Der Grundlagen- & Vorteils-Guide zum Handplasmaschneider
Was versteht man unter einem Handplasmaschneider?
Plasmaschneiden ist auch mit mobilen Geräten möglich und sogar in Industrie & Handwerk weit verbreitet. Ein Handplasmaschneider ist eine Gerät mit dem man mit Hilfe eines Plasmagases Metalle schneiden kann.
Der Plasmaschneider bestehend aus einer Stromquelle, einer Gassteuereinheit und einem entsprechenden Plasmaschneidkopf. Der Plasmaschneidkopf ist über ein Schlauchpaket mit der Stromquelle verbunden und wird mit Kuperfteilen, der Düse und der Elektrode, bestückt. Beide Teile gelten als Verschleißteile, die regelmässig vom Anwender gewechselt werden.
Manche Modelle besitzen noch eine Druckluft-Wartungseinheit, denn die erforderliche Druckluft für das Plasmagas, mit der die meisten Handplasmabrenner arbeiten, muss staub- und fettfrei sein. Der übliche Gasdruck liegt bei 4,5 bis 8 bar.
Als Plasma wird ein durch Strom ionisiertes Gas bezeichnet, das dem 4. Aggregatzustand (fest -> flüssig -> gasförmig -> Plasma) entspricht.
Acht Gründe, die für den mobilen Handplasmaschneider sprechen:
- Handplasmaschneider bieten Mobilität, die für die Baustelle erforderlich ist
- Einfache Handhabung, von eingewiesenem Facharbeiter einfach zu bewerkstelligen
- Mobile Plasmaschneider kommen dann zum Einsatz, wenn die Schnittqualität nicht die wichtigste Rolle spielt
- Besonders geeignet für den Einsatz vor Ort beispielsweise an bestehenden Behältern, Böden, Stahlkonstruktionen etc., die geändert oder angepasst werden sollen
- Wenn nur ein gelegentlicher, zeitweiser Einsatz geplant ist, denn Handplasmaschneider lassen sich zwar bequem transportieren und vor Ort betreiben, wenn die Energien verfügbar sind, aber mobile Plasmacutter besitzen in der Regel keine 100 % Einschaltdauer, sondern eher 60 % oder geringer, da sie über eine reduzierte Luftkühlung des Brenners verfügen. Daher ist ein Dauereinsatz, wie bei maschinellen Plasmastromquellen, die mit 100% Einschaltdauer bei Volllast arbeiten, nicht möglich.
- Eingeschränkte Energie und Medienversorgung: Auf der Baustelle muss oftmals mit Kabeltrommel und geringeren Leistungen als bei Festinstallationen gearbeitet werden. Selten stehen Spezialgase zur Verfügung, daher arbeiten Handplasmaschneider oft mit Druckluft.
- Für ausreichende Frischluft beim Schneiden ist zu sorgen, Einsatz daher im Freien zu bevorzugen. Dies ist auf der Baustelle oder im Freien häufig der Fall.
- Beim Umgang mit Strom müssen die Sicherheitsvorschriften beachtet werden, vor allen was elektrischen Schlag in feuchter Umgebung betrifft. Aufgrund ihres einfachen und überschaubaren Anschlussaufwands bieten sich die mobilen Plasmaschneider an, sofern sie über die elektrischen Sicherheitsabschaltungen verfügen.
Wann und wo setzt man einen Handplasmaschneider vorzugsweise ein?
- Wann immer auf der Baustelle bei einer Montage ein Mannloch oder ein Stutzen nachträglich einzubringen sind
- Wenn in einer bereits aufgestellten Stahlkonstruktion Durchbrüche oder sonstige Anpassungen erforderlich sind
- Müssen Teile, Maschinenkonstruktionen, Behälter etc. zerlegt werden, so bietet sich der Handplasmaschneider idealerweise an
- Und häufig ist der Plasmaschneider die schnelle Lösung für Anwendungen, bei denen es nicht auf die Schnittqualität ankommt
- Auch die enorme Materialvielfalt und der große Materialdickenbereich, die mit einem entsprechend großen Plasmacutter abgedeckt werden können, sind wesentliche Einflussfaktoren, die für das Verfahren sprechen
- Tragbarkeit, einfaches Handling und ein schnelles Endergebnis sind mit entscheidende Kriterien für den Handplasmaschneider
- Branchen wie Metallbau, Schlossereien, Behälterbau, Apparatebau, Anlagenbau, Heizungs-Klima-Lüftungsindustrie etc. nutzen diese Technologie gerne und natürlich der Baustellen-Betrieb