Schnittkosten der Schneidverfahren im Vergleich

Wie hoch sind die Schnittkosten beim Wasserstrahlschneiden im Vergleich zum Laserschneiden?

Wie hoch sind die Schnittkosten beim Autogenschneiden im Vergleich zum Plasmaschneiden?

Wie hoch sind die Schnittkosten beim Plasmaschneiden im Vergleich zum Laserschneiden?

Dies sind nur einige der Fragen, die unsere Webseitenbesucher interessieren.

Und welcher Kennzahlenvergleich der Schneidverfahren interessiert Sie primär?

Alle vier Schneidprozesse: Autogen - Wasserstrahl - Plasma - Laser
Alle vier Schneidprozesse: Autogen - Wasserstrahl - Plasma - Laser

Schnittkostenkalkulatoren als App

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Schnittkostenkalkulatoren für Wasserstrahlzuschnitte am Markt, die kostenfrei (Stand Juli 2021) über den AppStore von Apple oder von Google auf das Smartphone geladen werden können.

Apps von STM, BFT, KMT, Hypertherm sind uns bekannt.
Sie können in den jeweiligen App Stores nach Waterjet, CutCost, CutCalculator etc. suchen und erhalten dann die entsprechende Trefferanzeige.
App laden, installieren und los legen.

Manche Laserhersteller bieten auf ihren Webseiten ebenso Kostenrechner an, die man vom Desktop aus erreichen kann.

Als Schnittkosten-Kalkulator, der alle 4 Schneidverfahren miteinander gegenüberstellt ist uns der Verfahrensvergleichs-Kalkulator Hifas® bekannt. Dieser Schnittkosten-Kalkulator zeigt keine Marktwerte an und auch keine Konturen- oder Teilekalkulationen. Sondern er normiert die Schneidkosten auf einen Meter Schneidlänge.  

Hifas® - Schneidkostenkalkulator

Hifas® steht für: "Hilfe zur Auswahl von Schneidverfahren"

Der Schnittkostenkalkulator wurde von Tibb e.V. als Ausbildungswerkzeug entwickelt. Die Angaben dienen als Hilfe zur Marktorientierung für Endkunden und für schulische Zwecke für die Auszubildende in Metallberufen. Tatsächliche Marktpreise können hiervon zum Teil erheblich abweichen, da diese in der Regel neben der Verschachtelung, dem Mehrbrennerbetrieb, dem Materialpreis und eventuelle Serviceleistungen beinhalten, die ein Standard-Kalkulator weder leisten, noch kennen kann, darüber hinaus sind die spezifischen Betriebskosten von Unternehmen zu Unternehmen verschieden.

Zielsetzung von Hifas®:

Aufgrund der eigenen Anwendervorgaben ermittelt Hifas® eine grobe Übersicht und kann so bei der Auswahl des Schneidverfahrens helfen, indem Hifas® die theoretischen Kosten der Schneidverfahren gemäß Schneidtabellen gegenüberstellt und diese auf 1 m Schneidlänge normiert.

Wie funktioniert der Schnittkostenkalkulator Hifas®

  • Bedienung: Nachdem Sie Ihre Vorgaben (Materialgüte, Dicke, Größenverhältnis, thermischer Einfluss) gewählt haben, klicken Sie auf eine der gewünschten Schneidtechnologien. Sie sehen dann am Ende des Tabellenfenster und in der rechten Spalte am Desktop bzw. unterhalb der Schneidverfahren am Smartphone, die Schneiddaten und die Schnittkosten.
  • Durch Anklicken der Reiter "Verfahrensparameter", "Allgemeine Parameter", "Energiepreise" erhalten Sie Informationen über den gewählten Kosten- und Kalkulationsrahmen.
  • Sowohl bei Plasma- als auch beim Wasserstrahlschneiden ist es möglich, zwischen mehreren Schnittqualitäten auswählen zu können. Schneidet man mit dem Wasserstrahl langsam, wird der Schnitt feiner, die Rauheit und die Rechtwinkligkeit geringer. Das gilt in ähnlicher Art und Weise auch für den Plasmazuschnitt. Der Hifas®-Schnittkostenkalkulator berücksichtigt nun diese mehreren Qualitätsstufen auch beim Plasmaschneiden.
  • Die Lochstechzeiten werden interpolierend mit ausgegeben, jedoch nicht in den Schnittkosten erfasst, da sich die Kosten auf einen Meter Schnittlänge beziehen und die Einstechzeiten für einen Startpunkt damit in der Regel vernachlässigbar sind (außer beim Autogenschneiden). Schneiden Sie jedoch Konturteile mit vielen Innenausschnitten, so sind diese Zeiten extern mit zu erfassen. Gerade bei dicken Blechen, die mit Autogen geschnitten werden, können die Vorheizzeiten zum Lochstechen einiges an zusätzlicher Fertigungszeit betragen.
  • Manche Anwender fragen nach dem Mehrbrennerbetrieb? Oder wie hoch wir den Verschnitt mit eingerechnet haben? Nein, nicht alle Parameter werden von Hifas berücksichtigt. Beispielsweise existiert für die Verschleißteilekosten ein fixer Prozentwert. Dieser ist für die Mehrzahl der Anwendungen auch gut gewählt worden. Doch wenn Material im Grenzbereich z.B. 50 mm dicker Stahl mit Plasma bei 300 A geschnitten werden soll, dann steigen die Verschleißteilekosten überproportional an und ganz schnell zeichnet sich in diesem Fall das Autogenschneiden dann als kostengünstigstes Verfahren aus. Die voneinander abhängigen Parameter werden in Hifas nicht erfasst. Hifas rechnet mit dem voreingestellten Verschnitt, der für den Mainstream-Bereich zutreffend ist.
  • Ein weiterer zu beachtender Aspekt: Hifas® berücksichtigt keine Materialkosten und keine Materialverschnitte. Natürlich sind diese für den tatsächlichen Preis von elementarer Bedeutung.

     

    Hinweis: Die verwendeten Schneidgeschwindigkeiten können modell- und gerätebedingt Schwankungen unterworfen sein. Die von Hifas® theoretisch ermittelten Daten sind keine Marktdaten, sie entbinden den Anwender auch nicht, sich verbindliche Angebote von Zulieferanten einzuholen. Der Rechner dient ausschließlich zur Marktorientierung bei der Verfahrensauswahl und dem schulischen Unterricht von Auszubildenden in den Metallberufen.

    >>> Hifas® - der Schnittkostenkalkulator der Schneidverfahren: Schneidprozesse in der Übersicht ...


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