Plasmaschneiden: Die ultimative Lösung für präzise und schnelle Schnitte!

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Beim Lochstechen mit Doppel-Plasmabrenner starker Funkenflug beim Plasmaschneiden
Bild 1: Plasmaschneiden mit Doppel-Plasmaschneidbrenner mit Feinstrahlplasma 260A-Brennern

Plasmaschneiden zählt generell zu den wirtschaftlichen Trennverfahren bei Stahl- und Metallzuschnitten, doch diese Tatsache allein bewirkt noch keine optimalen Schnitte.

Die "genetisch" bedingt hohe Wirtschaftlichkeit des Verfahrens und seine Stärken werden erst dann ausgespielt, wenn von den Einstellungen, Parametern bis hin zur Gasversorgung alle Variablen optimal aufeinander abgestimmt sind.

Plasmaschneiden gehört zu der Gruppe der thermischen Schneidverfahren, zu der auch das Brennschneiden mit Autogenbrenner und das Laserschneiden zählen, man bezeichnet es auch als Plasmaschmelzschneiden.

Plasmaschneiden: Alles, was Sie über diese innovative Technologie wissen müssen

Funktionsbeschreibung zum Plasmaschneidverfahren mit dem leitfähigen Gas

  • Zündung eines Lichtbogens in einem dafür geeigneten Brennerkörper
  • Die Zündung des Plasmastrahls erfolgt zwischen einer Elektrode (Kathode) und einer Düse (Anode) mithilfe einer Hochfrequenz oder einer Hochspannung.
  • Beide Teile, Düsen und Elektroden, werden als Verschleißteile betrachtet, sie nutzen durch den Lichtbogen ab.
  • Durch den Lichtbogen wird das hindurchströmende Gas ionisiert, es entsteht das Plasma, ein leitfähiges Gas. Dabei werden Temperaturen um 30.000° Kelvin erreicht. Man bezeichnet den Plasmazustand auch als den 4. Aggregatzustand: Fest - Flüssig - Dampf - Plasma.
  • Wird das Plasma durch die Gasströmung von der Innenseite der Düse auf ein zu leitendes Stück Metall übertragen, spricht man von "übertragenden Lichtbogen", der primär in der Industrie zum Schneiden von Metallen eingesetzt wird.
  • Das Plasmagas besitzt je nach Plasmastromquelle einen Druck von 4 - 8 bar. Maschinenbrenner, Mehrgasbrenner, Feinstrahlplasmabrenner arbeiten mit höherem Druck von 8 - 12 bar. Die kinetische Energie des Plasmastrahls ist geprägt von der hohen Temperatur.
  • Mehrgasplasmabrenner, wie beispielsweise die Hydefinition® oder XPR® von Hypertherm Europe und HiFocus® oder Q-Serie von Kjellberg Finsterwalde verfügen über ein Sekundärgas, das zur Kühlung des Schnittes und zur Einschnürung des Lichtbogens dient.

Wie funktioniert das Plasmaschneiden?

  • Der anfängliche zur Zündung des Lichtbogens besitzt nur eine geringe Stromstärke und wird als "Pilotlichtbogen" bezeichnet. Der energiearme Pilotlichtbogen ist nicht für das Schneiden von Stahl geeignet. War die Zündung des Pilotlichtbogens erfolgreich, schaltet die automatische Leistungserhöhung der Stromquelle auf den Hauptstrom um und der Zuschnitt kann beginnen. Dabei werden je nach Plasmastromquelle Ströme von 10 A bis 600 A zum Schneiden eingesetzt.
  • Das ionisierte Gas bläst das flüssige Material aus der Schnittfuge heraus, wodurch ein Schnittspalt entsteht. Die entstehenden Gase müssen über einen geeigneten Filter abgesaugt werden.
  • Wird der Plasmabrenner zusätzlich in mehreren Dimensionen bewegt, sei es manuell von Hand oder durch ein CNC-gesteuertes Koordinatensystem, so lassen sich Konturteile, Zuschnitte plasmaschneiden.
Systemaufbau eines Plasmastromkreises für das Plasmaschneiden mit Plasmastromquelle und Stromlaufplan
Bild 2: Systemaufbau eines Plasmastromkreises für das Plasmaschneiden

