Ankündigung der USA von Strafzöllen auf Stahlimporte

Von: Wirtschaftsvereinigung Stahl
Lesedauer: 2 Minuten
399 x gesehen
Stahlproduktion in Deutschland
Stahlproduktion in Deutschland © Wirtschaftsvereinigung Stahl

Dazu Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschafts­vereinigung Stahl:
„Die Ankündigung des US-Präsidenten, Strafzölle auf alle Stahlimporte zu verhängen, trifft die Stahlindustrie in Deutschland und in der Europäischen Union in mehrfacher Hinsicht – und zur Unzeit. Zum einen ist die USA der wichtigste Absatzmarkt für die europäische Stahlindustrie. Allein aus Deutschland wird jedes Jahr rund eine Million Tonnen meist Spezialstähle in die USA exportiert. Aus der EU gelangen etwa 20 Prozent der gesamten Stahlexporte in den US-Markt.

Wichtig ist nun, dass die EU geeint, planvoll und rasch handelt:

Zum einen braucht es jetzt schnell eine konsequente Anpassung der Schutzmaßnahmen, der sogenannten EU-Safeguards. Denn die Zölle auf Stahl, die von den USA angekündigt sind, werden zu Mengenumleitungen nach Europa führen, wodurch der ohnehin bestehende Importdruck durch Überkapazitäten aus China weiter verstärkt wird.

Zum zweiten rufen wir die EU nach wie vor dazu auf, mit den USA im Gespräch über ein sektorales Abkommen zu bleiben. Ein solches „Global Arrangement on Steel and Aluminum“ könnte uns Europäer auf verschiedensten Ebenen stärken.“


Die Wirtschaftsvereinigung Stahl ist die Stimme der stahlproduzierenden Unternehmen in Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihren Stahl bis 2045 CO2-neutral zu erzeugen – und damit ein Drittel der gesamten industriellen Treibhausgasemissionen einzusparen. Der Verband mit Hauptsitz in Berlin macht sich für einen politischen Rahmen stark, der einen klimaneutralen und auch in Zukunft starken Stahlstandort möglich macht. Mit rund 40 Mio. Tonnen pro Jahr weist Deutschland die größte Stahlproduktion Europas auf.
worldsteel (worldsteel.org) ist der Welt-Branchenverband der Stahlindustrie, dem etwa 160 internationale Stahlproduzenten, nationale Stahlverbände wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl sowie Forschungsinstitute angehören.

Wirtschaftsvereinigung Stahl
Susan Saß
Leiterin Kommunikation
015162566730
susan.sass@wvstahl.de