Welchen Einfluss hat die Qualität des Wassers?

Aluminiumteil mit kleinen Löchern
Aluminiumteil 8 mm dick mit Wasserstrahl geschnitten und sauberem 3 mm Loch

Die Wasserhärte spielt eine wichtige Rolle beim Wasserstrahlschneiden, sie beeinflusst die Lebensdauer der Verschleißteile, der Dichtungen und der beweglichen Teile in der Hochdruckpumpe.

Je härter das Wasser, desto geringer die Lebensdauer der Dichtungen etc.

Wasser unter hohem Druck verändert seine osmotischen Eigenschaften und bildet Kristalle, die sich in den Pumpen und Ventilen ablagern und zu einem hohen Verschleiß führen.

Darüber hinaus gibt es kaum "reines" Wasser - in jedem Trinkwasser ist eine Vielzahl an Stoffen z.B. Kupfer, Eisen und vielem mehr enthalten. Diese Stoffe wirken sich ebenso negativ auf die Lebensdauer der Dichtungen und Ventile aus. 

Viele Hersteller bieten neben dem Schneidsystem auch eine komplette Wasseraufbereitungsanlage an.

Enthärtungsanlagen und Filtersysteme beeinflussen die Schneidkosten und die Schnittqualität positiv, indem sie für:

  • höhere Wasserqualität, 
  • geringeren Verschleiß,
  • längere Lebensdauer,
  • weniger Störungen sorgen und
  • somit die Wartungskosten senken. 

Doch auch Recycling-Systeme, die das Schneidwasser aufbereiten oder sogar das Granat-Schneidmittel unter gewissen Bedingungen wiederverwendbar aufarbeiten, liegen heute im ökologischen Trend und sollten bei Neuinstallationen von Wasserstrahlschneidsystemen nicht fehlen, doch zumindest in die Kostenrechnung der Wirtschaftlichkeitsanalyse mit einbezogen werden.  

Schneidforum empfiehlt daher besonders zu überprüfen, ob Ihr Maschinenhersteller Wasseraufbereitungsanlagen nicht gleich mitliefern und wirtschaftlich berechnen kann. 

Forderung an die Wasserqualität:

(Stand: 2017)

  • Kupfer und Eisen dürfen nicht in die Pumpe eindringen => Schichtbildner, sie dringen durch die Wasserleitung ein.
  • Durch den hohen Druck bilden sich Silikate in den Pumpen, wie Glas und Bergkristall.
  • Kavitation (Gasbläschen) entstehen durch Druckschwankungen
  • Silikat-Grenzwerte (Stand 2017):
    max. 20 mg/l für 4.000 bar Pumpen
    max. 10 mg/l für 6.000 bar Pumpen
  • Werden die Grenzwerte eingehalten, kann sich bis zu einer Verdoppelung der Standzeiten einstellen 
  • Silikate gelten als ungefährlich für Menschen, daher werden sie oft nicht in den Wasseranalysen erfasst. Doch bereits ab 150 bar entsteht Kristallbildung => die ein Problem für Pumpen darstellt! 

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