Erklärung des Schaubilds "Systemaufbau eines Plasmastromkreises"

Bild 2 zeigt den Stromkreislauf eines Plasmaschneiders. Beim Plasmaschneiden spielen mehrere Komponenten zusammen:

  • Der Plasmaschneider mit seiner Plasmastromquelle
  • Die Gase-Mischkonsole
  • Das Schlauchpaket
  • Den Plasmabrenner samt seinen Verschleißteilen
  • Und nicht zu vergessen: Der CNC-Schneidanlage, die für die korrekte Ansteuerung und die geometrische Bahnbewegung verantwortlich ist.
  • Sowie das zu schneidende Material, das Werkstück, das elektrisch leitfähig sein muss.

Plasmaschneiden mit übertragendem Lichtbogen basiert auf einem geschlossenen Stromkreis. Die Plasmastromquelle liefert zwei Anschlüsse:

  1. Masse-Anschluss, über den der Brennschneidtisch mit der Stromquelle verbunden ist. Das zu schneidende Werkstück liegt auf dem elektrisch leitfähigen Schneidtisch.
  2. Pluspol-Anschluss, der über das Schlauchpaket zur Kathode im Plasmaschneidkopf geführt wird.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Stromkreis wirklich geschlossen ist, keine Leitungen offen sind oder zu hohe Übergangswiderstände den Stromfluss behindern.

Plasmaschneiden: Vorteile, Nachteile und Vergleich zum Laser- und Autogenschneiden

Wird die Plasmaschneidanlage im optimalen Betriebspunkt gefahren und werden die Randbedingungen beachtet, so erhöht es die Effizienz und Produktivität Ihres Unternehmens signifikant! Plasmaschneiden ist reich an Vorteilen, doch auch die Nachteile wollen wir nicht verschweigen.

Wir haben so manche ratsuchende Unternehmen begleitet, die erstaunt waren über zu hohe Verschleißteilekosten oder mit dem Resultat der Schnitttergebnisse nicht glücklich waren.

Damit Ihnen das nicht auch passiert, nehmen Sie sich die Zeit und informieren Sie sich umfassend. Plasmaschneiden: Vorteile und Nachteile und Vergleiche zu Laserschneiden, Brennschneiden und zum Wasserstrahlschneiden

Was wird zum Plasmaschneiden benötigt?

Schutzkleidung mit Absaugung und UV-Schutz
Schutzkleidung mit Absaugung und UV-Schutz: Hier als Beispiel für das Schweißen

Erforderliche Ausstattung, Equipment zum erfolgreichen Plasmaschneiden:

  • die Plasmastromquelle, oft umgangssprachlich als Plasmaschneider bezeichnet
  • der Plasmaschneidkopf, der oftmals auch als Plasmabrenner benannt wird oder  Handstück
  • die Verbindungsschlauchpakete, verbinden den Plasmabrenner mit der Stromquelle
  • eine Gaskonsole mit dazugehörigen Gasen und Manometern
  • eine Erdung des Schneidtisches sowie die Masseverbindung des Schneidmaterials mit der Stromquelle, damit der Stromkreis geschlossen ist
  • ein geeignetes Führungssystem, sei es eine manuelle Vorrichtung, eine halbautomatische Einheit oder ein vollautomatisches CNC-gesteuertes Antriebs- und Koordinatensystem, das man Plasmaschneidanlage bzw. Plasmaschneidmaschine nennt.

Darüber hinaus noch erforderlich:

Was für ein Gas braucht man zum Plasmaschneiden?

Die Gase unterscheiden sich je nach Plasmastromquelle und sind davon abhängig, was man schneiden will:

Handgeführte Brenner:

  • Druckluft
  • Stickstoff
  • Manche Modelle besitzen einen integrierten Kompressor
  • Die Gasdrücke liegen eher niedrig im Bereich um 4 - 6 bar
  • Je nach Modell sind um die 120 l/min bis auch über 200 l/m an Druckluft erforderlich

Maschinenstromquellen:

Die Gasart ist mitentscheidend über den optimalen Schnitt!

