Sie befinden Sie sich hier: Startseite ServiceAnwenderberichteC&M Stahl

Anwenderbericht: C&M Stahl GmbH & Co.KG, Hamm

Logo C&M Stahl
Sie sehen das Logo der Firma C & M Stahl aus Hamm

„Zur richtigen Zeit, die richtige Entscheidung!“

 


Stahl-Skulptur im Eingangsbereich

 

so erklärte der Junior-Geschäftsführer Christian Hoppe den Erfolg des Unternehmens dem Schneidforum-Redakteur in einem Interview, dass wir im Jahre 2008 führten. Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen und C & M Stahl ist seinem Motto treu geblieben. 
„Zur richtigen Zeit“ - wann sei die richtige Zeit, wollten wir wissen. 
Wenn es eine richtige Zeit geben sollte, dann schlussfolgern wir daraus, dass es auch eine falsche geben könne? 
Aus Sicht von Christian Hoppe ist die richtige Zeit die, wenn der Markt sich öffne und bestimmte Anforderungen mit sich bringe - genau dann sei die richtige Zeit für Investition. 
Dafür hat der Junior-Kaufmann, schon wie sein Vater - das richtige Gespür entwickelt und, wie bereits 2008 angekündigt, zum richtigen Zeitpunkt in zwei neue Anlagen, von denen jede für sich eine Besonderheit darstellen und die wir im folgenden vorstellen wollen, investiert.

Nicht viele Unternehmen setzen heute noch auf eine 12-Kopf-Brennschneidanlage. Es bedarf schon eine Menge an Aufträgen, um eine solche Investition auszulasten und einen vernünftigen ROI (Return On Investment) zu erhalten. Natürlich biete diese Schneidanlage noch einen weiteren Vorteil: Mit 12 Brennern lasse sich verzugsarm Schneiden, z.B. Streifen mit nur 100mm Breite. Wenn man ein solches Schneidportal auf eine 35m-Spurlänge montiert, so erhielte man ein mächtiges Arbeitsgerät für große Stückmengen, so Hoppe. 

Koike Brennschneidanlage DELTATEX mit 12 Autogenbrennern

Diese neue Brennschneidanlage von Koike vom Typ Deltatex teilt sich mit der bestehenden Stako Magnum-Brennschneidmaschine, die mit sechs Schneidköpfen bestückt ist, das 35m-Laufbett. Beide Anlagen sorgen für eine hohe Redundanz der Fertigung und geben Ausfallsicherheit. Eine Laser-Kollisionsüberwachung sorgt dafür, dass die beiden Hitech-Portale nicht miteinander kollidieren.  

 

Koike Brennschneidanlage DELTATEX mit 12 Autogenbrennern

 

Auto. Brennerklemmung und enge Brennerwagen-Abstände besitzen beide Systeme. Die rund 14 Jahre alte Brennschneidanlage von Stako verfügt darüber hinaus noch über eine Flammüberwachung für den mannlosen Betrieb. Auch die Stako-Anlage ist mit entsprechender Wartung in einem Topzustand - regelmässige Updates sorgen bei der Burny-CNC-Steuerung für einen aktuellen Softwarestand der Brennschneidanlage. 

 

Stako Magnum-Brennschneidanlage mit 6 Autogenköpfen, Baujahr 2000 und Burny-CNC

 

Alle Maschinen werden von der 1997 angeschafften  SigmaNest Software mit CNC-Daten versorgt.  C & M Stahl hat sich für dieses Produkt entschieden, obwohl damals der Service aus dem Ausland kommend, nicht unbedingt als zeitnah bezeichnet werden konnte. Doch 2014 wurde das mächtige CAD/CAM-Paket in die Hände der SigmaNest Systems GmbH mit Sitz in Dortmund gegeben, zu denen ein Teil des MesserSoft-Teams gewechselt ist. Damit steht dem Unternehmen aus Hamm nun ein ortsnaher, kundenorientierter Service zur Verfügung. Das Update auf die neue Version liefert ein noch schnelleres Handling, mit noch weniger Klicks komme man nun zum fertigen CNC-Programm, so Christian Hoppe.  Auch habe die SigmaNest-Software noch an Geschwindigkeit beim Verschachteln und in der Handhabung gewonnen. 

