Wir betrachten die Brennerbewegung im Uhrzeigersinn. Der Grund dafür ist die Drallrichtung bzw. Wirbelrichtung des Plasmagases. Bei fast allen gängigen Systemen wird das Gas durch einen Wirbelring in eine Rotation versetzt, um den Lichtbogen zu stabilisieren. Dadurch hat der Lichtbogen quasi eine „harte“ und eine „weiche“ Seite:
• Die rechte Seite (in Fahrtrichtung gesehen) ist die Qualitätsseite. Hier ist der Schnitt fast perfekt rechtwinklig.
• Die linke Seite (in Fahrtrichtung gesehen) ist die Abfallseite. Hier ist die Schnittkante deutlich schräger.
Daraus ergeben sich diese Regeln für die Schneidrichtung beim Plasma:
1. Außenkontur: Im Uhrzeigersinn (rechtsherum)
◦ Wenn der Brenner im Uhrzeigersinn um das Werkstück fährt, liegt das Werkstück immer rechts vom Brenner. So erhältst man eine saubere, rechtwinklige Außenkante.
2. Innenkontur (Löcher): Gegen den Uhrzeigersinn (linksherum)
◦ Fährt man im Kreis nach links, liegt das Material (der Rand des Loches) ebenfalls wieder rechts vom Brenner. Der „Abfall“ (der innere Teil) bekommt die schräge Kante ab, während das Loch im Bauteil präzise bleibt.
Faustformel: Das Gutteil muss immer rechts von der Fahrtrichtung des Brenners liegen.