Von der Theorie zur Praxis: So geht effektives Schneiden in der Werkstatt
Beide Arten des Plasmabrenners sind zu umfangreich, um sie mit wenigen Sätzen hinreichend zu beschreiben. Schneidforum bietet hierzu mehrtägige Schneidseminare an. Der Lesbarkeit der Webseite geschuldet, fassen wir hier daher nur einen Auszug der Unterschiede zusammen.
Handgeführte bzw. manuelle Plasmabrenner:
Manuelle Handplasmastromquellen besitzen oftmals eine geringere Einschaltdauer von ED von 60 % bis 80 % oder weniger. Die Einschaltdauer bezieht sich auf einen 10 minütigen Schneidbetrieb, d. h. bei 60 % ED darf der Brenner nur 6 Minuten schneiden und danach muss er abkühlen - das wäre für eine Maschinenanwendung unwirtschaftlich. Eine Schnittstelle zu einer CNC fehlt meistens. Damit ist auch gleich der nächste Unterschied sichtbar:
Der Preis. Denn um hohe Einschaltdauern zu erreichen, braucht es leistungsstärkere Elektronik, mehr Kühlung, mehr Abschirmung und eine andere Gasversorgung. Damit wird klar, warum manuelle handgeführte Plasmabrenner aus dem Lidl, Aldi, OBI, Amazon, Bauhaus etc. nur wenige hundert Euro kosten und ein Profigerät von Hypertherm®, Kjellberg etc. gleich bei ein oder mehreren Tausend Euro angesiedelt ist.
Maschinenbrenner:
Hierbei handelt es sich um automatisierte Plasmastromquellen speziell für CNC-gesteuerte Schneidmaschinen, die man Maschinenbrenner bezeichnet. Besonderheit: Die maschinentauglichen Stromquellen besitzen Schnittstellen zur CNC-Steuerung, wodurch sie sich elektrisch ansteuern lassen, gleichzeitig geben sie Rückkopplungs- und Störungssignale an die CNC zurück, so dass der Schneidprozess automatisierbar wird. Außerdem besitzen Maschinenbrenner 100 % Einschaltdauer ED, was eine wesentlich stärkere Kühlung der Stromquellen und Brenner erforderlich macht, z. B. einen Wasserkühlkreislauf und eine robustere Elektronik, die auch gegen Metallstaub und Schmutz besser abgeschirmt sein muss. Alle Infos zu Maschinenbrennern finden Sie in einem eigenen Kapitel zu CNC-Schneidmaschienen.
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