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Der Lockdown geht - das Hochfahren der Industrie kommt

Multiwerkzeugmaschine mit Bohrspindel und Plasmaschneidkopf
Multiwerkzeugmaschine mit Bohrspindel und Plasmaschneidkopf

Es ist unbestreitbar - die Welt hat den größten wirtschaftlichen Rückgang der Industrie erfahren, der in den letzten 70 Jahren verzeichnet wurde. Auf der einen Seite galt und gilt es eine Pandemie zu stoppen bzw. zumindest die Auswirkungen des COVID-19 Virus abzumildern. Auf der anderen Seite war abzusehen, dass für einen kompletten Lockdown ein hoher Preis zu zahlen sein würde. Ein freiwilliger Lockdown in dieser Größenordnung ist geschichtlich jedenfalls ein absolutes Novum. Nun gilt es, das System kontrolliert wieder hochzufahren. Der Vergleich mit dem Booten eines Rechners ist dabei eher unpassend, da dieser Vorgang Teil des Systems ist und in vorprogrammierter Weise abläuft. Das Anlaufen der Industrie gestützt durch äußere Maßnahmen ist in der aktuellen Ausprägung hingegen eine Premiere. Zur Rettung des Systems steht eines der größten Förderprogramme bereit, die Nationen jemals verabschiedeten, um die wirtschaftlichen Folgen eines unkontrolliert eintretenden Ereignisses abzufedern. EU-Kredite und Soforthilfeprogramme, sowie die landeseigenen Förderprogramme werden dabei als probate Mittel angesehen, um den Motor des stotternden Weltmarktes wieder anzukurbeln. Sogar Mehrwertsteuersenkungen als klassisches Instrument zur Förderung des Konsumverhaltens der Verbraucher werden in den Maßnahmenkatalog einbezogen.

Und wir fragen uns, was die Schneidindustrie derweil unternehmen kann, um sich in dieser Zeit möglichst sinnvoll auf einen Neustart einzustellen? In diesem Bericht finden Sie einiges an Ideen und viel Stoff für neue Visionen, die wir für Sie ausgearbeitet haben. Manche dieser Anregungen kosten wenig, andere erfordern eine wohlüberlegte betriebswirtschaftliche Entscheidung.

Dabei geht es nicht nur um Fragen wie: Wie sieht Ihr Maschinenpark aus? Wie gut ist die Infrastruktur Ihrer Fertigung? Sind Ihre Maschinen voll Industrie 4.0-tauglich? Sind Ihre innerbetrieblichen Abläufe optimal aufeinander abgestimmt?

Sondern wir fragen auch nach den Lehren dieser Krise. Was kann man zukünftig anders machen? Welche Strategien können die Folgen weiterer Krisen abfedern, die eventuell noch auf uns zukommen?

Ideen zur Wirtschaftlichkeit, Logistik, Unternehmenskonzept:

  • Überarbeitung des Unternehmenskonzepts, Anpassung der Unternehmensplanung bei zukünftigen Marktschwankungen
  • Ratio-Potentiale entschlüsseln
  • Maschinenfreiheitsgrade erweitern, um neue Produktnischen zu erschließen
  • Neue Software implementieren, die mehr Transparenz schafft und eine schnellere Kalkulation gestattet und für Digitalisierungsaufgaben die passende Struktur mitbringt
  • Logistik, Abläufe, Ladekonzept der Schneidanlagen neu durchdenken und gegebenenfalls optimieren
  • Lager aufräumen, Schrott entsorgen
  • Arbeitsplätze effizienter gestalten
  • Beleuchtung auf LED-Technologie umstellen
  • Heizung optimieren oder eine nachhaltig günstigere Heizung einsetzen
  • Zeit nutzen für die Ausbildung und Motivation des Verkaufspersonals
  • Training der Maschinenbediener
  • Erstellung und Planung gezielter Marketingkampagnen
  • Werbestufenplan entwickeln, Internet stärker einbeziehen
  • Krisenmanagement: Strategien für zukünftige Marktschwankungen entwickeln, Überdenken der Fertigungswege, Risiken durch Fertigungsauslagerung analysieren und Backups schaffen

Ideen zum Maschinenpark, Digitalisierung, Industrie 4.0

  • Fertigungszeiten durch Multiwerkzeugmaschinen optimieren
  • Diversifikation der Angebotspalette durch Schneidtechnologie-Erweiterung
  • Aufbau einer digitalisierten Fertigung
  • Aufbau eines Internet-Shops für Zuschnitte, Lohnaufträge

Kostensenkungsmaßnahmen durch Einzelprojekte

  • Autogenbrenner mit Proportionalventilen oder gleich digital vollautomatisiert ausstatten
  • Plasmabrenner mit digitalisierter Schnittstelle für die Erfassung von Prozessdaten
  • Neue CNC mit Betriebsdatenerfassung und Rückgabe der Daten an übergeordnete Software für eine höhere Planungssicherheit und Kostenkontrolle
  • Verschachtelungssoftware mit besserer Schachteldichte zwecks Reduktion des Verschnitts oder neuen vereinfachenden Funktionen
  • Laserschneidanlagen mit höherem Wirkungsgrad, weitere Optionen und Funktionen in Laseranlagen einbauen lassen
  • Wasserstrahlschneidanlagen mit energiesparenden servogeregelten Hochdruckpumpe
  • Wasserstrahlschneidanlagen mit Recycling-System ausstatten
  • Wasserstrahl-Suspensionstechnik einsetzen
  • Wasseraufbereitungssystem nutzen
  • Sägeanlagen mit leistungsfähigeren Sägeblatt-Technologien bestücken
  • Maschinenpark instand setzen
  • Instandsetzung, Reinigung, Organisation der Hallen
  • Filteranlagen reinigen oder leistungsstärkere einsetzen
  • Schneidtische reinigen und instandsetzen

Bitte betrachten Sie diese Auflistung nur als Vorschläge für Dinge, die jetzt angegangen werden können. Nicht alles davon ist schnell umsetzbar, manches benötigt Zeit und finanzielle Ressourcen. Doch jetzt wäre eine gute Gelegenheit, Dinge, die man sonst vielleicht nicht angegangen wäre, zu starten. Sie in Gang zu setzen. Die Zeit gut zu nutzen, um Neues auf den Weg zu bringen. Jetzt ist die Zeit für Optimierungsprozesse, um die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.

Besuchen Sie den kommenden Deutschen Schneidkongress® auf der CUTTING WORLD®  vom 20. bis zum 22. April 2021 in Essen und informieren Sie sich vor Ort.

Bleiben Sie gesund!

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