In der Diskussion mit verschiedenen Anwendern erhielten wir unterschiedliche Meinungen zu dem Thema: Pulverbeschichten von Plasmazuschnitten. Manche vertraten die Ansicht, dass es absolut unproblematisch sei, während andere über manche Reklamation berichten konnten. Dabei stellen wir fest, dass ein Problem in den unterschiedlichen Anwendungsfällen der Teile liegen könnte. Beschichtete Teile, die in einer optimalen Umgebung eingesetzt werden, leiden weniger unter Beschichtungsfehlern, als solche, die sich widrigen Umständen und dynamischen Bewegungen aussetzen müssen. Der Anwendungsfall entscheidet - beschichten lassen sich die Teile, doch nicht jede Beschichtung hält bei jeder Beanspruchung an den Ecken und Kanten gleich gut, wenn es um Risse und Rost geht.
Gelegentlich verwendet man, sofern die Plasmaanlage dies technisch erlaubt, den Einsatz von Druckluft anstelle von Sauerstoff als Plasmaschneidgas (vorher Hersteller fragen bzw. Handbuch lesen)! Die Teile, die gepulvert werden sollen, schneidet man in diesem Fall nicht mit Sauerstoff, sondern mit Druckluft. Die Schnittparameter sind entsprechend anzupassen, in der Regel ist der Schnitt ein wenig langsamer. Doch mit Druckluft geschnittene Teile lassen sich einfacher Pulverbeschichten, berichten Anwender. (Achtung bei Gasartenwechsel Hersteller befragen, Schlauchtauglichkeit und Explosionsgefahr absichern!)