 

 

Stako Mangnum Plasmaanlage mit 2 Hypertherm HPR260 Schneidköpfen und Burny CNC

 

Geschäftsführer Christian Hoppe hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht, viele Jahre wurde mit verschiedensten Experten und Maschinenherstellern diskutiert, welches Schweissfasenkonzept das Bessere sei - Schweißnahtvorbereitung direkt auf der Maschine mit einem 3D-Schneidkopf oder Schweißnahtvorbereitung mit einem gesonderten Roboter-Fasensystem. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile und jeder Anwender muss die Abwägung für seine Fertigung individuell treffen.

Man habe sich am Ende für die externe Roboter-Lösung entschieden. Seine Wahl fiel auf den Biber® von Erl, weil dieser Roboter eine überaus einfache und logische Programmierung besäße und eine sehr genaue Fase durch das individuelle Überprüfen jeder Kante vor dem Schneiden, erzeugen könne, so Christian Hoppe. Den großen Vorteil sehe er jedoch darin, dass seine 2D-Portalschneidanlagen nicht durch die Fasenschnitte belegt seien, und so mit Senkrechtschnitten mehrschichtig ausgelastet werden können. Ausserdem sollen die technischen Möglichkeiten beim Biber alle Fasen-Formen mit wechselnden Winkeln auf einer Kontur erlauben und dabei verlässliche Genauigkeiten liefern können. Dies waren für die Geschäftsleitung die entscheidenden Argumente in dieses System zu investieren.

Der Biber® kann mit einem Autogenkopf bis 200mm Fasenlänge autogenfasen und mit einem Plasmakopf von  Kjellberg, der HiFocus 440i bis 50mm Fasenlänge Bleche mit Plasmafasen.

 

Der Biber®-Fasenroboter von Erl.

 

C & M Stahl, Geschäftsführer Christian Hoppe mit seinem neuen Biber®-Roboter

 

Der Biber® hat zugeschlagen und 12 Bauteile in einem Durchgang gefast

 

X, Y, V, K-Nähte, flache Fasen, 4-fach Fasen und Fasen mit engen Radien z.B. für Schlossschrauben sollen mit hoher Wiederholgenauigkeit produzierbar sein. 

 

Der Biber® bei der Arbeit mit Kjellberg HiFocus® Plasmabrenner

 

Die mechanische Fasenanlage „Fasrapid“ bleibt für Kleinteile und kleine Losgrößen weiter in Betrieb. Sie kann bis 40mm Materialdicke Fasenbreiten von 2 bis 60mm mit einem Fasenwinkel bis 75° anfertigen.

 

Kleinteile mit Fasrapid® manuell gefast

 

Da C & M Stahl vor zwei Jahren auch in eine moderne Sandstrahlanlage investiert haben, die beidseitig in einem Durchgang die Brennteile bis zu einer Stückgröße von 3.200mm und einem Stückgewicht von 14 t strahlen kann, sei man für die Anforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

 

Sandstrahlanlage

 

Sandstrahlanlagen-Fördergang mit Brennteilen

 

C & M Stahl besitzen die ISO 9001 und die DIN EN 1090 Zertifizierung sowie die Genehmigung des TÜV Nord umzustempeln. 

Zertifikate EN ISO 1090

 

C & M Stahl beschäftigt nach wie vor rund 30 Mitarbeiter.  Sie sind in keinem Verband verortet, statt dessen beziehen sie ihre Fachinformationen aus dem Schneidforum® und dem Kongress Deutscher Brennschneidtag®, so Christian Hoppe.

 

Impressionen: Mittagspause in der aufgeräumten Plasmahalle

 


C & M Stahl gründen sich auf zwei Firmenbereiche – zum Einen den 1979 vom Vater Winfried Hoppe gegründeten Stahlhandel und das seit 1991 konstant expandierende Stahlservice-Zuschnittunternehmen.

