Sie finden hier eine tabellarische Auflistung mit den groben Schneidmerkmalen und den Grenzen der Schneidverfahren in der Gegenüberstellung. Diese Tabelle liefert Eckdaten zu den Schneidverfahren Plasma-, Autogen-, Laser- und Wasserstrahlschneiden, mit deren Hilfe man eine Übersicht der Schneidverfahren erhält.
Als mögliches Kriterium zur Auswahl des passenden Schneidverfahrens eignet sich auch ein Blick in den Schnittkostenkalkulator. Der Kalkulator zeigt die Schnittmeterkosten pro Meter für eine spezielle Materialgüte und basiert auf Schneidtabellen und empirischen Werten. Wobei er nur zur Verfahrensübersicht dient und keine Marktdaten angibt.
Grundsätzlich können in einer universellen Tabelle Bauteil bezogene Randbedingungen wie Aufhärtung, Wärmeverzug, Schnittgenauigkeit, Rauheit, Universalität, Nachbearbeitungsaufwand etc. nicht hinreichend erfasst werden. Will man diese Parameter mit berücksichtigen, so ist dies nur an konkreten Zuschnitten mit exakten Geometrieangaben möglich. Für eine hinreichende Verfahrensbestimmung empfehlen wir daher, eigene Testmusterschnitte bei Ihren Herstellern durchzuführen und die Daten und Leistungen an einem konkreten Bauteil zu erfassen.
Generell betrachten wir den Einsatz derartiger tabellarischer Vergleiche nur als grobe Hilfe. Tabellen dieser Art stellen immer einen Kompromiss dar, denn die Realität kann nicht mit einer Zeile abgebildet werden. Hierzu ein Beispiel: Grat der Verfahren! Wie will man den Grat exakt und neutral bewerten? Brennschneiden schlecht - Laser gut? Das würde der Realität kaum gerecht werden. Der Laser schneidet derart gut und scharfkantig, dass nicht selten Teile abgerundet werden müssen, was auch Zeit kostet. Der Autogenbrenner schneidet, wenn er top eingestellt ist, häufig Teile nachbearbeitungsarm, ein wenig Schlacke entfernen empfindet ein typischer Brennschneider sogar als nachbearbeitungsfrei.
Persönliche Empfindungen, individuelles Schmerzempfinden, Anspruchsdenken und entwicklungstechnische Neuheuten lassen sich in einer fixen Tabelle nicht abbilden, sie sind immer ein zeitlicher Snapshoot. Was für den einen Anwender ein gratfreies Bauteil bedeutet, stellt für den anderen eine mittlere Katastrophe dar. Darüber hinaus gibt es unzählig viele Sonderfälle, in denen eine Einteilung nicht zutrifft, abhängig von der Kontur, der Materialgüte, der Bedienererfahrung etc. Betrachten Sie daher die Angaben in einer Tabelle als einen Versuch, eine grobe Übersicht zu vermitteln, die sich in Abhängigkeit der technischen Entwicklung, des Werkstoffs und der Kontur ändert. Nichts ist aussagekräftiger, als der reale Schnitte mit realen Bauteilen und dem eigenen Materialsortiment.
Hinweis: Diese Tabelle dient als Überblick über die Eckdaten der Schneidverfahren in Relation zueinander und ist ohne Gewähr. Die tatsächlichen Werte können in der Realität von diesen Zahlen abweichen, da diese von weitaus mehr Parametern abhängig sind, die auftragsspezifisch, firmen- und entwicklungsabhängig sind. Die Tabelle ersetzt keine individuelle Beratung mit Ihren Lieferanten.