Funktionsweise einer Wasserstrahlpumpe nach dem Injektor-Prinzip (WAIS)
Man unterscheidet bei der Wasserstrahltechnik die beiden Verfahren Nurwasser (Reinwasser) und Abrassiv. Beim Abrasiv-Verfahren wird zum Schneidstrahl ein geeignetes Schleifmittel (ein spezieller Granat-Sand) hinzugemischt.
Mit welchem Druck schneidet der Wasserstrahl?
Der Schneiddruck hängt von der Härte des Werkstücks ab. Für Stahl, Metalle, Steine und Granit werden hydraulische Pumpen mit einem Betriebsdruck von 3.600 bis 4.000 bar eingesetzt. Ein konstante Druck reduziert den Verschleiß von Pumpendichtungen, Ventilen und Düsen und verbessert die Schnittqualität. Hydraulische Druckübersetzerpumpen verwenden Intensifier, um Druckschwankungen zu vermeiden. Systeme mit 4.000 bar Schneiddruck sind am häufigsten anzutreffen, aber auch Systeme mit bis zu 6.200 bar werden verwendet. Das Druckwasser wird über Leitungen zum Schneidkopf der Wasserstrahlanlage geleitet, der auf einer Schneidmaschine montiert ist. Der Schneidkopf wird über einen X-Y-Koordinatentisch mit numerischer Steuerung betrieben. Im Schneidkopf der Wasserschneidanlage übernimmt eine Düse aus Rubin, Saphir oder Diamant die Einschnürung des Wasserstrahls. Die Düsenlöcher bei Nurwasseranwendung haben üblicherweise einen Durchmesser von 0,5 mm oder weniger, während sie beim Abrasiv-Verfahren 1,2 mm oder mehr betragen. Für filigrane Schnitte und hohe Genauigkeit kommen beim Wasserstrahlschneiden Düsen mit viel geringerem Durchmesser oder Microwasserstrahlschneidanlagen zum Einsatz.