Wie funktioniert der Laser?
Bildbeschreibung, siehe Bild 2:
- Laseraktives Medium *
- Eine geeignete Einheit, die zur Anregung der Energie dient (wird auch als Pumpen bezeichnet)
- Resonator, Laserresonator: Der Laserresonator besteht meistens aus einem voll- und einem halb- oder teilreflektierenden Spiegel. Innerhalb dieser Spiegelanordnung erfolgt eine ständige Rückkopplung der elektromagnetischen Strahlung und damit eine Verstärkung durch das Medium. Diese Rückkopplung erfolgt so lange, bis die Strahlung im aktiven Lasermedium durch den halbdurchlässigen Spiegel emittierten kann.
Klingt ganz schön kompliziert oder? Wir werden versuchen, dies einfacher zu erklären. Wenn Sie die Theorie weniger interessiert, dann überspringen Sie einfach die folgenden Artikel. Weiter unten geht es dann mit der Praxis weiter.
Im Schaubild Bild 2 erkennen wir das Schema der Funktionsweise eines Lasers. In einem lasergeeigneten Material (1) wird durch ein geeignetes Pumpsystem (2) Anregungsenergie eingebracht, so dass im lasergeeigneten Material eine Strahlung angeregt wird. Der Laserstrahl wird nun solange zwischen den beiden Spiegeln (3) reflektiert, bis er einen bestimmten Energiewert erreicht hat. Mit Hilfe einer Auskoppelloptik verläßt der Laserstrahl das Medium und wird je nach Wellenlänge über eine geeignete Vorrichtung bis zur Fokussieroptik im Strahlkopf geleitet.
Der Laserschneider besteht also zunächst aus dem Resonator und einem geeigneten Übertragungsmedium, das den Strahl vom Resonator zum Schneidkopf führt. Bei kurzwelligen Strahlen kann zur Übertragung ein Glasfaserleiter verwendet werden, langwellige Strahlung wird über Spiegel weitergeleitet und entsprechend umgelenkt bis der Strahl zum Schneidkopf gelangt.
Im Schneidkopf wird der Laserstrahl fokussiert, in der Regel eine Aufgabe, welche optische Linsen übernehmen. Nun muss der Strahl noch über ein geeignetes CNC-Koordinatensystem über dem Schneidmaterial bewegt werden und dies in mindestens drei Richtungen auf der x-, y- und z-Achse.
Nun steht dem Schneiden von Metallen (fast) nichts mehr im Weg. Wer mehr Theorie zum Verständnis benötigt, dem empfehlen wir den Artikel in wikipedia zum Laser.
* Laseraktive Medien und damit für den Laser geeignete Stoffe können bei einer Menge an Materialien festgestellt werden. Allerdings eignen sich nicht alle laseraktiven Materialien für eine Laseranwendung, wenn deren Effizienz nicht gewährleistet ist. Grundsätzlich lassen sich die laseraktiven Stoffe in drei Gruppen unterteilen:
- Gase (z.B. CO2-Molekül, He-Ne, Excimere)
- Festkörper (Nd:YAG, Ti:Saphir, Yb oder dotierte Glasfasern)
- Halbleiter (GaAs, ZnSe, Ga, Ni)