Was ist Laserschneiden?

Laserschneiden, ein wichtiger Bestandteil der Metallbearbeitung, nutzt fokussiertes Licht für verschiedene Anwendungen wie Schweißen, Beschriften, Reinigen, Beschichten und Schneiden. Es zeichnet sich durch seine Schnelligkeit und Zuverlässigkeit aus, selbst bei komplexen Formen und feinen Details. Die individuelle Anpassung von Laserstärke und -wellenlänge ermöglicht optimale Bearbeitung mit minimaler Nacharbeit.

Wie das Laserschneiden die Metallverarbeitung revolutioniert hat

  • Laserschneidprozess: Präzises Schneiden von Metall, Stahl, Kunststoff, Glas und Holz mit einem Laserstrahl. Die Laserbearbeitung mithilfe einer leistungsfähigen Fokussieroptik und einer flexiblen Führungsmaschine reduziert die mechanische Bearbeitung der Werkstücke.

  • Anwendungen: Metallbearbeitung, Lohnfertigung, Blechbearbeitung, Schweißen, Beschriften, Reinigen und Beschichten.

Grundlagen des Laserschneidens, wie funktioniert der Laser?

Bild 1. Vielfältige Laserteile aus unterschiedlichen Metallen mittels Faserlaser geschnitten.
Bild 1. Vielfältige Laserteile aus unterschiedlichen Metallen mittels Faserlaser geschnitten.
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Welche Vorteile hat das Laserschneiden?

Vorteile der Laserbearbeitung : Geringe Wärmebelastung, hohe Präzision, Fähigkeit, komplexe Formen zu schneiden, hohe Schnittqualität und Schnittgeschwindigkeit sowie Vielseitigkeit in verschiedenen Branchen. Seine hohe Flexibilität bei geringer Schnittfugenbreite erlaubt kleine Schnittspalte und damit weniger Materialverbrauch. Weniger Verschnitt erzielt der Laser auch durch kürzere Anstich- und Ausstichlängen, die eine bessere Schachteldichte erlauben. Die geringe Gratbildung und sein hohes Automatisierungspotential ermöglichen dem Laser beispielsweise Laserteile online zu bestellen und mannlos über drei Schichten zu produzieren, er schneidet mehr als nur Metalle, z. B. auch Glas ...

Beispiel für Laserschneiden: Gelaserte Teile aus verschiedenen Metallen
Beispiel für Laserschneiden: Gelaserte Teile aus verschiedenen Metallen

Hat das Laserschneiden auch Nachteile, z. B. Gratbildung?

Maschinen für das Laserschneiden erfordern hohe Genauigkeiten, Präzision, Dynamik was zu höheren Investitionskosten führt. Höherer Aufwand für das schwingungsarme Fundament und eine saubere Betriebsumgebung sowie bestimmte Anforderungen an das zu schneidende Material sind ebenso zu erfüllen.

Der Strahl und die Laserstrahlführung müssen perfekt justiert sein, sonst bildet sich Grat oder unschöne Schnittkanten. Der typische hochwertige Laserzuschnitt ist meistens so perfekt, dass er zu scharfkantig ist und nicht selten entgratet oder verrundet werden muss.

Alle uns bekannten Vor- und Nachteile des Laserzuschnitts haben wir für Sie gesondert zusammen gefasst ...

Beispiel für Laserschneiden: Gelasertes Fahrrad mit CO2-Laser aus Edelstahl 1.4301
Beispiel für Laserschneiden: Gelasertes Fahrrad mit CO2-Laser aus Edelstahl 1.4301

Was benötigt man zum Laserschneiden mit dem Faserlaser?

Laserschneiden findet industrielle Anwendung beim Schneiden von Metallen und anderen festen Materialien. Die Komponenten variieren je nach Einsatzgebiet.

Eine Laserschneidanlage besteht im wesentlichen aus:

  • Kernkomponenten: Laserstrahlquelle mit Resonator, CNC-gesteuerte Portalanlage, Strahlführungsmechanismus - beispielsweise mit einer dynamischen Strahlformung, Z-Achse mit Schneidkopf, Laserschneidtisch mit Filteranlage, Energieversorgung (elektrisch und Gas).
  • Software und Sicherheit: CAD/CAM-Programmiersoftware und entsprechende Sicherheitsausstattung.
  • Zusätzliche Komponenten: Automatisierung (Wechseltisch, Hochregallager), Schneidmaterial, Spiegelumlenkungen, Kühlaggregate (für CO2-Laser).
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Was kostet ein Laserschneider?

