Unsere Meinung und Schätzung (ohne Gewähr!):
Wenn gleich der Faserlaser immer mehr in den Plasmabereich vorstößt, so gibt es gute Gründe, die weiterhin für den erfolgreichen Einsatz des Feinstrahlplasmabrenners sowie den konventionellen Luftplasmabrennern sprechen. Plasma hat ein bedeutendes Wort im Schneidalltag mit zu reden, stellt in bestimmten Anwendungsfällen sogar die bessere Option dar, z.B. wenn Investition und Auslastung einen Laser nicht rechtfertigen.
Wie sich dies jedoch in Zukunft auswirken wird, das wird der Markt entscheiden. Neue Entwicklungen auf beiden Gebieten, dem Faserlaser wie dem Feinstrahlplasma, lassen die Zukunft offen und spannend erscheinen.
Für viele Anwender stellt sich diese Frage nach der Plasmaberechtigung nicht, wenn die Einsatzkriterien eindeutig für die Verwendung des Schneidverfahrens sprechen. Auch die Tatsache, dass erste Hersteller Plasma und Faserlaser auf einem CNC-Portal integrieren, könnte ein Indiz dafür sein, dass sich die Systeme in manchen Bereichen sogar ergänzen.
Nun kommt das große "Aber": Wenn der Markt, wie zur Zeit, durch Lasersysteme aus Fernost, die zum Preis einer Plasmaschneidmaschine erhältlich sind, überflutet wird, dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Plasmaschneidanlagen tatsächlich an Verbreitung vorerst verlieren werden.
Vorerst bedeutet, dass nicht immer die billigste Lösung die Beste sein muss. Möglicherweise kehren enttäuschte Kunden nach wenigen Jahren mit einer Erfahrung mehr, wieder zurück. Wie gut niedrigpreisige Laserschneidmaschinen wirklich sind und ob sie sich im Alltag bewähren, dies bleibt abzuwarten.
Beobachtung: In 2025 waren die Ausschreibungen und Angebotsanfragen im Schneidforum von rund zweidrittel Plasma- und Brennschneidanlagen gefüllt.