Sparen Sie Material und Schneidzeit ein und senken Sie die Schnittkosten

Mit speziellen Schneidtechniken, dem "Sahnehäubchen" der CAD/CAM-Verschachtelungsprogramme

Diese besonderen Schneidtechniken sind das Salz in der Suppe, für alle Feinschmecker und bringen den Mehrwert der Software ans Licht.
Dazu zählen beispielsweise:

  • Erzeugung gemeinsamer Schnittkanten, sie werden auch "common cuttings" oder Sparschnitt genannt. Mit einem Schnitt werden zwei Blechkanten benachbarter Konturen geschnitten.
  • Kettenschnitte: Die Anlage fährt ohne die Flamme, Lichtbogen etc. auszuschalten gleich von einer Kontur zur nächsten.
  • Brückenschnitte
  • Stege setzen
  • Übergabe diverser Maschinenparameter an bestimmten Konturen, Ecken, etc.
  • Reduzierte Kreisgeschwindigkeiten in Abhängigkeit vom Durchmesser - erzeugt kreisrundere und genauere Durchmesser mit höherer Genauigkeit
  • Verwendung von Materialtabellen, so dass automatisch die passenden An-, Abstiche, Geschwindigkeiten, Schneidparameter etc. gesetzt werden und menschliche Fehler reduziert werden
  • Berücksichtigung der thermischen Ausdehnung durch Softwareberechnungen
  • Klappensteuerung der Schneidtische bei bestimmten Maschinen
  • Automatische Zerstückelung von Restgittern
  • Umwandlung von Bitmap-Daten in Vektoren, d.h. eingescante Fotos, Logos, etc. lassen sich so vektorisieren und ausschneiden
  • Schrift-Generatoren, die auto. Werbezüge ausschneiden können
  • 3D-Funktionen
  • Spezielle Lochstech-Sequenzen, beispielsweise die das Vorstechen mit alten Düsen erlauben
  • Einbindung der Software über API-Schnittstellen auf die Webseite
  • Shopsystem
  • Automatische Vorkalkulation
  • Macro-Erstellung von wiederkehrenden Geometrien
  • u. v. m.

Auch wenn diese Technologien auf den Seiten mancher CAD/CAM-Programme einfach handhabbar beschrieben werden, so verläuft doch deren Einsatz in der Praxis nicht immer ohne Komplikationen ab. Vor dem Erfolg, steht die Anstrengung. Neben der einfachen Bedienbarkeit der Software, müssen auch die Schneidprozsse beachtet werden, die nicht selten den Anwender vor Herausforderungen stellen. Denn zischen dem programmierbaren Machbaren und dem umsetzbaren Ergebnissen in der Realität liegen oftmals Welten. Was softwareseitig einfach zu berechnen ist, mag in der Praxis an einfachen Dingen scheitern.  

Wenn wir beispielsweise den Sparschnitt beim Plasmabrenner näher betrachten, so muss mit einkalkuliert werden, dass eine Schnittkante mehr Schnittschräge enthält als die andere. Daher stellt sich die Frage, ruiniert man das zweite Plasmateil nicht durch die gemeinsame Schnittkante? Genügt der Neigungswinkel für beide Teile den Anforderungen des Auftraggebers? Oder sollte man bei bestimmten anspruchsvollen Bauteilen auf diese Sparmaßnahme verzichten?

Wird beim Autogenschneiden ein Sparschnitt, womöglich noch mit einem Kettenschnitt kombiniert, muss die große Menge an thermischer Energie mit bedacht werden, sonst stimmen die Abmessungen der Brennteile womöglich nicht mehr und man hat mehr Ausschuss und Nacharbeit produziert, als einem lieb ist.

Man wird feststellen, dass in der Praxis nicht alles umsetzbar ist, was programmiertechnisch möglich ist. Natürlich hängt der erfolgreiche Einsatz derartiger Schneidtechnologien auch vom Schneidprozess, der Schneiddicke und den Schnittanfordeurngen ab. Und genau dabei ist das unschätzbare Wissen der erfahrenen Bediener und der Arbeitsvorbereitung gefragt.

Wenn Sie jedoch die Probleme gelöst haben und die Einsatzfälle definiert haben, erhalten Sie mit diesen Methoden eine gute Möglichkeit, Ihre Schneidzeiten erheblich zu senken und eine Menge an Material einzusparen.

Achten Sie beim CAD/CAM-Verschachtelungsprogramm auch darauf, dass diese Funktionen in der Praxis leicht anwendbar und programmierbar sind. Manche CAD/CAM-Programme lassen auch die Nachrüstung derartiger Software-Tools zu. Diese Aufzählung von Hilfsfunktionen ist nur ein Auszug der Möglichkeiten, mittlerweile haben manche Hersteller noch mehr hilfreiche Tools in ihre Software eingebaut, fragen Sie gezielt bei Ihrem Hersteller nach oder wechseln Sie zu einem Produkt, das Sie bei der Kostensenkung unterstützt.

Nicht jede Software besitzt auch alle erdenklichen Hilfstechniken. Dies ist auch nicht immer zwingend erforderlich, denn entscheidend ist, dass Ihre Software diese Tools zur Verfügung stellt, die für Ihren Einsatzfall und Ihre Technologie relevant sind.


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