 

Wareneingang: Stahllagerung im neuen Hallenanbau

 

 


© Bildquelle: Beistellung Fa. C&M Stahl: Hallenkomplex

 

 

 


Stahl- und Reste-Aussenlager, © G. Hoffmann

 




Auch der Generationenwechsel wurde erfolgreich vollzogen, was bei Familienbetrieben nicht immer selbstverständlich sei. Seit Beginn 2007 ist der Junior Christian Hoppe Geschäftsführer des Unternehmens, wobei er auf die Erfahrungen des Seniors, der weiterhin die Geschäfte verfolgt und begleitet, überleitend zurückgreifen könne.
 

C&M verstehe sich als zuverlässiger Partner, wenn es um Bleche und Brennteile gehe, so Christian Hoppe. Der Schwerpunkt des Angebotes sei im Zuschnitt und Fasen von Blechen und Konturteilen zu finden.

 



Komplexes Brennteil, plasmageschnitten, ©G.Hoffmann

 

Für den Blechtransport besitzt das Unternehmen auch einen eigenen Gleisanschluss und arbeitet mit externen Spediteuren.

 

Spediteur

 

Hallenkran mit Magneten und Traverse

 


Auch im Betrieb wird kräftig investiert: Drei Großschneidanlagen sorgen mehrschichtig für satten Ausstoß qualitativ hochwertiger Brennteile, so Hoppe.



Plasma-Hallenschiff


Plasma-Anlage Wasserbrenntisch

Schon bei der Auslegung der Plasmaanlage, die mit 4.500mm x 38.000mm genau richtig dimensioniert wurde, waren die C&M Männer sehr innovativ und entschieden sich bereits Anfang der 1990er Jahre für eine Wassertischlösung. Zwei Plasmabrenner vom Typ  Hypertherm HPR260 werkeln mehrschichtig auf dem Stako-Portal mit der  Burny-CNC-Steuerung




Stako Magnum Plasmaschneidanlage


Stako Magnum Brennschneidanlage

 

Automatisierte Stako-Brennschneidanlage mit 6 Autogenbrennern. Mit einer Bearbeitungsgröße von 6.200mm x 28.000mm ist auch diese Anlage ein Schwergewicht an Schneidportal.




„Doch moderne Anlagen brauchen auch gut geschulte Leute. Je komplexer die Maschinen, desto mehr Knowhow brauchen auch die Bediener“, so Geschäftsführer Christian Hoppe. Die Mitarbeiter sind mittlerweile in der Lage den wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb der Anlage gut aufrecht zu erhalten. Dazu zählen auch regelmäßige Wartungen und Inspektionen, die ebenfalls das eigene Personal bis zu einem gewissen technischen Schwierigkeitsgrad  selber ausführt. 

 


Handarbeitsplätze

„Ein offenes Ohr für die Belange meiner Mitarbeiter zu haben“, so C. Hoppe, „ist für mich eine wichtige Herausforderung. Auch haben die Leute ein Recht darauf, zu erfahren, was in der Firma läuft, sie brauchen alle Informationen, die für ihre Aufgabe erforderlich sind. Hierzu zählen interne Schulungen und Seminare ebenso, wie eine professionelle Kommunikation.“ 

 



C & M Stahl, Hamm, Geschäftsführer Christian Hoppe


Zum Angebot der C&M Stahl zählt auch die weitere Anarbeitung wie Schweissen, Bohren, Fräsen, Kanten, Biegen, Sandstrahlen und Primern. Dabei kann C&M Materialdicken von 2 bis 300mm liefern.




Produktionshalle,  © C. Hoppe

 

 

Das Schneidforum wünscht Christian Hoppe und seiner C&M Stahl weiterhin gute Entscheidungen zur rechten Zeit.



 

©2008; 28. August 2014 Schneidforum  

 

 

C&M Stahl

da001394a3.jpg

Adresse
Klutestraße 9
59063 Hamm
Deutschland

Kontakt
icon-telefon.gif 02381-9500512
icon-fax.gif 02381-9500519
icon-mail.gif christian.hoppe@cum-stahl.de
www.cum-stahl.de