Die Kosten für einen Laserschneider hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. Aufgaben, Ausstattung, Größe und Umfang der Schneidanlage. Ein grober Preisrahmen kann basierend auf Parametern wie Materialdicke, Maschinengröße, Schichtanzahl, Bedienbarkeit, Automatisierungsgrad und Verfügbarkeit angegeben werden.

Marktübersicht (2024):

  • Faserlaser für Werkstätten ab 350.000 €.
  • Speziallaser für Goldschmiede ab 35.000 €.
  • Markierlaser liegen bei 15.000 € bis über 80.000 €. Auch günstige Markierlaser ab 2.000 € im Hobbybereich erhältlich.
  • Industrielle Laser liegen ab einer halben bis einer Mio. Euro. Hochleistungs-Faserlaser mit Automatisierungen, Lager- und automatischen Beschickungsanlagen kosten auch über 3 Mio. €.
  • Der Preis wird durch Ausstattung und Anforderungen bestimmt. Zusätzliche Kosten wie Fundamente und Schulungen sind zu berücksichtigen. Weiter zu den Angeboten für Laserschneidanlagen ...

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Was kostet eine Laserschneidstunde?

Die Preise variieren je nach Material, Dicke, Dringlichkeit, Lieferzeit, Automatisierungsgrad und Stundensatz des Lohnschneiders. Laserschneidstunden können je nach System und Kalkulationsart im Bereich von 90,- bis 350,- Euro liegen.

Wie hoch sind die Kosten für einen Laserzuschnitt?

Der Preis für eine Stunde Laserzuschnitt hängt von vielen Parametern ab. Wie man den Stundensatz ermittelt, stellen wir auf einer eigenen Seite vor Stundensatz-Ermittlung erklärt ...

Wie leistungsfähig kann ein Laserschneider sein?

Niedrige Stundensätze bei einfachen Laserschneidmaschinen mit hohen Rüstzeiten stehen im Gegensatz zu höheren Stundensätzen bei Hochleistungsanlagen, die jedoch eine höhere Automatisierung besitzen und damit günstigere Stückkosten.

"Warum erhalte ich den Schneidauftrag nicht, obwohl mein Laserstundensatz niedriger ist?”

Endkunden interessieren sich mehr für den Stückpreis und die Lieferzeit als für die Kosten und den Aufwand des Lohnschneiders. Der Stundensatz ist weniger entscheidend als der Stückpreis, der von der Effizienz der Schneidanlage abhängt.

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Wann lohnt sich ein eigener Laserschneider?

Als Faustregel gilt: Werden mehr als 80.000 € bis 100.000 € pro Jahr für die externe Beschaffung von Laserteilen ausgegeben, sollte eine Investition in die eigene Laserschneidanlage in Betracht gezogen werden.

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Wo setzt man das Schneidverfahren ein?

In welchen Bereichen wird Laserschneiden verwendet?

  • Es wird in fast allen Branchen der Industrie und im Handwerk eingesetzt. Zum Beispiel in der Automobilindustrie, im Fahrzeugbau, im Maschinenbau, dem Lohnzuschnitt, der Blech- und Stahlbearbeitung, im Anlagenbau und in der chemischen Industrie, in Stahlhandelshäusern, sowie in Hochschulen, Ausbildungsstätten, Werkstätten usw.

  • Der Laser findet auch in anderen Bereichen Verwendung, wie z.B. im Apparate- und Behälterbau, Metallbau, Schlosserei, Schiffbau, Werkzeug- und Formenbau sowie bei Instandhaltung und Service.

Wie schnell schneidet der Laserstrahl Metalle? Konkrete Leistungen:

Beispiel:

  • Schnittgeschwindigkeiten in Edelstahl in 10 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. mit 6 kW: 2.000 - 2.500 mm/min; mit 8 kW: 4.000 - 4.500 mm/min, mit 20 kW: 12.000 - 14.000 mm/min
  • Schnittgeschwindigkeiten in Baustahl in 20 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. 6 kW: 950 mm/min; mit 30 kW: 6.100 mm/min

Der Laser, insbesondere der Faserlaser, erreicht hohe Schneidgeschwindigkeiten bei vielen Material- und Blechsorten. In unserem Schnittkostenrechner finden Sie neben den Schnittkosten auch die Schnittgeschwindigkeiten für eine Vielzahl unterschiedlicher Metalle.

