Die folgenden Verbrauchswerte entstammen Angaben aus der Praxis, sie variieren von Betrieb zu Betrieb und sind abhängig vom Schneidspektrum, den Kundenanforderungen und daher individuell zu bewerten. Dennoch können zur Marktorientierung diese Angaben weiter helfen. In der Angabe dieser Werte ist weder das Personal, noch die Abschreibung, Miete oder sonstige Aufschläge enthalten, wir betrachten lediglich die reinen Betriebskosten, um so einen besseren Überblick zu erhalten.
Betriebskosten Plasma
- Nach unserer Erfahrung sind ca. 4.000,- € bis 8.000,- € Verschleißteile pro Jahr im Einschichtbetrieb pro Brenner anzusetzen.
(abhängig von Materialdicke, Brennertyp, Maschinenpflege, Wartungskosten, Bedienererfahrung, Betriebsstrukturierung und weiteren Parametern)
- Wobei uns auch Zahlen vorliegen, bei denen Unternehmen im Einzelfall Verschleißteilekosten im Wert von bis zu 40.000,- € bei Einschichtbetrieb einkaufen mussten, weil die Anlage nicht im optimalen Betriebspunkt eingesetzt wurde. Nicht immer muss dabei ein Maschinen- oder Bedienungsfehler vorliegen.
- Die Verschleißteilekosten sind einer der Hauptkostentreiber bei den Betriebskosten von Plasmaschneidanlagen. Auf einem ähnlich hohen Niveau befinden sich noch die additiven Energiekosten, Gas und Strom. Weder der Verbrauch an Verschleißteilen noch der Verbrauch an Energien kann exakt vorhergesagt werden, da diese vom Teile-, Dickenspektrum und den Schneidgeometrien abhängig sind.
- Wenn wir die Verschleißteile, die Energiekosten Strom und Gas zu den Betriebskosten zählen, ergibt sich aus unserer Erfahrung folgender Kostenüberblick. Die Betriebskosten eines Plasmabrenners schwanken je nach Modell, je nach Schneidstrom und der zu schneidenden Dicke erheblich:
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Handplasmabrenner zwischen 5,- bis 10,- Euro pro Schneidstunde
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Maschinenbrenner liegen die Kosten im Mittel eher bei 20,- Euro bis 40,- Euro, je nachdem in welchen Materialdicken man sich bewegt, auch darüber.
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Je dicker man schneidet, desto höher der Energiebedarf und desto kurzlebiger die Verschleißteile.
Betriebskosten Brennschneidmaschinen
- Bei Brennschneidanlagen stellen die Gaskosten den Löwenanteil dar. Je nach Anzahl der Brenner, je nach Gasart (Propan, Acetylen, Erdas, sonstiges) rechnet man pro Autogenbrenner gemäß Literaturangaben ca. mit rund 7,- Euro/h pro Brenner. Bei Acetylen sind die Kosten entsprechend höher.
- Die Schneiddüse bei einem guten Autogenbrenner kann gemäß unseren Berechnungen mit ca. 1 €/Schneidstunde angesetzt werden.
- Auch hier gilt: Verbrauch an Verschleißteilen und Energien kann nicht exakt vorhergesagt werden, da diese vom Teile-, Dickenspektrum und den Schneidgeometrien abhängig sind und dementsprechend weit ist die Schwankungsbreite.
- Die Betriebskosten liegen bei Brennschneidanlagen mit einem Brenner bei rund 10 - 12 €/h pro Brenner, je nachdem, wie dick man schneidet auch darüber.
Betriebskosten Laser
- Bei Laseranlagen ist der treibende Kostenfaktor Gas und Strom. Je nach Laserart CO2 oder Faserlaser müssen hier andere Kosten angesetzt werden, da beim CO2 zusätzliches Kühlgas verbraucht wird und sein elektrischer Wirkungsgrad wesentlich geringer ist. Je dicker der Laser schneidet, desto erheblich höher ist sein Gasverbrauch. Die Angabe von Betriebskosten für einen Laser ist seriös gar nicht möglich, denn sie muss immer in Korrelation mit den zu schneidenden Materialien betrachtet werden. Daher sind exakte Betriebskosten nicht pauschal aufführbar.
- Nicht unerheblich sind auch die Wartungskosten bei CO2-Laseranlagen, die schnell 15.000 bis 20.000 € pro Jahr betragen können. Die Wartungskosten bei Faserlaseranlagen sind weitaus geringer.
- Auch hier kann man keine feste Betriebskostenaussage treffen, da diese von den zu schneidenden Dicken abhängig sind. Die Verschleißteile liegen häufig im Bereich der Plasmaverschleißteile für Qualitätsplasma und halten ähnlich lange. Der Aufwand für Gase und Strom kann dabei höher ausfallen, so dass man hier je nach zu schneidenden Dicken einen Stundensatz etwas über Plasma ansetzen muss. Die reinen Betriebskosten pro Stunde für Faserlaser können zwischen 30,- bis 70,- Euro betragen, aber auch darüber, wenn der Materialmix dies erfordert oder dicke Blechstärken geschnitten werden.
Betriebskosten Wasserstrahl
- Bei Wasserstrahlanlagen liegt der Hauptkostenfaktor beim Abrasivsand und den Verschleißteilen sowie elektrischer Energie. Exakte Zahlen im voraus anzugeben ist nicht möglich, da auch diese vom Teile-, Auftrags- und Dickenspektrum abhängig sind.
- Die reinen Betriebskosten für Wasserstrahlschneidanlagen können im Mittel zwischen 20,- bis 60,- Euro liegen, aber auch darüber hinaus, je nach Materialmix.
Randbedingungen zu den Betriebskosten:
Zur Ermittlung der Stundensätze gesellen sich zu jeder Anlage noch die Abschreibung, Finanzierungskosten, Stromkosten, Druckluftkosten, Wartung, Personal und Kosten für sonstige Energien hinzu.
Hallenmiete, Personal für Bediener, Abräumer, Entgrater, Kranfahrer, Lager und Logistikkosten und die Programmierer aus der AV schlagen anteilig mit im Stundensatz auf.
Bei genauer Berechnung des Stundensatzes dürfen auch der Verschnitt und damit die Qualität der CAD/CAM Verschachtelung sowie die Störausfälle nicht unterschlagen werden.
In einer Vollkostenrechnung werden auch die nicht produktiven Kräfte aus der Verwaltung sowie die Kosten des Unternehmens auf die Schneidstunden der Maschinen umgelegt. Alle diese Kosten sind firmenspezifisch zu erfassen und ergeben in Summe Ihren Maschinenstundensatz.
Wenn Schneidmaschinen-Hersteller einen Betriebsstundensatz angeben, ist das lobenswert. Es hilft Ihnen jedoch nur wenig, wenn Sie nicht wissen, für welches Material, bei welcher Dicke, Schnittgeschwindigkeit, Auslastung, Energiepreisen etc. diese Kostenberechnung statt gefunden hat. Erfragen Sie daher die Randbedingungen zu den Kostenangaben oder holen Sie sich konkrete Angebote über unseren Maschinenkonfigurator ein, in dem Sie auch nach den Betriebskosten fragen können.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Wie empfehlen immer, die exakte Bestimmung des Betriebsstundensatzes konkret für Ihren Einsatzfall zu ermitteln, so dass auch die Schnittmeter und die Schneiddicken mit berücksichtigt werden.