- Auch beim Plasmaschneiden mit dem Plasmaschneider ensteht Lärm, Staub, Funken und UV-Strahlung - vor allen diesen Nebenwirkung hat sich der Anwender sicher zu schützen. Eine geeignete Schutzbrille und Hörschutz sind Pflicht.
- Je nach zu schneidendem Material können gesundheitsgefährdende Dämpfe freigesetzt werden, so dass der Einsatz einer Atemmaske unverzichtbar ist.
- Auf die Lage der Schläuche und Kabel der Plasmaschneider ist zu achten, damit Stapler diese nicht versehentlich beschädigen oder ein Kollege darüber stolpert.
- Auf die richtige Erdung ist zu achten, das zu schneidende Material benötigt immer einen guten Masseanschluss.
- Rost, Lacke oder andere Stoffe können die Masseverbindung derart stören, dass ein Zünden des Plasmaschneiders nicht sauber gewährleistet ist.
- Es muss immer auf eine genügende Frischluftzufuhr geachtet werden, was natürlich auch für das Schneiden mit dem autogenen Brennschneider gilt.
- Das Arbeiten in Kesseln oder Behältern unterliegt besonderen Vorschriften, die es zu beachten gilt. Umweltbedingungen beachten: Funkenflug und herabfallendes ausgeschnittenes Material. Ist die Umgebungen sehr staub- und feuchtigkeitsbelastet? Stellen Sie sicher, dass der Plasmaschneider in dieser Umgebung betrieben werden darf. Gleiches gilt für explosionsgefährdete Umgebungen.
- Auf den Funkenflug, der beim Austritt des Strahls erzeugt wird, ist besonders zu achten, damit keine Brände oder Explosionen entstehen. An Sicherheit für den Bediener und der Umgebung darf bei thermischen Schneidverfahren nicht gespart werden.
- Bei Verwendung von Kreisschneidvorrichtungen oder linearen Verstellschlitten eventuell sogar mit elektromechanischen Antrieb können auch Schnitte mit Plasmaschneidern eine gute Schnittqualität erreichen, wenn diese maschinell angetrieben oder wenigstens geführt sind, so dass ein Ruckeln und Zittern durch Hand- oder Armbewegungen reduziert oder ausgeschlossen wird. Existieren derartige Schneidhilfen und Vorrichtungen? Wie werden sie bedient?
Die Anwendung von manuellen Plasmaschneidern ist bezüglich der geforderten Schnittgenauigkeiten weniger anspruchsvoll als dies bei maschinengeführten Plasmastromquellen der Fall ist. Prinzipiell gilt es zu unterscheiden, dass handgeführte Plasmazuschnitte nicht mit maschinengeführten Zuschnitten verwechselt werden dürfen. Reduzieren Sie daher Ihre Ansprüche an die Schnittqualität, sie ist nicht vergleichbar mit CNC-gesteuerten, maschinengeführten Plasmabrennern. Über die Schnittqualität muss man sich bei Plasmaschneidern daher weniger Gedanken machen, denn diese von Hand geführten Brenner können die Forderungen der Norm ISO 9013 kaum bis gar nicht erfüllen, dies bleibt den CNC-geführten Schneidmaschinen vorbehalten.
Hinsichtlich der Sicherheit und der Unfallverhütung bedarf es beim manuellen Schneiden einer erhöhten Sorgfalt, denn die Umgebungsbedingungen können sich jederzeit ändern, was bei stationären Schneidanlagen weniger häufig der Fall ist. Schon allein das Stolpern über Kabel und der unvorhersehbare Funkenflug des Plasmastrahls können für Gefahren und Überraschungen sorgen.
Auf der Positivseite des Handplasmaschneiders steht indes: Die geringeren Betriebskosten gegenüber den Maschinenanlagen. Prinzipiell ist der Einsatz von Plasmaschneidern gegenüber anderen konventionellen Methoden (bohren, fräsen, sägen) als sehr wirtschaftlich zu bezeichnen, was sicher auch zu dem großen Erfolg dieses robusten Verfahrens beigetragen hat.