Klicken Sie im Akkordeon auf die Überschrift und Sie finden eine Reihe von Schnittgeschwindigkeiten für verschiedene Laserleistungen. Weiter zu den Themen: Aktuelles, Trends und Entwicklungen im Lasermarkt ...

Diese Angaben hier dienen zur Orientierung und sind daher ohne Gewähr als Beispiele zu verstehen: (weiter auf Akkordeon klicken)

Konkrete Beispiele für Laserschnittgeschwindigkeiten in Abhängigkeit des Materials und der Dicke

Schnittgeschwindigkeiten in Edelstahl in 4 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

3 kW: 1.800 mm/min

4 kW: 7.500 mm/min

6 kW: 12.000 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Edelstahl in 10 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

3 kW: 370 - 400 mm/min

4 kW: 1.200 - 1.500 mm/min

6 kW: 2.000 - 2.500 mm/min

8 kW: 4.000 - 4.500 mm/min

12 kW: 6.500 - 7.000 mm/min

15 kW: 9.000 - 10.000 mm/min

20 kW: 12.000 - 14.000 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Edelstahl in 20 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

6 kW: 250 - 425 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Baustahl in 4 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

3 kW: 2.700 mm/min

4 kW: 3.600 mm/min

6 kW: 3.900 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Baustahl in 10 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

3 kW: 1.200 mm/min

4 kW: 2.200 mm/min

6 kW: 2.450 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Baustahl in 15 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

20 kW: 6.400 mm/min

Schnittgeschwindigkeiten in Baustahl in 20 mm Materialdicke mit dem Faserlaser, approx. Werte:

3 kW: 710 mm/min

4 kW: 850 mm/min

6 kW: 950 mm/min

30 kW: 6.100 mm/min

Wie dick schneidet der Laserstrahl und mit welcher Präzision?

Schnittbeispiele Stand 2019 für Laserteile: Dickenbereich und Schnittqualität
Schnittbeispiele Stand 2019 für Laserteile

Die maximale Schneiddicke nimmt stetig zu. 2021 konnte ein 20 kW Faserlaser 40 mm Stahl schneiden, 2022 schaffte ein 30 kW Faserlaser über 50 mm. 2024 zeigte ein chinesischer Hersteller mit einem 160 kW Faserlaser einen Trennschnitt in 420 mm Dicke, und im Herbst desselben Jahres schnitt ein anderer chinesischer Hersteller mit einem 200 kW Laser 800 mm dickes Blech. Doch bis diese Spitzenwerte industrietauglich sind, kann noch einige Zeit vergehen, da solche Schnitte hohen Verschleiß und Betriebskosten verursachen und bisher nur eine Trennschnittqualität erzielen.

Hohe Stromkosten in Deutschland machen den Einsatz von leistungsstarken Lasergeräten unter Umständen unwirtschaftlich. Die notwendige Anschlussleistung beträgt bei derart leistungsstarken Laserschneidanlagen schnell um 0,5 Megawatt, was die Energiekosten für den Laserschnitt im Vergleich zum Autogenschneiden extrem hoch werden lässt. Daher stellt sich die Frage, welche Leistung in deutschen Betrieben wirklich sinnvoll und bei den hiesigen Strompreisen vertretbar ist.

Die Präzision des Laserschnittes liegt üblicherweise im Bereich ± 0,1 mm, je nach Materialdicke kann der Laser die optimale Lösung für die Fertigung darstellen.

(Diese Angaben hier dienen zur Marktorientierung und stellen keine Empfehlungen dar! Sie sind ohne Gewähr.)

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Welche Alternativen zum Laserschneidverfahren gibt es?

In vielen Bereichen der Industrie haben sich auch andere Schneidverfahren bewährt und durchgesetzt.

  • Wasserstrahlschneiden: Vielseitiges Verfahren für fast alle Materialien, auch bei großen Dicken um 300 mm, ohne Materialgefügeveränderung.

  • Plasmaschneiden: Geeignet für Blechdicken von 10 mm bis 50 mm, einfach, robust und in verschiedenen Größen erhältlich. Max. Schneiddicke bis 160 mm.

  • Autogenschneiden: Effektiv für dicke Baustahlplatten über 50 mm bis über 1.000 mm, hervorragende Schnittqualität und Wirtschaftlichkeit.

