- dem freien Biegen (oftmals auch bekannt als Luftbiegen oder freies Biegen im Gesenk)
- dem Prägebiegen und
- dem Dreipunktbiegen
Das freie Biegen
Für das freie Biegen benötigt man eine V-förmige Matrize. Der Abkant-Winkel wird dabei durch den Fahrweg des Stempels definiert. Diese Tatsache macht eine präzise Steuerung des Vorschubs zu einer unabdingbaren Voraussetzung für gute Ergebnisse.
Da das Blech nur an zwei Kanten den Werkzeugs aufliegt, können beliebige Winkel erzeugt werden, ohne dass es eines Werkzeugwechsels bedarf. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist ihre eingeschränkte Präzision.
Das Prägebiegen
Diese Abkantart zeichnet dich durch die Verwendung spezieller Stempel und Matrizen aus, die für Erstellung einer bestimmten Form bzw. eines bestimmten Winkels angefertigt wurden. So besitzt also das Schwert eine 75 Grad Form, wenn ein Biegewinkel von 75 Grad gewünscht ist. Das Blech wird hernach mit großem Druck vom Stempel in die Matrize gedrückt. Der Anspruch an die Steuerung der Maschine ist bei dieser Vorgehensweise relativ gering. Dafür ist der der Anspruch an die Werkzeuge höher. Die hohe Präzision geht zu Lasten der Flexibilität dieser Biegeart.
Das 3-Punkt-Biegen:
Das 3-Punkt-Biegen wird dadurch gekennzeichnet, dass das Blech vom Stempel bis auf den Anschlag der Matrize gedrückt wird. Dadurch wird also das Werkstück vom Stempel an drei Punkten bzw. Kanten berührt. Der Mittelteil der Matrize kann elektrisch gesenkt werden, wodurch eine Regelgröße der Kantung eingestellt werden kann. Der Winkel der Kantung wird dabei umso größer, je weiter man den mittleren Anschlag des Matrizen-Werkzeugs absenkt. Der Vorteil dieser Biegeart liegt zum einen in der Möglichkeit flexibler Kantungswinkel ohne Werkzeugwechsel und zum anderen in der höheren Präzision verglichen mit dem freien Biegen. Das 3-Punkt-Biegen bedingt erhöhte Anforderungen an die zum Einsatz kommende Technik, insbesondere die CNC-Steuerung und die Werkzeuge. Es handelt sich daher um die preisintensivste weil anspruchsvollste aller Biegetechniken.