  • Sauerstoff bei Baustahl
  • Stickstoff als Sekundärgas bei Mehrgasbrennern / Feinstrahlplasmabrenner
  • Auch Druckluft wird als Sekundärgas bei Mehrgasbrennern eingesetzt
  • Argon/Wasserstoff-Gemisch für Edelstahl
  • Stickstoff als Plasmagas bei Aluminium und Edelstahl
  • Formiergas mit 5 % oder 10 % für dünnen Edelstahl
  • Übliche Gasdrücke um 8 bar bis 11 bar

Die verschiedenen Gasarten erzeugen unterschiedliche Schnittergebnisse bei verschiedenen Metallen.

    Alle einsetzbaren Gasarten hängen von der Gasmischkonsole der Plasmabrennerart ab und sind modellabhängig. Sie dürfen NIEMALS ohne Erlaubnis des Herstellers beliebig gewechselt werden - Explosionsgefahr, Brandgefahr. Daher immer Handbuch des Plasmabrenners zurate ziehen!

      Gefahren beim Plasmaschneiden - wie gefährlich ist es?

      • Schutz für Stromschlag
      • Atemschutz
      • Ozon O3
      • Feinstaub
      • Alveolengängige Stäube mit Partikelgrößen unter 0,1 µm
      • Gehörschutz
      • UV-Schutz
      • Herzschrittmacher aus Reichweite
      • Funkenflug, Brandgefahr
      • Herum spritzendes flüssiges Metall beim Lochstechen

      Welche Rolle spielt Ozon beim Plasmaschneiden?

      • Durch Ionisation des Plasmagases und seiner anschließenden elektrischen Entladung entsteht Ozon.
      • Ozon ist ein Gas, dass der Mensch über die Lunge gut aufnimmt
      • Ozon wird als "frischer" Geruch wahrgenommen, erzeugt aber Schwindelgefühl im Kopf
      • Ozon zerfällt im Körper nach kurzer Zeit von allein und verflüchtigt sich auch im Betrieb
      • Beim Plasmaschneiden muss für genügend Frischluft bzw. für eine geeignete Filteranlage gesorgt werden
      • Ozon gilt als keimtötendes Desinfektionsmittel und kann daher zu einer Reizung der Atemwege führen

      Sicherheitsanforderungen beim Plasmaschneiden

      • Ausbildung und Sicherheitsanleitung des Bedienpersonals
      • Gehör- und Augenschutz
      • Hand- und Sicherheitsschuhe
      • Sicherheitskleidung
      • Erdung des Systems
      • Absaugung der Plasmastäube und Plasmadämpfe
      • Keine Herzschrittmacher in der Nähe
      • Sicherung gegen Brandgefahr
      • Sicherung gegen elektrischen Schlag

      Welche Materialien kann man Plasmaschneiden und wie dick?

      Beispiel: 70 mm dicker Baustahl mit Plasma Kjellberg HiFocus® 440i geschnitten
      Beispiel: 70 mm dicker Baustahl mit Plasma Kjellberg HiFocus® 440i geschnitten

      Je nach eingesetzter Plasmabrennerart kann man grob skizziert folgende Aussagen zu den Materialien treffen, die sich Plasmaschneiden lassen:

      Metalle:

      • Stahl, alle Arten, bis ca. 160 mm Materialdicke
      • Werkzeugstahl
      • Baustahl
      • Hitzebeständiger Stahl
      • Hochfeste Stähle
      • Edelstähle, je nach Legierung mit anderen Schnittergebnissen, was Grat und Schnittparameter betrifft bis ca. 160 mm Materialdicke mit Einschränkungen, z.B. Anstechen nur vom Rand.
      • Aluminium eignet sich gut zum Plasmaschneiden bis ca. 160 mm Materialdicke mit Einschränkungen

      Nicht-Metalle:

      Bei Nicht-Metallen kommt in der Regel das Plasmaschneidverfahren mit dem Nichtübertragenden Lichtbogen zum Einsatz.