Vergleich und Unterschiede: Laser versus Plasmaschneiden
  • Laser schneidet genauer
  • Er schneidet genauso dick bzw. dicker als Plasma. Stand Mitte 2024: Chinesische Laserhersteller zeigen auf YouTube Laserzuschnitte mit 160 kW-Lasern in bis zu 420 mm dicken Stahl. Plasmazuschnitte mit 600 A enden bei 160 mm Dicke.
  • Laser schneidet filigrane Konturen
  • Er erzeugt weniger Hitzeeinwirkung
  • Der Laser schneidet schneller als Plasma, wenn man den aktuell leistungsstärksten Laser zugrunde legt. Laser mit 20, 30 kW sind als Standard industriell gut einsetzbar. Auf der EuroBlech 2024 wurden Laser mit 40 und 60 kW präsentiert. Ein 30 kW Laser schneidet 20 mm Hardox® mit 6,1 m/min bei hoher Qualität. Plasma hingegen mit 1,9 m/min bei 300 A mit guter Qualität und mit 0,7 m/min bei besserer Qualität.
  • Höhere Laserleistung führt auch zu höherer Schnittgeschwindigkeit
  • Der Laser erzeugt weniger Materialverschnitt
  • Der Laser ist sehr gut automatisierbar und stellt geringere Ansprüche an das Fachpersonal. Die Lernkurve ist im allgemeinen beim Laser kürzer.
  • Die Investitionskosten des Lasers sind höher
  • Die Sicherheitsanforderungen an den Laser sind höher
  • Die Betriebsansprüche an den Laser sind höher, er benötigt ein sauberes Umfeld. Plasma gilt als robuster Schneidprozess mit geringen Anforderungen an die Systemumgebung.
  • Die Ansprüche an das zu schneidende Material sind beim Laser höher als beim Plasma. Plasma kann rostige, geölte, grundierte Bleche gut schneiden und es kann einfache "0815"-Bleche verarbeiten.
  • Die Rauheit beim Plasmaschnitt ist bisher vor allem im dicken Blechbereich vom Laser nicht zu erreichen.

Welche Vor- und Nachteile hat Plasma bzw. der Laser Sie für?

Schreiben Sie uns Ihre Kommentare und Erfahrungen in das FAQ-Formular dieser Seite - wir freuen uns, auf Ihre Rückmeldung.

Videos zum Laserschneiden

Auswahlkriterien für das beste Schneidverfahren?

Die Auswahl eines Schneidverfahrens hängt von Faktoren wie Material, Kosten, Genauigkeit, Automatisierung etc. ab. Die Rentabilität, insbesondere das Verhältnis von Schnitt- zu Materialkosten, muss berücksichtigt werden. Eine Übersicht zur Prozessauswahl finden Sie im Kapitel Schneidverfahren.

Die Eigenschaften des CO2-Lasers weichen zum Teil erheblich von denen des Faserlasers ab. Weitere Informationen dazu in der Gegenüberstellung CO2-Laser versus Faserlaser ...

FAQ Laserschneiden
Laserschneiden von Cortenstahl? Wie gut lässt es sich laserschneiden, was ist zu beachten?

Grundsätzlich lässt sich Cortenstahl mit dem Faserlaser sehr gut verarbeiten. Normalerweise wird auch Cortenstahl mit blanker Oberfläche ausgeliefert. Seine charakteristische Patina entwickelt sich dann erst mit der Zeit. Somit kann man Cortenstahl mit annähernd gleichen Parametern wie bei Baustahl verarbeiten.

Ist das Blech jedoch bereits oberflächlich korrodiert, kann es durchaus zu Einbußen in der Schnittqualität (z. B. rauhe Schnittoberfläche oder Gratbildung) kommen. Hier können Sie dann versuchen das Ergebnis zu verbessern, indem Sie die Oberfläche vorbehandeln. In der Regel wendet man das sogenannte Abdampfen der Schneidkontur an, sprich mit verminderter Laserleistung auf der Schneidkontur den Rost verbrennen und erst dann mit voller Leistung schneiden. Ggf. hilft auch die Vorbehandlung der Oberfläche durch leichtes Einölen.

Es soll 3-4 mm Edelstahl V2A mit dem Laser geschnitten werden können. Welche Erfahrungen oder Empfehlungen könnt ihr geben?

Wenn Du als Edelstahl-Lohnfertiger von einer CO2-Laserschneidanlagen auf einen Faserlaser mit beispielsweise 8 kW wechseln möchtest, musst Du in Kauf nehmen, eine etwas schlechtere Schnittqualität zu erhalten und das eine oder andere Bauteil muss anschließend noch durch eine automatische Schleifanlage geschoben werden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du vor dem Kauf einer Laserschneidanlage Testschnitte durchführen lassen.

