Ablauf des Schneidprozesses mit einer Schneidanlage
Beim Plasmaschneiden mit dem übertragenden Lichtbogen erzeugt beim Start in der Blechtafel das Einstechloch, man spricht vom piercing. Das Lochstechen mit dem Plasmabrenner erfolgt in kürzester Zeit, in der Regel auch in größeren Materialdicken von z.B. 40 mm in rund einer bis zwei Sekunden. Bei Dünnblechen um 1 mm erfolgt die Zündung in deutlich unter einer Sekunde.
Nach erfolgtem Einstich schaltet die Stromquelle den Hauptstrom ein, sowohl beim Maschinen- als auch beim Handplasma.
Beim Maschinenbrenner erfolgt zusätzlich ein Freigabesignal an die CNC-Steuerung des Portalschneidsystems, so dass die Antriebe des Maschine sich nun in Bewegung setzen und der Ausschnitt beginnen kann.
Für die Beurteilung eines wirtschaftlichen Plasmaschnittes sind neben der Schnittqualität und der Schnittgeschwindigkeit auch die Lebensdauer der Verschleißteile ein wichtiges Kriterium. Sprunghafte Anstiege vom Strom-und Gasdurchfluss sind zu vermeiden. Moderne Qualitätsplasmastromquellen sorgen für geregeltes Ein- und Absenken der Energien und erreichen durch optimierte Verschleißteile lange Standzeiten und sehr hohe Schnittqualitäten.
Da der Schneidprozess auf einem Stromfluss basiert muss der Stromkreis geschlossen sein und einer guten elektrischen Masse- und Erdverbindung, ansonsten können eine Vielzahl an Störungen und Schnittfehler auftreten.