      • Kunststoffe, die elektrisch leitfähig sind
      • Beton, wenn nur ein Trennschnitt mit stehendem Lichtbogen erforderlich ist
      • Gitterroste lassen sich über einen stehenden Lichtbogen oder über ein Opferblech oder eine Opferelektrode schneiden

      Hinweis: Hierzu bedarf es bestimmter Plasmaschneider, da nicht jedes Modell für dieses Verfahren geeignet ist.

      Wieso schneidet der Plasmabrenner bis zu 160 mm dicken Stahl?

      Die Energie des Plasmastrahls reicht aus, um beispielsweise 160 mm dicken Edelstahl zu trennen.

      Wo kommt diese enorme Energie beim Plasmaschneiden her?

      • Plasmaschneiden ist ein thermischer Schneidprozess, bei dem ein Gas durch elektrische Energie ionisiert wird, d.h. die Elektronen auf den äußeren Atomschalen werden frei gesetzt. Beim Auftreffen des ionisierten Gases auf das Schneidgut fallen die Elektronen auf ihre ursprünglichen Schalen zurück und geben so Rekombinationsenergie frei, die am Auftreffpunkt des Materials Temperaturen um die 30.000 K erreicht. Das zu schneidende Material verflüssigt sich quasi sofort und wird durch den Gasstrahl aus der entstehenden Schnittfuge heraus geblasen. Aufgrund der hohen Energie wird ein geringer Teil des Materials im Brennfleckzentrum sublimiert.
      • Wir sprechen beim Plasmaschneiden von einem Schmelzschneidprozess, da der Einfluss der extremen Hitze durch den Lichtbogen größer ist, als der des Brennschneidprozesses, der bei Verbrennung mit Sauerstoff zum Tragen kommt.
      • Plasma wird als der 4. Aggregatzustand in der Natur bezeichnet. Wahrscheinlich hatte bereits jeder Mensch schon einmal Kontakt mit Plasma in der freien Natur - nämlich während eines Gewitters. Die elektrische Entladung des Lichtbogens erzeugt Plasmagas - ein Gas, das man sogar riechen kann. Manche Menschen sprechen auch von "reiner Luft" nach einem Gewitter und meinen dabei das als "frisch" riechende Gas - Ozon O3, das durch die elektrische Entladung entsteht.
      • Die dazugehörigen Plasmaschneidmaschinen werden in einem gesonderten Kapitel unter "Schneidmaschinen" betrachtet.
      • Plasma besitzt eine höhere kinetische Energie als der Laser, jedoch lässt sich seine Energie nicht auf einen so kleinen Brennfleck fokussieren wie beim Laser. Daher bleibt seine Energiedichte gegenüber der des Lasers zurück.

        Was kostet Plasmaschneiden?

        Wie setzen sich die Schneidkosten zusammen?

        Die Schneidkosten eines Plasmaschneiders setzen sich aus folgenden einzelnen Positionen zusammen:

        • Investitionskosten, Abschreibung
        • Maschinenbediener
        • Hallenmiete für die Stellfläche
        • Verschleißteile für den Plasmabrenner: Düsen, Elektroden, Wirbelringe, Shield
        • Ersatzteile wie das Schlauchpaket, Brennkopf
        • Wartungskosten pro Jahr
        • Energiekosten (auch für das Equipment wie Filter, Kühlung etc.)
        • Gasverbrauch  
        • gegebenenfalls Kosten für den erforderlichen Filterbetrieb der entstehenden Gase

        Die Betriebskosten eines Plasmabrenners schwanken je nach Modell sehr stark. Generell kann man davon ausgehen, dass die

        • Betriebskosten bei Handplasmabrennern zwischen 10,- Euro bis 20 ,- Euro pro Schneidstunde liegen.
        • Während die Betriebskosten eines Maschinenbrenners eher bei 25,- Euro bis 60,- Euro und darüber liegen, je nachdem in welchen Materialdicken man sich bewegt.
        • Je dicker man schneidet, desto höher der Energiebedarf und desto kurzlebiger die Verschleißteile.
        • Zu den Betriebskosten kommen noch die Bediener-, die Abschreibungs- und die Mietkosten für die Stellfläche hinzu, sodass die realen Kosten in der Industrie weitaus höher liegen und von Betrieb zu Betrieb verschieden sind. Darüber hinaus dürfen auch die Kosten für den Betrieb der Filteranlage sowie die Materialauflagen im Schneidtisch, die als Verschleißteile gelten, nicht vergessen werden.