Edelstahl mit dem Faserlaser zu schneiden stellt gewisse Anforderungen an das System dar, bei dem der CO2-Laser hier seine systembedingten Vorteile ( Wellenlänge ca. 10 µm gegenüber ca. 1 µm bei Faserlaser) ausspielen kann. Mittlerweile haben die Hersteller ihre Faserlaser so optimiert, dass hohe Schnittqualität auch bei Edelstahl erreicht werden kann. Doch ob diese Qualität, insbesondere die Rauheit, Deinen Ansprüchen bzw. den Deiner Kunden genügt, kannst nur Du selber beurteilen. Ich empfehle Dir daher, zunächst passende Angebote einzuholen und sich dann nach erster Vorauswahl mit den jeweiligen in Frage kommenden Firmen näher zu befassen und Schnittproben, am besten mit eigenem Material und eigener Kontur (DXF-File) durchzuführen. So erhältst Du konkrete Aussagen. Wenn Du dann noch Referenzkunden aufsuchst, dürften sich viele Deiner Fragen beantwortet haben.

Zwei Wege stelle ich Dir vor:

Weg 1:

Direkt über die Angebotsanfrage:

Expertenanfrage für Laserschneidmaschinen

Weg 2:

Über die Merkzettelauswahl:

Lieferanten für Laserschneidmaschinen im Branchenportal

In beiden Fällen sparst Du Zeit, wenn Du dich vorher eingeloggt hast, dann sind die Adressfelder bereits vorausgefüllt. Du kannst den Marktplatz aber auch verwenden ohne Login - Du hast die Wahl.

Laser vs. Plasma: Lohnt sich die Investition in eine Laserschneidanlage?

Laserschneidanlagen sind in der Lage Baustähle, Edelstähle und Aluminium bis ca. 50 mm Dicke (Stand 2022) zu schneiden. Die Vorteile des Lasers liegen, so war die bisher übereinstimmende Meinung, eher im Dünnblechbereich bis ca. 12 - 15 mm Materialstärke, wobei sich dieser Bereich weiter nach oben verschoben hat.

Gerade was Lochschneiden, Genauigkeit und filigrane Konturen angeht, liegen die Vorteile eindeutig beim Laser. Plasma hat die Nase vorn, wenn es um dickere Blechstärken geht und die Rauheit der Schnittkanten eine Rolle spielt. Für reine Trennschnitte werden Laser eher weniger eingesetzt. Der Fokus beider Schnittverfahren liegt eher auf dem Zuschnitt unterschiedlicher Konturen.

Auch mit dem Faserlaser können heute große Blechtafeln von bis zu 12.000 x 3.000 mm (evtl. auch noch darüber hinaus bei Sonderanlagen) bearbeitet werden.

Qualitätsschwankung durch unterschiedliche Materialchargen

Die Zusammensetzung einer Stahlsorte lässt Schwankungen in einem gewissen Toleranzband zu. Laut Literatur führen diese Schwankungen einzelner Legierungsbestandteile zu Schwankungen in der Schnittqualität. Ich kann dies vom Laserschneiden (Brenn- als auch Schmelzschneiden) auch praktisch bestätigen. Die Bedeutung ist meiner Meinung nach ab 6 mm Dicke nicht mehr vernachlässigbar.
Somit stehen für mich die zwei Fragen:
Ist das Phänomen auch anderen bekannt? Wenn ja, spielt diese Schwankung im Tagesgeschäft eine Rolle oder sind meine Qualitätsansprüche zu hoch?

Unsere Erfahrung zeigt: Wir haben dies immer wieder bei allen Materialdicken erlebt. Es gab Chargen, die enthielten mal mehr, mal weniger Silizium und andere Stoffe im Toleranzrahmen - mit dem Nebeneffekt, dass je nach Charge ein ansehnlicher Grat bei gleichen Schneidparametern erzeugt wurde oder die Schnittkanten nicht optimal ausfielen. Es musste dann eine Testreihe geschnitten werden, bis man die Werte an die jeweilige Charge angepasst und optimiert hatte, wenn man die maximale Qualität erreichen wollte.

