Kann man mit jedem Laser Metalle schneiden?
Man kann nicht jeden Laser für die Materialbearbeitung einsetzen. Neben der entsprechend hohen Laserleistung des Resonators sind weitere Parameter zu beachten. Will man Metall schneiden so sollte der Laser mindestens 100 Watt besitzen, besser jedoch einige Killowatt an Laserleistung liefern, damit ein Schnitt auch wirtschaftlichen Anforderungen genügen kann. Bei dünnen Metallfolien mit < 0,1mm Dicke genügen bereits 50 Watt zum Trennen. Will man hingegen 20 mm dicken Stahl schneiden, so sollte man mit mindestens 8 kW besser mehr als 10 kW Laserleistung antreten.
- Je höher die Leistung desto höher die Schnittgeschwindigkeit, desto interessanter die Schnittkosten!
- Je höher die Leistung, desto dicker kann der Laser schneiden.
Die Besonderheit des Lasers liegt in einer gerichteten Aussendung der Laserstrahlung, die spektral scharf gekennzeichnet ist. Die entscheidenden Parameter für das Laserlicht sind:
- Kohärenz: Kohärenz bezeichnet man in den Naturwissenschaften elektromagnetische Wellen, die hinsichtlich ihrer räumlichen und zeitlichen Ausbreitung eine feste Phasenbeziehung zeigen. Kohärente Strahlung wird von Lasern und Teilchenbeschleunigern erzeugt.
- Niedrige Divergenz: Laserstrahlung besitzt die Eigenschaft sich nur wenig auseinander zu entwickeln. Laserstrahlung lässt sich auf einen kleinen Fokusdurchmesser bündeln.
Dies sind zwei der wesentlichen Voraussetzungen für eine Lasermaterialbearbeitung (Abk. "LMB") dargestellt. Dieses winzig kleine Modell eines Fahrrads wurde mit einem 3 kW Co2-Laser ausgeschnitten, der die Bedingungen erfüllt und sich für das Schneiden sehr gut eignet.