        Wie lange hält eine Plasmadüse?

        Dies hängt vom Brennertyp, dem Schneidstrom, dem Abstand vom Brenner zum Schneidmaterial und der Kühlung ab. Generelle Aussagen sind daher gar nicht möglich. Meistens spiegelt sich die Lebensdauer der Düse und der Elektrode im Betriebsstundensatz wider.

        • Eine Elektrode hält zwei Düsen aus.
        • Eine Düse kann zwei bis vier Stunden halten. Bei Handbrennern auch darüber hinaus. Beim Schneiden von dicken Materialien kann auch jede Stunde eine Düse fällig werden.
        • Neben Düsen und Elektroden sind auch Wirbelringe, Shield-Kappen, Schraubkappen, der Brennerkörper und das Brennerschlauchpaket Verschleißteile, die nur eine bestimmte Lebensdauer besitzen.  

        In einem speziellen Kapitel über Verschleißteile werden weit aus mehr Details aufgeführt.

        Wie viel Strom braucht der Plasmastrahl?

        • Einfache Handplasmabrenner: ab 230 V Wechselstromsteckdose mit 16 A. Leistung im Bereich 2,5 kVA.
        • Leistungsstarke Handplasmabrenner: 440 V Drehstrom, 50 Hz, mit 16 A oder 32 A. Leistung im Bereich 5 kW und mehr
        • Maschinenplasmabrenner: Drehstrom mit 440 V benötigen, 50 Hz, ab 32 kW, 45 kW, 65 kW bis zu ca. 180 kVA mit externem Kühlaggregat

        Tipp: Klären Sie den Strombedarf für das Plasmaschneiden im Vorfeld ab, damit es nicht zu teuren Verbrauchsspitzen kommt oder Ihr Hausanschlusstrafo zusammen bricht.

        In welcher Anwendung setzt man das Plasmaschneiden ein?

        • Das Plasmaschneiden kann überall dort eingesetzt werden, wo das zu schneidende Material elektrisch leitfähig ist
        • Plasmaschneiden erreicht die extrem hohe Schnittqualität eines Lasers und sollte daher auch nicht mit den Lasereigenschaften verwechselt werden
        • Mit Plasma lassen sich auch Löcher mit geringem Durchmesser schneiden, aber nicht in der Genauigkeit eines Lasers. Es ist nicht sinnvoll, mit Plasma kleine oder besonders schwierige Konturen zu schneiden.
        • Die Plasmatechnik mit eingeschnürtem Plasmastrahl eignet sich gut für die Bearbeitung von Fasen.
        • Liegt die Fokussierung auf der Wahl eines Plasmas mit hoher thermischer Energie und erhöhter Einschnürwirkung kann auch Plasmaschneiden von Fasen mit einer CNC-gesteuerten Schneidanlage umgesetzt werden.
        • Die gute Schnittqualität eines einfachen Plasmaschneiders eignet sich für senkrechte Schnitte.
        • Die Schnittgenauigkeit beim Plasma liegt in einer niedrigeren Genauigkeitsklasse - siehe Erklärung aus der Norm EN ISO9013 dazu. Dennoch ist die Genauigkeit für viele Branchen in Industrie und Handwerk völlig ausreichend.
        • Die Schnittrauheit beim Plasmaschneiden von Baustahl ist die große Stärke von Plasma, an die kaum eine andere Schneidtechnologie heranreicht mit Ausnahme des Brennschneidens.