Wenn jedoch die QS die Schnittunterschiede nicht bemängelte, so schnitten die Bediener mit ihren Standardwerten das Material und die Chargenunterschiede fielen nicht weiter ins Gewicht. In diesem Fall, werden Anwender eher davon sprechen, dass Chargenschwankungen nichts ausmachen - aber das stimmt so nicht. Beim Plasmaschneiden hat die Materialzusammensetzung einen Einfluss auf die Schnittqualität - bei manchen Stoffe mehr, bei manchen weniger.

Gibt es Erfahrungen von anderen Betrieben, ob eine Laserschneidanlage wirklich ein Zugewinn ist oder ist Plasma doch besser?

Du bist nicht der einzige mit dieser Frage und die Antwort darauf ist nicht einfach und schon gar nicht pauschal. Du findest zu dieser Frage etliche Informationen hier im Schneidforum. Wir diskutieren dies an vielen Stellen, so findest Du auch im Bereich Plasmaschneiden etliche Infos dazu. Natürlich auch bei den Schnittkosten und der Wirtschaftlichkeit. Damit Du dir ein möglichst umfassendes Bild machen kannst, empfehle ich Dir, dich auch in das Thema Schneidverfahren einzulesen. Das kostet zwar ein wenig Zeit, aber danach kannst Du dir vielleicht einige Antworten geben.   

Einige Gedanken hierzu:

  • Der Faserlaser schneidet im Dünnblechbereich preiswerter als Plasma
  • Der Laser schneidet genauer als Plasma
  • Der Laser erfordert höhere Investitionskosten als beim Plasma
  • Der Laser bietet Dir mehr Möglichkeiten in der Industrie, auch filigrane Aufträge kannst Du damit besser ausführen.
  • Es liegt aber nicht allein am Schneidverfahren, es gibt weitaus mehr Konfliktherde und Baustellen als die Frage nach der Schneidanlage. Kannst Du gut verkaufen? Wenn Du keine neuen Kunden akquirieren kannst, Du Probleme hast, auf fremde Menschen zuzugehen, Dich schwer tust mit Nein-Sagen etc. dann hast Du viel größere Probleme als die Schneidtechnik. Ein Jungunternehmer investierte aufgrund des Dickenspektrums und seines Zielmarktes in eine Plasmaschneidanlage und lud sein Lager voll mit Edelstahl. Er konnte gut verkaufen, hatte eine motivierte Mannschaft doch leider fiel der Einkaufspreis für Edelstahl in kurzer Zeit so stark, dass er nichts mehr unter Preis verkaufen konnte - den Rest muss ich nicht mehr berichten. Daher: Es ist OK sich Gedanken zu machen über die passende Schneidtechnik doch vernachlässige nicht die anderen Aspekte einer erfolgreichen Unternehmung.
Ist die Nachbearbeitung von lasergeschnittenen Bauteilen obsolet, wenn die Teile verzinkt, gepulvert oder verschweißt werden sollen?

Es gibt Lohnschneider, die ihre lasergeschnittenen Bauteile ohne Nacharbeit zum Pulverbeschichten senden. Selbst der minimale Grat der eventuell bei FE und Laserschneiden entstehen könnte, wird durch das Pulvern quasi Unsichtbar, berichten Anwender.

Faserlasermaschinen mit 1 bis 2 KW schneiden Stahlbleche bis 5 mm mit Sauerstoff und die Kanten bei uns sind sehr sauber ohne Nacharbeit. Bei Edelstahl wird mit Stickstoff bis minus 200 Grad geschnitten und hier werden die Kanten besonders sauber und glatt, wegen der hohen Geschwindigkeit > 100 mm/sec. und der Kühlung, wird das Material nicht verformt und ist passgenau.

Mit welcher Software kann man ein Foto so umwandeln, dass man es laserschneiden kann?

Du benötigst eine Software, welche Pixeldaten vektorisieren kann.

Zuerst muss die Software die Bilder vektorisieren und anschließend muss der Anwender der Software mitteilen, welche Linienform (d.h. welchen Pfad) er geschnitten haben möchte, evtl. noch ein wenig optimieren und fertig. Den Rest macht dann wieder die Software.

Heute bieten bereits eine Reihe von professionellen CAD/CAM-Produkten diese Funktion als Option mit an. Für den Anwender bedeutet das in der Regel kein Erlernen, Pflegen zusätzlicher Produkte und ein einfacheres Handling. Um sicher zu gehen, empfehle ich Dir diesen Link CAD/CAM-Software, suche Dir dort einige Hersteller aus und frage diese unverbindlich an.

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