antriebe und Getriebe,
  • Elektronik, Regler, Bedienelemente, Signallampen, Schütze und Relais, Sicherungen, Lüfter,
  • Laufbahn,
  • Maschinenkörper,
  • Sensoren, Endschalter etc.

Ersatzteile sollten, bei vorschriftsmässigem Betrieb und Wartung eine bestimmte Lebensdauer aufweisen. Kennt man die angesetzte Lebensdauer, so können die Kosten für deren Austausch ebenso in den Stundensatz der Anlage mit eingerechnet werden. Auch Ritzel, Zahnstangen, Getriebe, Energieketten etc. nutzen ab, unterliegen damit einem natürlichem Verschleiß und können irgendwann zu einem Ausfall führen, ein Austausch ist dann unabwendbar. Doch in der Regel sollten derartige Teile einige Jahre im Einschichtbetrieb bei normaler Nutzung halten und damit unterscheiden sie sich wesentlich von Verschleißteilen, deren Kosten den Stundensatz wesentlich mitbestimmen, da Verschleißteile in der Regel nur eine Lebensdauer von wenigen Stunden bzw. kurzen Perioden besitzen. Fragen Sie dazu auch Ihren Maschinenlieferanten, viele Hersteller sind in der Lage, Ihnen die einkalkulierten Lebensdauern der Ersatzteile und deren Kosten anzugeben.

Tipp: Verwalten Sie die Lebensdauer der Ersatzteile tabellarisch, um rechtzeitige Wechselvorgänge einzuplanen, Stillstand zu reduzieren oder nutzen Sie:

Predictive Maintenance (die vorausschauende Wartung)

Diese erlaubt dank eingebauter Sensorik die rechtzeitige Messung und Warnmeldung, wann ein relevantes Bauteil in der Schneidanlage auszufallen droht und erspart bei rechtzeitigem Wechsel den nervigen Ausfall des gesamten Schneidsystems. Ein Lob an Industrie 4.0-Technik und der damit verbundenen Digitalisierung. Besitzen Sie eine derartige moderne Schneidanlage mit einer entsprechenden Sensorik dann sollten Sie auch bezüglich dem potentiellen Ausfall von Ersatzteilen weitaus weniger Sorgen haben.
Hinweis: Auch ältere Systeme lassen sich durch ein Retrofitting (eine technische Modernisierung) auf einen digitalisierten Stand bringen, lesen Sie dazu unseren Artikel Retrofitting ...  

 

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