        Einsatzbereiche des Plasmaschneiders mit übertragenden Lichtbogen

        • Metallbau, Schlosserei
        • Behälterbau
        • Heizungs-, Klima-, Lüftungsindustrie HKL
        • Maschinenbau
        • Fahrzeugbau
        • Baustellenfahrzeuge
        • Anlagenbau
        • Kessel-, Behälter-, Ofenbau
        • Apparatebau
        • Chemische Industrie
        • Landwirtschaftliche Maschinen
        • Fassadenbau
        • Treppenbau
        • Stahlhandel, Service-Center, Jobshops, Lohnschneider

        Einsatzbereiche des Plasmaschneiders mit nicht übertragendem Lichtbogen

        • Mobiler Einsatz auf Baustellen z. B. Lichtschächte, Gitterroste etc.
        • Spezielle Anforderungen, wenn nicht Strom leitende Stoffe geschnitten werden sollen
        • Plasmareinigen, Plasmabeschichten
        FAQ Plasmaschneiden
        Plasmaschnitt zugeflossen

        Beim Plasmaschneiden habe ich das Problem, dass auf einer kurzen Strecke der Schnitt auf einmal wieder mit Plasma zufließt. Geschnitten wird eine Stahlplatte 15 mm dick. Bei größeren Schnittlängen ab 60 cm funktioniert es bestens, nur auf einer Strecke von 10 cm wurde der Schnitt wieder mit Plasma verschlossen. Am Luftdruck und an der Luftmenge kann es kaum liegen, da ich einen ausgewachsenen Baukompressor verwende. Woran könnte es sonst noch liegen?

        Überprüfen Sie alle Einstellungen und ebenso die korrekten Verschleißteile.
        Was uns bereits begegnet ist, waren Komplikationen mit Druckschwankungen am Kompressor. Hintergrund: Wenn nebenan die Lackiererei am sprühen war, konnten wir die Schnittqualität beim Plasma vergessen. Plasma braucht eine ganze Menge Luft und dies konstant. Wenn die Luftmenge durch Druckschwankungen nicht stimmt, kann man so manches Problem bekommen. Eine Störung mit dem Plasmazuschnitt lag auch bei verschmutzen Gasen oder Partikeln in der Gaszuleitung. Hier auch sicherstellen, dass alles stimmt. In einem anderen Fall traten Störungen beim Plasmaschneiden auf, wenn die elektrische Spannung starken Schwankungen ausgesetzt war, was beispielsweise durch eine schwere Presse oder mehrere Schweißgeräte in der Nachbarhalle der Fall war.

        Einfluss der Gase auf die Schnittqualität beim Plasmaschneiden von C-Stählen (Baustahl) mit einer Hypertherm HPR 260

        Das Shieldgas (nicht nur das Plasmagas) besitzt, neben der Stromstärke, der Schnittgeschwindigkeit und der Schneidhöhe ebenso einen großen Einfluss auf die Schnittqualität. Man verwendet für das Plasmaschneiden von dünnem Stahl gerne Sauerstoff, um den bartfreien Bereich zu vergrößern und einen noch senkrechteren Schnitt zu erzielen. Im Umkehrschluss kann man bei 100% Stickstoff einen etwas kleineren bartfreien Bereich und eine etwas schrägere Schnittkante erwarten. Man muss auch die Lichtbogenspannung erhöhen, um den gleichen Brennerabstand zu erhalten. Die Schnittoberfläche ist etwas dunkler aber die Oxydschicht ist minimiert.

        Theoretisch ist die Elektrodenstandzeit verkürzt, da auf der Elektrode bei Stickstoff nur die vor schnellem Abbrand schützenden Nitride gebildet werden und somit erhöhen sich die Verschleißteilkosten. Bei Luft hat man zusätzlich noch Oxyde, die ebenfalls schützen. Bei normalen Schnitten soll hier jedoch keine nennenswerte Standzeit Reduzierung der Verschleißteile stattfinden. Werden viele Löcher geschnitten, muss man mit einer Standzeitreduzierung um ca. 5% rechnen (bei 10 mm Blechdicke).

        FAQ: Stellen Sie Ihre Frage zum Thema: Plasmaschneiden

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